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Mit viel Power zum Heimsieg

Regionalliga Herren: HG empfängt bereits am Freitag um 20.30 Uhr die HSG Willstätt/Hanauerland in der Nordstadthalle.

Sollte man jetzt schon darüber diskutieren, ob die bisherigen Ergebnisse und die nächsten Handball-Partien richtungsweisend sind? Im Falle der Regionalliga Baden-Württembergs könnte dies vor der achten Begegnung der HG am Freitag gegen die HSG Willstätt/Hanauerland bei aktuell 7:7 Punkten durchaus zutreffen, zumal der Gast bereits einen Zähler voraus ist. Doch bislang sind alle Optionen sowohl nach recht weit vorne wie auch nach etwas weiter unten für die Nordbadener noch völlig offen.

Aber für den ersteren Fall müssen die Kurpfälzer ihre ständig auftretenden Phasen mangelhaften Offensivverhaltens in den Griff bekommen. Nicht nur bei einer Partie hatte deren Trainer Christoph Lahme beklagt, dass er mit seinem Team das Match vorne verloren hätte. Natürlich erscheint die Anzahl von zehn Gegentreffern bis zum 29:29 in Heddesheim in den letzten zwölf Minuten (nach dem 19:26) recht hoch. Doch bei halbwegs vernünftiger Vorwärtsbewegung mit „normalen“ drei, vier statt acht ausgelassener Angriffe und nur noch drei eigenen Toren hätte diese Begegnung sonst nie Unentschieden ausgehen dürfen. Gefühlt wurde sie deshalb als verloren angesehen.

HG-Coach Christoph Lahme: „Das war zuletzt in Heddesheim mit Sicherheit keine einfache Situation für uns als Team. Wir haben uns absolut eigenverschuldet um den verdienten Lohn gebracht. Die Fehler und Ursachen sind in den letzten zwölf Minuten sehr vielfältig und hier nehme ich mich nicht aus.“

Intensiv wurde das Geschehen noch einmal verbal und visuell aufgearbeitet, dann ging es auch schon an die Vorbereitung auf den nächsten Gegner. „Leider können wir noch lange der vertanen Chance hinterherjammern, den Punkt bringt es nicht zurück. Wir müssen uns auf die Basics konzentrieren, hart arbeiten und unser Grundkonzept über 60 Minuten weitestgehend fehlerfrei abzurufen. Die Schwankungen sind weiterhin zu extrem.“

Sollte dies am Freitagabend besser laufen, würde der Gast um seinen Trainer Ole Andersen auch tabellarisch überholt werden. Dieser war zwar schwach mit drei Niederlagen gestartet, feierte jetzt jedoch vier Erfolge in Serie. Die Moral und das Selbstbewusstsein dürften bei den Ortenauern intakt sein. Wie sieht es da beim Hausherren aus?

Lahme gibt die Umrisse des HG-Matchplans vor: „Wir müssen mit viel Power auftreten und die sehr gute HSG-Abwehr in Bewegung bringen. Das wird wehtun, aber diesen Kampf müssen wir annehmen. Unsere junge Truppe braucht Erfolgserlebnisse und das vor allem zu Hause.“

Diese Ortenauer Spielgemeinschaft wurde erst letztes Jahr für den gesamten Leistungsbereich von ganz unten bis ganz oben gegründet. Bereits 2016 fanden TuS Marlen, TV Auenheim, Kehler TS und TV Willstätt zusammen, mit dem Ziel eine stabile Nachwuchsarbeit zu leisten. Inzwischen steht auch der Angriff auf die mittleren und höheren männlichen Jugendklassen auf dem Programm. Der TVW repräsentiert dabei eine lange Tradition mit Hochs und Tiefs zwischen Bundesliga und Insolvenzen sowie diversen anderen Fusionsversuchen.

HG Oftersheim/Schwetzingen – HSG Willstätt/Hanauerland (Freitag, 20.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

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