“Vorangehen für die besten Fans der Liga”

Regionalliga: HG-Rückraumakteur Niklas Klein will heute Abend ab 20.30 Uhr zeigen, dass sein Team es Wert ist, unterstützt zu werden.
Von der TSG Haßloch kam Niklas Klein als einer von zwei externen Zugängen zur HG. Vor dem Handball-Match gegen die HSG Willstätt/Hanauerland heute Abend ab 20.30 Uhr in der Nordstadthalle sprach der bald 28-Jährige auf dem rechten Rückraum mit unserer Redaktion.
Niklas, wie begann die Handball-Laufbahn?
Niklas Klein: Ich habe mit fünf Jahren angefangen Fußball zu spielen, habe aber nach einem Jahr gemerkt, dass ich doch lieber Handball spielen will. Ich bin in der Handballhalle aufgewachsen. Meine Mutter hat noch Handball gespielt, als ich ein Kind war, und mein vier Jahre älterer Bruder hat auch Handball gespielt. Somit fiel mit sechs Jahren dann die Entscheidung fürHandball.
Und wo und wie weiter?
Niklas Klein: Angefangen habe ich bei der TSG Haßloch, bin in der C-Jugend zur VTV Mundenheim. Für das letzte Jahr A-Jugend bin ich nach HSG Dudenhofen/Schifferstadt, mit der ich die A-Jugend-Oberliga RPS gewann, und ein Jahr später mit der ersten Mannschaft den Aufstieg in die Pfalzliga packte. 2019 bin ich zum TV Offenbach gewechselt und durfte mit der zweiten Mannschaft einen weiteren Aufstieg in die Pfalzliga schaffen, bevor ich in der ersten Mannschaft in der Oberliga RPS spielte. 2023 bin ich zurück zur VTV Mundenheim gewechselt und gewann im ersten Jahr die Meisterschaft in der Oberliga RPS und damit den Aufstieg in die 3. Liga Südwest. Nach zwei Jahren bin ich dann 2025 zurück zu meinem ersten Verein, der TSG Haßloch gewechselt, wo ich noch ein weiteres Jahr in der 3. Liga spielen durfte. Ein Jahr später, also jetzt, ging es für mich zur HG.
Was waren die besonderne Erlebnisse?
Niklas Klein: Besondere Highlights waren vor allem die Meisterschaft in der A-Jugend und der Aufstieg in die 3. Liga. Als Tiefpunkte könnte man die Abstiege aus der 3. Liga nennen, die ich die letzten zwei Jahre mitgemacht habe, allerdings sehe ich darin eher das Potenzial, etwas daraus zu lernen. Dennoch war vor allem der Abstieg mit der TSG Haßloch in der letzten Saison frustrierend, weil ich aufgrund einer Knieverletzung den Großteil der Rückrunde nicht helfen konnte.
Und wie ist es jetzt in dem neuen Umfeld bei der HG?
Niklas Klein: Ich fühle mich bei der HG sehr wohl. Die Mannschaft und das Umfeld haben mich sehr gut aufgenommen und ich konnte mich schon gut in die Truppe integrieren. Das gesamte Team hat mir geholfen/hilft mir immer noch nach meinem Knorpelschaden, wieder zu alter Form zurückzukehren.
Woran ist die bisherige – vorsichtig ausgedrückt – maue Punktausbeute festzumachen?
Niklas Klein: Leider scheitern wir zu oft an uns selbst und an unseren Fehlern. Wir haben über die ganze Runde gezeigt, dass wir, wenn wir unser Spiel spielen, jede Mannschaft in der Liga schlagen können. Das zeigte sich bereits am ersten Spieltag auswärts gegen den TSV Heiningen. Beim mittlerweile ungeschlagenen Tabellenführer spielen wir über 50 Minuten sehr gut und führen, leisten uns dann in den letzten zehn Minuten zu viele Fehler und verlieren das Spiel noch. Das zeigte sich auch zuletzt in den Spielen gegen Neuenbürg, Sandweier und Heddesheim. Vor allem letzteres Spiel tut sehr weh, weil wir auch hier in den letzten zehn bis zwölf Minuten mit sieben Toren führen und aufgrund von Fehlern den Sieg noch herschenken. Natürlich fehlen uns auch einige wichtige Spieler mit langwierigen Verletzungen. Dennoch haben wir eine Mannschaft, die gut genug ist, jedes Spiel zu gewinnen.
Was muss getan werden, um konstanter zu werden?
Niklas Klein: Vor allem müssen wir unsere technischen Fehler minimieren, da haben wir in den letzten Spielen in entscheidenden Momenten zu viele gemacht, die die Gegner bestraft haben. Dafür brauchen wir auch mehr Spieler, die im Angriff in den entscheidenden Momenten Verantwortung übernehmen. Da zähle ich auch mich dazu. Da muss ich als älterer und erfahrenerer Spieler vorangehen. Zudem müssen wir uns wieder darauf fokussieren, eine gute, sortierte Abwehr zu stellen, um mit Hilfe unserer Torhüter und einem guten Tempospiel zu mehr leichten Toren zu kommen.
Und was ist für heute Abend zu erwarten?
Niklas Klein: Wir wollen unser Publikum mit einer starken Abwehr und einem temporeichen Spiel begeistern. Wir wollen unseren Fans zeigen, dass wir geschlossen als Mannschaft hochmotiviert und mit vollen Emotionen in das Spiel gehen und um jeden Ball kämpfen und jeden Zweikampf mit voller Intensität führen. Das sind wir unseren Fans schuldig. Das haben wir in den letzten zwei Heimspielen vermissen lassen und wollen zeigen, dass wir es wert sind, von den Rängen zu unterstützt werden, sodass die Nordstadthalle auch in den nächsten Heimspielen wieder voll sein wird.
Du magst also deine neue Heimspielstätte?
Niklas Klein: Die Kulisse in der NSH ist fantastisch. Man merkt, dass unsere Zuschauer lautstark hinter uns stehen. Das ist für uns als Spieler enorm wichtig, um noch die letzten Prozente aus einem raus zu kitzeln. Ich kenne noch nicht alle Mannschaften aus der Liga, aber ich bin mir sicher, dass wir die besten Fans der Liga haben, die bereits bei den Auswärtsspielen dafür gesorgt haben, dass es sich wie ein Heimspiel anfühlt. Umso mehr sind wir es unseren Zuschauern schuldig, heute alles auf der Platte zu lassen und die zwei Punkte in Schwetzingen zu behalten.
HG Oftersheim/Schwetzingen – HSG Willstätt/Hanauerland (Freitag, 20.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)


