HG scheitert wieder nur knapp

3. Liga: Unvollendete Aufholjagd im Breisgau bei der SG Köndringen/Teningen.
Es bleibt alles wie gehabt. Wir könnten auch die Mär von dem berühmten und sogar real existierenden Murmeltier in Punxsutawney im Hinterland des US-Bundesstaates Pennsylvania, wo bekanntermaßen am 2. Februar dessen besonderer Tag (Groundhog Day) begangen wird, bemühen. Wir haben indes mittlerweile Mai, die HG Oftersheim/Schwetzingen steht in der 3. Liga nach der 37:39 (14:20)-Niederlage bei der SG Köndringen/Teningen weiterhin ein wenig im spätwinterlichen Schatten. Es wird einfach nicht freundlicher für die Kurpfälzer. Die vage Idee mit einer möglichen Relegation hat sich damit auch endgültig erledigt.
HG-Trainer Christoph Lahme bilanzierte fast schon gewohnt: „Der Rückzug der ersten Halbzeit aus unserem Sieben-gegen-Sechs hat uns das Leben möglichst schwer gemacht und erneut einen hohen Rückstand besorgt. Aber wie immer haben wir uns gut herausgekämpft. Doch leider hatte es erneut nicht sollen sein.“
Denn auch am Fuß des Südschwarzwalds leistete sich das im Vergleich zur Vorwoche leicht veränderte und etwas reduzierte nordbadische Team eine Schwächephase; nur eine eigentlich, aber die gleich am Anfang (6:1). Lahme musste – auch nicht ungewohnt – früh zur Grünen Karte greifen (11.). Danach blieb es in Sachen Distanz mal eins, zwei rauf oder auch ein paar runter bei diesem Abstand, bis der Gast meinte, ab dem 31:24 (46.) dann einen fulminanten Schlussspurt einzulegen. Auch dabei hatte Lahme per Auszeit für etliche neue Impulse gesorgt. Die HG spielte nun variabel, war schwer auszurechnen und traf praktisch von allen Positionen. Einen Sahnetag erwischte allerdings auf Gastgeberseite Peter Faißt, der sich für elf Feldtore feiern lassen durfte.
Aus einem 31:24 wurde dennoch ganz schnell ein 32:28 (50.). Und plötzlich stand es nur noch 34:32 (55.) nach Treffern der Linksaußen Mungkorn Nauß und Max Barthelmeß, letzterer per Siebenmeter. Die Atmosphäre in der heimstarken Teninger Jahn-Halle wurde etwas ruhiger. Die wenigen HG-Anhänger waren nun noch besser zu vernehmen. Einen packten die Breisgauer noch obendrauf, dann waren erneut Nauß und Edward Hammarberg zur Stelle und es gab den Anschlusstreffer, der alles hätte ins Wanken bringen können.
Die SG flüchtete sich in eine Auszeit. Sie setzte auch den nächsten Nadelstich, schon wieder durch Faißt, und Oftersheim/Schwetzingens Hammarberg wanderte auf die Strafbank. Dennoch gelang HG-Mittelmann Henri Hell in Unterzahl der nächste Anschlusstreffer zum 36:35 und schickte dabei auch einen der Hausherren zum Ausruhen. Trotzdem war die SG in der Lage auf plus drei zu stellen. In dann folgender doppelter Überzahl verkürzten Barthelmeß (Strafwurf) und der bei Distanzwürfen sichere Torwart Luca Berghoffer wieder. Aber ein weiterer Ballgewinn sollte nicht mehr glücken. Köndringen/Teningens Nummer 99 Emanuel Bello läutete die Schlussglocke zum Endstand.
HG: Weingärtner, Berghoffer (1); Barthelmeß (5/3), Anritter (3), D. Huljak (3), Meiser (2), Zimprich (4), Nauß (3), Weidner (4), Hammarberg (6), Haase, R. Wolf (2), Hell (4).


