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Laden... HG Oftersheim/Schwetzingen

“Wahnsinnsfight” bleibt unbelohnt

3. Liga: HG verliert bei Ex-Zweitligist HSG Konstanz knapp und unglücklich mit 32:33.

Es hat mal wieder nicht sollen sein: Bei ihrer  32:33 (17:16)-Niederlage beim Ex-Zweitligisten HSG Konstanz bewiesen die Drittliga-Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen im wiederholten Fall, auch mit Ausfällen bei fast jedem Gegner in der Südstaffel wettbewerbsfähig zu sein. Aber zu oft waren sie bislang in dieser Saison nicht in der Lage, auch die Beute einzubringen. So auch in diesem lange Zeit spannungsgeladenen Match.

Nach starkem Start, einem folgenden langen Abschnitt, in dem die Partie völlig offen war, gingen kurz vor Toresschluss ein paar Kleinigkeiten schief und der Hausherr ließ sich nicht lange bitten. Seine erste Zwei-Tore-Führung datierte aus der 52. Minute und war der finale Knackpunkt.

Zuvor waren die HGler ungeachtet der Ausgangslage gegen den Favoriten wacker zu Werke gegangen. Trotz früher Zeitstrafe gegen Istvan Ferger nach nur 124 Sekunden ließen sich Kapitän Marc Kern und Co. nicht hängen. Nach 4:8 und 5:9 sah sich HSG-Coach Ralf Bader zur Auszeit getrieben. Ab diesem Moment gingen seine Leute etwas verantwortungsvoller mit dem Ball um und kamen ihrem Gast im Schneckentempo näher. Der Ausgleich stellte sich bis zur Pause ein. HG-Linksaußen Max Barthelmeß rettete allerdings eine minimale Führung per Siebenmeter nach Abpfiff in die Halbzeitbesprechung.

Auf den nervenstarken Strafwurfschützen kam auch bei Wiederaufnahme der Begegnung noch einiges an Arbeit zu. Insgesamt acht Mal stand er am Strich und verwandelte alles. Sein HSG-Kontrahent kam nur auf vier Versuche, wobei er mit einem scheiterte. Er ist in unserer Region durchaus bekannt. Rechtsaußen Veit Schlafmann brillierte einst bei der HG und fand über die Rhein-Neckar-Löwen und Friesenheim den Weg nach Südbaden.

Nervenaufreibend setzte sich die Partie fort. Meist legte der Gast vor und die Hallenbesitzer glichen aus. Letztmalig lag Oftersheim/Schwetzingen dann beim 27:28 durch Mittelmann Sinan Antritter in Front (51.). Zwei Ballverluste ebeneten den Weg für drei Konstanzer Treffer, welches somit seine erste Zwei-Tore-Führung feiern durfte. “In dieser Phase haben wir das Torhüterduell verloren. Da hielt Konstantin Pauli drei Freie und wir waren im Rückzug nicht gut”, skizzierte HG-Coach Christoph Lahme den Knackpunkt dieser Begegnung. Es war vorentscheidend und vernichtend. Zwar traf die HG in Person von Florian Burmeister zum 33:31. Dann intervenierte Bader zu intensiv, kassierte Gelb und die Gäste bekamen folgerichtig den Ball zugesprochen. Edward Hammarberg besorgte den Anschluss, hinten gab es noch einen Ballgewinn. Dann lief die Zeit davon.

Die HSG-Spieler freuten sich dann mit Einsicht über ihren vierten Sieg in Serie: „Wenn auch knapp, die Punkte sind das, was zählt“, brachten sie das Resultat auf den Punkt, während die Kurpfälzer Seite noch dabei war, diesen erneuten Nieder- und Rückschlag zu verkraften.

Entsprechend niedergeschlagen fiel das Resümee von Lahme aus: “Wir liefern einen wahnsinnigen Fight, bekommen alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind dem Matchplan gefolgt und liegen 51 Minuten in Führung und fahren dennoch ohne Punkte nach Hause. Das schmerzt. Es ist total bitter, gerade im Hinblick auf unseren letzten Angriff, als wir eigentlich noch mehr Sekunden zur Verfügung hätten haben müssen, um abschließen. Aber die Schiedsrichter haben zu spät die Zeit unterbrochen. Wir hatten nur noch zwei Sekunden für den Wurf. Das war einfach Sch…”, hielt er mit seinem Frust nicht hinter dem Berg, wenigstens eine Punkteteilung zu erzielen. Es könne es auch nicht mehr hören, wenn er anschließend für sein Team gelobt würde, was es alles toll gemacht hätte. “Außer den paar Minuten kurz vor Ende, kann ich dem Team nur wenig vorwerfen. Für mich war wichtig, dass wir die Energie aus dem Derby nach Konstanz transportiert haben, dass wir alles rausgehauen haben. Denn jedes Spiel ist für uns ein Endspiel.”

HG: Fauerbach, Weingärtner; Barthelmeß (9/8), Antritter (2), Kern (7), V. Huljak, Nauß, Burmeister (7), Durak, Novo, Hammarberg (2), Haase (1), Hell, Ferger (4).

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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