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Bittere Niederlage

Regionalliga Frauen: Gast Fridingen/Mühlheim dominiert mit Umstellung nach Pause

Statt der 24:32 (14:15)-Niederlage der Regionalliga-Handballerinnen der HG gegen die HSG Fridingen/Mühlheim hätte zunächst wie erhofft auch ein anderes Ergebnis herausspringen können. Aber alle Träume zerplatzten ganz schnell nach der Pause und kamen dann zu einem äußerst bitteren Höhepunkt. „Das Spiel überschattete natürlich eindeutig Saskia Zacherts schwerwiegende Verletzung“, musste HG-Coach Carsten Sender schon wieder einen Ausfall vermelden. „Nach Britta Miltners und Julika Faths Verletzungen ist das in kurzer Zeit der nächste Tiefschlag für uns.“

Musst später verletzt ausscheiden: Saskia Zachert.

Der Start in die Begegnung verlief dabei durchaus nach dem Geschmack der heimischen Abteilung. Hinten wurde aufmerksam gearbeitet, Torfrau Stella Giehl präsentierte sich blendend. Dennoch zeigten sich hier erste Probleme im Vorwärtsgang, denn etliche Ballgewinne blieben ungenutzt, es reichte aber zu einem 5:1 (11.), welches dann aber nicht konsequent ausgebaut wurde (5:5/15.). 

Freiheit der Presse eingeschränkt

Die Gründe dafür blieben unbestimmt. Etwas Unruhe kam durch einige Entscheidungen der Unparteiischen auf die Platte. Sie verbannten alle Personen aus dem Innenraum (der vom Verband als Zuschauerbereich ausgewiesen ist). Da waren allerdings keine Zuschauer darunter, sondern es betraf den Ordnungs-, Wisch- und Thekendienst. Der Bannstrahl traf auch die Pressevertreter und die SZ-Fotografin. Entsprechend eingeschränkt ist die Berichterstattung. Zusätzlich sah HG-Mannschaftsverantwortlicher Roger Magnus dafür Gelb (18.). Eine Bestrafung, die nicht von irgendwelchen Regeln abgedeckt sei, meinte ein Schiedsrichtergespann für ein späteres Spiel.

So blieb die Partie bis zum Seitenwechsel offen. Senders Kritikpunkt an seine Leute: „Wir haben leider durch technische Unzulänglichkeiten den Gästen Umschaltmomente gestattet, die von ihnen oft erfolgreich abgeschlossen wurden.“

Dann kam der erste Genickschlag. „Wir waren zehn Minuten komplett abwesend. Das Spiel war entschieden.“ Die HSG hatte ihre Deckung auf 3:3 umgestellt, die HG-Angreiferinnen stocherten förmlich im Nebel herum. Der Gast war gleich enteilt (15:22/42.). Dann folgte das Aus für Zachert. Sie musste mit erneut lädiertem Knie auf die Bank getragen werden, wurde später gestützt erst in die Kabine gebracht, dann zur ärztlichen Untersuchung ins Krankenhaus. „Saskia ist gerade auch noch in einer sehr wichtigen beruflichen Prüfungsphase, die am Dienstag mit einer Klausur endet“, wusste Sender noch zu berichten.

Sender liebäugelt mit einer Klasse tiefer

Der Trainer macht sich inzwischen große Gedanken über die Zukunft: „Die personellen Ausfälle, bei unserem engen Kader, sind realistisch gesehen nicht zu kompensieren. Eventuell und unter Berücksichtigung der Tabellen- und Kadersituation wäre dann der Weg eine Klasse tiefer durchaus ein guter Weg zu Etablierung.“ Zwischen zwei und vier Teams müssen die Regionalliga nach unten verlassen. Noch steht Oftersheim/Schwetzingen auf einer sicheren Position.

HG: Giehl, Myrianidou; Sender (5/1), Racky (2), Bertele (5/1), Li. Magnus, Zachert (4/2), Le. Magnus (2), Jung (2), Patzschke (1), Hielbig (2), Föllinger (1).

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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