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6:0-Lauf und Antritter ebnen den Weg

3. Handball-Liga: HG bezwingt Ex-Tabellenführer Balingen-Weilstetten II verdient mit 32:29.

Die HG Oftersheim/Schwetzingen stellte unter Beweis, dass sie mit den vorderen Teams in der Südstaffel der 3. Handball-Liga nicht nur mithalten, sondern sie auch besiegen kann. Diesmal ließ sie sich nicht vom Erfolgsweg abbringen und bezwang HBW Balingen-Weilstetten II mit 32:29 (16:15).

Die Grundlage zu diesem überzeugenden Sieg wurde nach der Pause gelegt. Zweimal glichen die Schwaben den minimalen Vorsprung der Kurpfälzer noch aus, dann setzte der HG-Trupp zu einem fulminanten 6:0-Lauf an. Dabei wurden sie von Sinan Antritter, dem Jüngsten auf dem Platz, angeführt. Er war der absolute Leader und Star an diesem Abend, auch wenn er in dieser Phase selber keinen Treffer setzte. Hier war besonders Sebastian Bösing der Profiteur und Vollstrecker nachdem die Vorarbeit im Rückraum geleistet worden war. Wahlweise wurde er von Florian Burmeister, Leon Haase oder eben Antritter bedient. Wenn nicht, schuf Bösing Räume. Und die waren das Spielfeld von Antritter.

Ohne jegliches Zuspiel tanzte er die HBW-Deckung aus und zimmerte das Wurfgerät aus der Nahdistanz ein. Balingen-Weilstettens Trainer Tobias Hotz lobte und monierte später: „Sinan hat mit uns Halligalli gemacht, Eins-gegen-Eins, Eins-gegen-Zwei, Eins-gegen-Drei, den hat keiner von uns auch nur berührt.“ Überhaupt ordnete er den Sieg der HG als „absolut verdient“ ein. „Die Mannschaft war emotional voll beisammen, Chapeau. Die HG hat die Zweikämpfe über zehn, zwölf Meter verteidigt, war dort brutal stark. Wir waren zu lethargisch im Angriff und lieferten hinten bestenfalls Begleitschutz.“

Bei Oftersheim/Schwetzingen lief es in der Offensive von Beginn an recht rund. Doch war es nach Torerfolg zunächst anfällig für schnelle Gegenangriffe. Zweite Welle, Schnelle Mitte, HBW war ständig präsent und blieb dran. So setzte die HG sich nie ab. „Uns war immer klar, dass wir unseren Rückzug hinbekommen müssen“, erläuterte HG-Coach Christoph Lahme. Das habe in Halbzeit eins nur bedingt funktioniert. „In der zweiten war es dann fantastisch. Und im gebundenen, im Positionsspiel mit Luca Berghoffer dahinter, bekamen wir den Gegner in den Griff.“ An diesem Auftritt hatte er nur wenig auszusetzen.

Wie erwähnt, zog sein Team von 17:17 (33.) auf 23:17 (40.) davon, wahrte den Vorsprung bis zum 27:20 (49.), durfte sich seines Erfolges allerdings noch nicht sicher sein. Bei jedem kleinen Fehler waren die Gäste sofort zur Stelle (27:23), wurden aber letztendlich unter Kontrolle gehalten. Den HG-Schlusspunkt setzte dann wieder Antritter, der den Ball mit voller Gewalt zum 32. Treffer in die Maschen drosch. Da kannte der Jubel schon keine Grenzen mehr und ging in die Partystimmung des Abends über.

Antritter, der Spieler des Abends bei Publikum (650 Zuschauer) und mannschaftsintern, blieb ob des vielen Lobes bescheiden: „Wir haben einfach diese Woche extrem gut trainiert. So konnten wir heute gut decken und im Angriff klappte viel.“ Er wie sein Coach bedankten sich auch für die 60-minütige starke Unterstützung von den Rängen.

HG: Berghoffer, Fauerbach; Barthelmeß (6/4), Maurer, Antritter (7), Wahl, Kern (1), Suschlik (1), Burmeister (2), Stier, Bösing (8), Hammarberg (3), Haase (1), Rothardt (1), Zaum (2).

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3. Liga: Edward Hammarberg verlängert seinen Vertrag.

Die HG Oftersheim/Schwetzingen hat den nächsten wichtigen Pfeiler im Mannschaftskader stehen: Edward Hammarberg hat seinen Vertrag bei der HG um mindestens eine weitere Saison verlängert. „Wir freuen uns, dass Eddy der HG unabhängig von der Liga in der nächsten Runde treu bleibt“, sagt der Sportliche Leiter Freddy Fehrenbach.

Hammarberg kam 2022 als eines der größten finnischen Handballtalente von der SG Flensburg-Handewitt zur HG und hat sich hier zum Leistungsträger in der Mannschaft entwickelt. Gebremst wurde er in seiner Entwicklung nur immer wieder von kleinen und größeren Verletzungen. Aber derzeit ist er fit und mehr als eine Entlastung für HG-Torjäger Florian Burmeister im linken Rückraum. In den kommenden Wochen wird er den längerfristig verletzten Burmeister allerdings ganz ersetzen müssen.

„Ich fühle mich hier sportlich und menschlich sehr wohl“, sagt Hammarberg. „Ich habe das Gefühl, dass ich hier den nächsten Schritt in meiner Entwicklung machen kann.“

An der HG schätzt der 24-Jährige „vor allem den starken Zusammenhalt im Team und das familiäre Umfeld. Die Unterstützung der Fans und des gesamten Umfelds gibt einem als Spieler enorm viel zurück“, sagt er.

Der Student der Elektrotechnik hat sich zum Ziel gesetzt, sich „sowohl technisch als auch mental“ weiterzuentwickeln „und der Mannschaft bestmöglich zu helfen“.

Foto: S. Brombach

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