Favorit behält die Oberhand

Regionalliga Frauen: HG unterliegt Spitzenreiter TuS Steißlingen „nur“ 32:36.
Am Ende mussten sich die Regionalliga-Handballerinnen der HG Tabellenführer TuS Steißlingen weniger deutlich beugen als im Vorfeld von manchen befürchtet. Das 32:36 (14:19) war alles andere als eine Klatsche. Und vielleicht wäre auch mehr drin gewesen, denn diese Partie hatte zumindest einen komischen Spielverlauf.
Nach dem anfänglichen Abtasten (3:1, 4:5) übernahm doch zusehends der TuS die Kontrolle auf dem Spielfeld. Aber als Lena Magnus zum 7:10 traf schien sich der HG noch eine Chance zu bieten, die Partie wieder ausgeglichen zu gestalten, da zusätzlich eine Steißlingerin vom Platz flog (14.). Doch stattdessen trafen die Gäste im Zwanzig-Sekunden-Takt dreifach in Folge zum 7:13 (15.). Aber dann war in dieser verrückten ersten Halbzeit die HG wieder am Zuge (12:13/22.) bis Lena Magnus eine zweiminütige unfreiwillige Auszeit einlegen musste. Tabea Ernst sollte bald folgen und Lena Magnus musste auch noch ein zweites Mal Platz nehmen. Räume, die Steißlingen bis zur Pause zu nutzen wusste.
Auch HG-Coach Carsten musste anerkennen: „Steißlingen spielte sehr reif und überlegt in den entscheidenden Spielphasen. Daher konnten wir leider das Spiel nie in unsere Richtung lenken. Wir haben nicht durchgängig das körperlich betonte Spiel unseres Gastes gleichwertig neutralisieren können.“ Dies gelang eben nur phasenweise, zum Beispiel als seine Mannschaft nach Auszeit von 16:24 mittels Dreifachschlag von Sarah Hielbig auf 20:24 verkürzte. Einer von zwei Spielständen, neben dem 12:13, denen Sender nachtrauert: „Da belohnten wir uns nicht, denn in diesen entscheidenden Momenten fehlte uns die letzte Kaltschnäuzigkeit, das Quäntchen Glück oder die eine oder andere Schiedsrichterentscheidung stand im Wege.“
Der Favorit jedenfalls behielt Oberwasser, zog teilweise auf acht Treffer Vorsprung davon (24:32 bis 26:34) und die Entscheidung war gefallen. Der Rest gehört in die nichtssagende Abteilung der Ergebniskosmetik. Der HG-Trainer filtert das Positive heraus: „Wir waren im Angriff variabel unterwegs, fast alle Spielerinnen waren im Torabschluss erfolgreich und wir haben auch eine kämpferisch ansprechenden Leistung gezeigt. Wir bleiben bei uns und nehmen die spielerischen Fortschritte gegen den Tabellenführer mit. Nächste Woche werden die angeschlagenen Spielerinnen hoffentlich den nächsten Schritt machen.“
HG: Giehl, Myrianidou; Fath, Sender (2/2), Schütz (2), Schroiff (1), Li. Magnus (2), Ernst (3), Bertele (6), Le. Magnus (5), Bachtler (1), Hielbig (6), Teuscher (4).


