HG kann keinen Boden gutmachen

3. Liga: HG unterliegt in Horkheim mit 31:35.
Der HG Oftersheim/Schwetzingen blieb es verwehrt, umgehend nach dem Triumph bei HBW Balingen-Weilstetten auch beim TSB Horkheim weiter Boden gutzumachen. Sie unterlag mit 31:35 (14:16). Umso ärgerlicher, dass einige Teams der unmittelbaren Konkurrenz im Tabellenkeller dafür punkteten. Der TV Bruck gewann, HBW und Köndringen/Teningen (gegen Schlusslicht und kommenden HG-Gast Fürstenfeldbruck) reichte es zu einem Unentschieden. Nur HG-Lokalrivale Saase³Leutershausen verlor erneut, diesmal beim badischen Konkurrenten SG Pforzheim/Eutingen.
Die Kurpfälzer hatten schon den Auftakt bis zum 6:2 (11.) völlig verpatzt. Doch Aufgeben ist nicht ihre Devise, wurden sie per Auszeit von ihrem Coach Christoph Lahme erinnert (13.). Sie stabilisierten sich über 8:3 sowie 10:5 (18.), kämpften sich heran (10:9/21.) und verloren umgehend wieder den Anschluss (14:9, allein durch die Yanniks von den Außenflügeln, den Oftersheimer Polifka und den heimischen Starz, erzielt). Direkt nach dem Seitenwechsel war nach Treffern von HG-Kapitän Marc Kern und dem dritten Yannick auf dem Spielfeld, Oftersheim/Schwetzingens Muth, beim 16:16 alles offen und es blieb bis zum 24:24 von Edward Hammarberg (45.) hoch spannend und noch zeichnete sich keine Vorentscheidung ab.
Hier schafften es die Kurpfälzer, die von TSB-Coach Oliver Heß angekündigte Maßnahme, Florian Burmeister und Yannik Muth in den Griff bekommen zu wollen, zu umgehen. Ansonsten dürfte dieses Vorhaben von den Horkheimern weitgehend als gelungen betrachtet werden. Die beiden waren nicht so effektiv wie in der Vorwoche.
Außerdem bekam der Gast nun mit zunehmender Spieldauer mehr Zeitstrafen aufgebrummt – (sechs allein in der Schlussviertelstunde), auch gegen die Bank – hatte für einen kurzen Moment von zehn Sekunden sogar nur noch insgesamt drei Spieler auf dem Feld inklusive Torwart Luca Berghoffer (50.). Zusätzlich musste Burmeister nach dritter Hinausstellung da auch die Begegnung vorzeitig beenden. Horkheim stellte von 27:24 auf 30:25. Für die Trainer beider Seiten eine Art Schlüsselszene, die den Ausgang vorbestimmen sollte. Zumal die unterlegene Fraktion zunehmend mehr mit ihrem Auftritt und Schiedsrichterentscheidungen haderte.
Ein finales HG-Timeout brachte nichts ein außer zwei weiteren progressiven Bestrafungen und zusätzlichen Gegentreffern bis zum 32:25 (54.). Die Messe war gelesen, der Rest ein Austrudeln. Und wieder war es insgesamt wie im Hinspiel Yannik Starz (15/6), der Toptorschüze der Heilbronner, der mit am meisten von HG-Fehlern profitierte. Allein elf der 16 Unterländer Tore vor der Pause gingen auf das Konto des Linksaußen.
Das Aufeinandertreffen fand übrigens unter speziellen Sicherheitsmaßnahmen statt. Polizei und Personenschutz sicherten den Besuch von Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (stammt aus Heilbronn) ab. Der ließ sich auch ein Pausenbier schmecken, war erfreut über den Sieg seines Teams, weniger amüsiert über die Niederlage Deutschlands gegen Serbien, die parallel zum kurpfälzisch-schwäbischen Vergleich auf einer Großbildleinwand gezeigt wurde.
HG: Berghoffer, Fauerbach; Barthelmeß (3), Antritter (2), Kern (5), V. Huljak, D. Huljak (1), Nauß, Burmeister (2), Durak (7/5), Novo, Hammarberg (3), Haase, Muth (4), von Albedyll (1), Ferger (3), Auth.
mj


