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HG kann Spitzenreiter nicht halten

3. Liga: HG lädt Kornwestheim bei der 32:42-Heimniederlage zu vielen einfachen Toren ein.

Da waren sie wieder – die lobenden Worte des Gegners, die nicht nur Handball-Trainer Christoph Lahme vom Drittligisten HG Oftersheim/Schwetzingen nicht mehr hören kann und will. „Wir haben die ganze Woche gewarnt. Wir bekommen es mit einer sehr guten und sehr gefährlichen Mannschaft zu tun. Die HG gehört nicht auf diesen Tabellenplatz, den sie gerade einnimmt.“ Coach Alexander Schurr vom mit 42:32 (20:15) siegreichen Tabellenführer SVS Kornwestheim hatte seinen Gegner vorher genau unter die Lupe genommen.

Schurrs Team zeigte sich von Beginn an durchaus im Stile eines Spitzenreiters – kompromisslos, zielstrebig, später auch vielleicht ein wenig abgezockter. Aber der Gastgeber präsentierte sich als potenzieller Spitzenreiterbezwinger. Die HG-Jungs traten dem Favoriten ohne übertriebenen Respekt, ohne Furcht entgegen. Sie schienen ebenbürtig – zumindest im ersten Spieldrittel, führten zeitweilig sogar (10:8/16.).

Nach dem 12:13 (21.) kam jedoch ein Bruch ins Geschehen. Oftersheim/Schwetzingens Akteuren unterliefen eine Reihe von Fehlern. Allerdings fast alles unter Attacken des Gegners, ohne dass dies geahndet wurde. Zumindest das Publikum quittierte seinen Unmut über eine vermeintliche Ungleichbehandlung darüber lautstark (12:17/25.).

Für Lahme war dies „ein erster Knackpunkt. Diese Ballverluste und unser dabei schlechter Rückzug brachten uns ins Hintertreffen“. Für Schurr war es eine kleine Vorentscheidung. „Wir blieben konzentriert und es war gut, dass wir bis zur Pause wegzogen.“ Und er hatte auch gehofft, mit einem guten Einstand in die zweite Halbzeit den Widerstand endgültig zu brechen. Zahlenmäßig wollte dies nicht ganz gelingen (17:23/34.).

Trotzdem schritt der HG-Coach zur Tat, ordnete eine frühe Besprechung an, wollte einiges im Auftritt seiner Männer ändern. Diese blieben noch im Rennen, auch weil jetzt Tim Rabe im Kasten ein paar Bälle rausholte – notfalls auch mit Köpfchen. Die Möglichkeit, auf drei Treffer Rückstand zu verkürzen, war gegeben (20:24/37.). Für beide Übungsleiter der zweite, der endgültige Knackpunkt in dieser Begegnung. „Dieser Wackler bei uns hätte gepaart mit dieser Hallenstimmung noch einmal für eine Änderung, für ein Kippen sorgen können“ (Schurr).

Doch es folgte eine ganze Reihe diesmal unerzwungener Ballabgaben seitens der Heimmannschaft. In der Summe waren es zu viele. Die Differenz steig wieder auf fünf Tore, schraubte sich über sieben, neun bis auf elf. „Diese einfachen Ballverluste“, meinte Lahme, hatten wir die Wochen zuvor nicht. Das müssen wir in Zukunft wieder abstellen.“ Der SVS-Trainer hatte ausgemacht: „Das war der Zeitpunkt, in dem die HG-Spieler den Glauben verloren, noch einmal dranzukommen.“

HG: Rabe, Fauerbach; Barthelmeß (4/4), Antritter (3), D. Huljak (2), Kern (3), V. Huljak, Nauß (1), Burmeister (7), Durak, Novo (3), Hammarberg (5), Haase (1), Hell, Ferger (3).

Mike Junker, Fotos: Siegfried Brombach

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