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Herren gleichzeitig auswärts gefordert

3. Liga & Verbandsliga: Erste am Samstag in Pfullingen, Perspektivteam bei HR Bottwar.

Die beiden oberen Männer-Mannschaften der HG Oftersheim/Schwetzingen können aktuell und besonders unter diesen äußeren Konstellationen nur gemeinsam betrachtet werden. Im Prinzip sind auch noch die momentan spielfreien A-Jugend-Handballer in das Procedere inkludiert vor den zeitgleich standfindenden Auswärtspartien der „Ib“ in der Verbandsliga bei HR Bottwar sowie der Drittliga-„Ersten“ beim VfL Pfullingen.

Sein Team, die HG II, habe derzeit eigentlich keine Ausfälle zu beklagen, berichtet Trainer Justin Hahne. Doch er müsse Rücksicht auf die speziellen Verhältnisse in der Truppe seines Kollegen Christoph Lahme nehmen. So betont er: „Unsere Aufstellung wird bis zum Ende offen sein.“ Sprich, nach Ende des Abschlusstrainings am späten Freitagabend taten sich die HG-Coaches zusammen und entschieden, wie das vorhandene Spielerpotenzial aufgeteilt wird.

Bei Hahne ist die Perspektive klar: „Es geht für uns in dieser Runde jetzt nur noch um die berühmte Ananas und natürlich um die Entwicklung der jungen Spieler.“ Und genau dafür sind er und seine Mannschaft auch da und verantwortlich, ständig in enger Absprache Nachschub für das höherklassige Team zu entwickeln und bei Bedarf abzustellen.

Aber deshalb ist ihm vor der Partie auch nicht bange: „Ich denke, wenn wir unsere normale Leistung auf die Platte bringen, egal mit welcher Truppe, sollten wir gewinnen, weil uns die Spielweise von HR besser liegt als von manch‘ anderem Gegner.“

Die Gastgeber, „Buffalos“ wie sich sich auch nennen, sind derzeit personell etwas schlechter aufgestellt als in der Hinrunde, heißt es in deren Lokalpresse. Sie navigieren nach magerer Punktausbeute in den letzten drei, vier Monaten derzeit knapp über dem Rand der abstiegsgefährdeten Zone. Das Hinspiel endete 35:28 für die HG. Und jetzt wäre ein weiterer Sieg gut, um das Kurpfälzer Auswärtskonto aufzuhübschen.

Gegner noch auf Kurs nach oben

Ganz anders die Aussichten für das Team 3. Liga. Dort dürfte man sich mit dem Weg Richtung Regionalliga abgefunden haben, will sich jedoch weiterhin von bester Seite zeigen. Dies gilt sowohl für das Ensemble als Gesamtheit wie auch für jeden individuell, der sich schon für Spielzeiten auch in der nächsten Runde bewerben will. Und ebenso dürfte für Lahme eine Weiterentwicklung der nachrückenden Akteure mit im Vordergrund stehen.

Pfullingen ist derzeit Siebter und könnte bei den knappen Abständen im oberen Tabellendrittel noch in die Aufstiegsrundenregion vorstoßen. Es ist jedoch bislang nicht bekannt, ob der VfL (oder die SG Pforzheim/Eutingen, der das auch noch möglich wäre), für diesen Relegationswettbewerb gemeldet haben.

VfL Pfullingen – HG Oftersheim/Schwetzingen (Samstag, 20 Uhr, Kurt-App-Halle)

HR Bottwar – HG Oftersheim/Schwetzingen II (Samstag, 20 Uhr, Wunnensteinhalle Großbottwar)

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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