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Sender noch da – Punkte wieder weg

Regionalliga-Frauen: HG muss sich dem Tabellenzweiten Bönnigheim mit 30:36 geschlagen geben.

Vielleicht fiel das Ergebnis im Regionalliga-Handballspiel der HG Oftersheim/Schwetzingen mit dem TSV Bönnigheim mit 30:36 (17:16) ein wenig zu hoch aus. Doch es ändert nichts an der Tatsache, dass die Kurpfälzerinnen einsam mit null Zählern weiterhin das Tabellenende zieren. Für manche etwas überraschend stand bei den Gastgebern Carsten Sender weiterhin in der Verantwortung an der Bank.

Dazu äußerte sich Abteilungsleiterin Saskia Zachert: „Carsten wird weiterhin die Mannschaft coachen und den Trainingsbetrieb aufrechterhalten, bis wir eine Nachfolgeregelung für ihn gefunden haben. In welchem Zeitraum dies passiert, bleibt offen, da bekanntlich geeignete Kandidaten für uns nicht auf Bäumen wachsen. Wir wollen natürlich der Mannschaft einen genauso kompetenten Ersatz zur Verfügung stellen, wie wir ihn jetzt mit Carsten haben. Wir, also Karolin Kolb, Roger Magnus und ich glauben an Carstens Trainings- und Spielphilosophie und sind ihm auch menschlich sehr zugetan. Auf jeden Fall bleiben wir in nächster Zeit in engem Austausch mit unserem Team und dem Trainer.“

Dem Spielverlauf und seiner Mannschaft war ob der vorangegangenen Ereignisse keine Verunsicherung anzumerken. Auch die Tatsache, dass mit Bönnigheim der aufstiegswillige Tabellenzweite zu Gast war, fiel kaum auf – zumindest über weite Strecken. So betonte Sender extra, dass nur gegen Pforzheim der TSV einmal zur Pause zurückgelegen war – und sich dort dann auch eine deutliche 14:36-Packung abgeholt hatte, der einzige Punktverlust. Wobei es aus seiner Sicht ärgerlich war, ein 10:7 aus der 18. Minute abgeben zu müssen. „Aber wir haben total am Limit gespielt, haben absolut das Niveau gehalten, das Niveau eines der Topgegner dieser Spielklasse.“

Oft trieb Helena Bertele den Ball unermüdlich nach vorne, was beim 6:4 (9.) mit einem Bönnigheimer Timeout belohnt wurde. In der Folge wurden viele Chancen ausgelassen. TSV-Torfrau Kathrin Gerullis durfte sich auszeichnen. Doch auch HG-Keeperin Stella Giehl zeigte häufig Präsenz und Kalliopi Myrianidou versperrte einem Strafwurf den Weg ins Netz. Es sollte nicht der einzige gewesen sein. Bemerkens- und sehenswert auch Kombinationen von der Mitte auf die halblinks durchstoßende Bertele in den Rücken der gegnerischen Deckung. Doch das Auslassen bester Möglichkeiten sollte sich trotz Überzahl erstmals rächen (11:11), während zuvor in Unterzahl der Vorsprung gewahrt worden war.

Nach dem Seitenwechsel deutete sich bei der HG ein Problem an, welches möglicherweise spielentscheidend wurde. Im Positionsangriff wurde oft „Zeitspiel“ angezeigt und es wurden wenige Lösungen gefunden. Da Bönnigheim jedoch auch fehlerhaft agierte, blieb die Partie eng und torarm (24:24/49.). Ballgewinne und Tempo dazwischen hatten zwar heimische Vorteile eingebracht, aber nicht von dauerhafter Natur. Mit ein Grund, dass Sender in einer Auszeit mehr Aktionen über die zweite Welle forderte (43.). Doch dies kam nur bedingt zum Tragen. Giehl bei freien Würfen (Konter, Kreis) und Myrianidou mit einem zweiten Siebenmeter retteten in höchster Not, jedoch fünf andere missglückte Angriffsaktionen später stand es 24:28 (53.), kurz darauf 26:32. Damit war das Match schon gelaufen.

Sender musste einräumen, dass seine Mädels in der Schlussviertelstunde dann nicht mehr so ganz auf der Höhe waren. „Leider. Aber wir müssen auch bedenken, dass wir in der Gesamtkonstellation permanenten Veränderungen unterliegen, während die Abgänge große Fußabdrücke hinterließen.“ Explizit erwähnte er in diesem Zusammenhang die beiden sportlichen Leiterinnen Karolin Kolb und Saskia Zachert, die gesundheitsbedingt ihre Karrieren beendet hatten.

HG: Giehl, Myrianidou; Fath (4), Sender-Lux (4/1), Schütz (1), Schroiff, Li. Magnus, Ernst (5), Bertele (6/1), Le. Magnus (2), Bachtler, Hielbig (3), Föllinger (1), Teuscher (4).

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