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Letzter Gegner wird auch der erste sein

Handball-Badenliga: HG II trifft gleich auf Aufstiegsfavorit TV Hardheim

Eine schweißtreibende Vorbereitung liegt hinter ihnen, aber dies dürfte auch allen Gegnern und anderen Sportlern in diesem noch immer anhaltenden Sommer so ergangen sein. Doch die Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen II blicken voller Erwartungen auf die anstehende neue Badenliga-Runde und wollen vieles besser machen als in der letzten Saison.

Schließlich hatte aus dem Trainer-Trio Alexander Lemke gefordert: „So eine Runde wie zuletzt darf sich bei uns nicht wiederholen.“ Ob dies so ohne weiteres gelingt, steht in den Sternen und wird wohl auch nach dem ersten Spieltag nicht gleich zu beantworten sein. Denn mit dem TV Hardheim weilt nicht nur der letzte Gegner der vergangenen Spielzeit (der damals beim nur knapp erscheinenden 31:33 beide Punkte aus der Kurpfalz souverän entführte), sondern eine der „Großmächte“ der Badenliga in Schwetzingen. 

Fast fünf Monate sind seitdem vergangen. Und bei den Gästen soll ein „spektakulärer“ Neuer mit an Bord sein, wie die Fränkischen Nachrichten berichteten. Jan Winkler, vormals Halbrechter beim TV Großwallstadt, wechselte dann zu Drittligist HCE Hildesheim und wurde nun bei TVH annonciert. Für Lemke ist nicht nur deshalb klar: „Der TVH ist klarer Favorit, nicht nur in unserem Spiel, sondern auch, was die Aufstiegsfrage angeht. Es ist eine Mannschaft voller erfahrener Spieler mit gewichtigen Neuzugängen.“

Lemke ist deswegen nicht bange: „Unsere Vorbereitung lief absolut zufriedenstellend, auch weil wir meist vollständig trainieren konnten und die Testspiele positiv gestalteten. Wir gehen deshalb positiv gestimmt und für alles gewappnet in die Saison. Unsere nachkommenden Perspektivspieler wurden außerhalb und innerhalb des Spielfeldes gut integriert“. Und die nächsten Anwärter aus der aktuellen A-Jugend stehen schon auf dem Sprung. Der Coach, der bei dieser Partie allerdings fehlen wird, schließt seine Ausführungen optimistisch ab: „Die Außenseiterrolle mit unserem Mix aus jungen Talenten und junggebliebenen Akteuren nehmen wir gerne an und hoffen den Gegner möglichst lange zu ärgern.“

Sollte dabei mehr als nur ein Ärgernis für Hartheim herausspringen, würde sich gegen eine Überraschung von der Heimseite keiner auflehnen. Und für Torwart Maximilian Herb wäre es das perfekte Geschenk zum 24. Geburtstag, den er just an diesem Sonntag begeht.

Auch  Trainer Detlef Röder hat ein gutes Gefühl, was den Saisonausblick angeht. „Es war eine durchaus interessante und abwechslungsreiche Vorbereitungsphase.“ Auch sein mehrteiliges Mentaltraining, das in dieser Woche seinen Abschluss fand, sei sehr gut auf- und angenommen worden. „Unsere Mannschaft ist hoch motiviert und setzt jederzeit unsere Vorgaben um. Das von uns Trainern geforderte hohe Tempo, die Geschwindigkeit im Vorwärtsdrang und in der Rückbewegung wird voll mitgegangen.“ Jetzt seien alle, Spieler wie Coaches voll auf den Erstauftritt fokussiert, zumal alle mit Ausnahme des langzeitverletzten Sinan Antritter mit an Bord sind. mj

HG Oftersheim/Schwetzingen II – TV  Hardheim (Sonntag, 17 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

Der Kader

Hinten Athletiktrainer Silvan Schäfer, Teammanager Robert Lux (31/RL/K), Christian Fendrich (29/RR), Norman Merkel (19/R), Felix Rothardt (20/RR/RA), Maximilian Kuhlee (18/RL/A-Jugend), Maximilian Herb (23/TW), Tim Rabe* (18/TW), Thorben Zimprich (19/RA), Silas Grimm (20/RL/RR), Thorsten Micke (28/RL), Trainer Alexander Lemke (30/Aushilfskreisläufer), Trainer Detlef Röder.
Vorne Fynn Thüre (21/K), Pol Kirsch (21/R), Sinan Antritter (19/RM/A-Jugend), Steffen Sommer* (17/TW), Niels Bräunling* (17/TW), Louis Maurer* (18/LA), Linus Schmid* (/RL/RM), Lukas Auth* (18/K).

* Noch Bundesliga-Jugend, aber alle mit „Ib“-Einsätzen letzte Saison.

Es fehlen Trainer Lars Fichtner (26/eventuell RM), Lukas Braun (28/LA), Nino Kirchner (19/LA/A-Jugend), Thorben Löffler (18/RA/A-Jugend), Mannschaftsverantwortlicher Mike Junker.

Abgänge: Luca Metz (HSG Friesenheim/Hochdorf III mit Trainingsmöglichkeit im Dritttliga-Kader), Frederik Redmann, Raul Seidenfuß (beide HSG Worms), Robin Trunk (TSV Steinsfurt), Steven Beck (Pause).

Am Rande – Punkte für Frats-Trio

Etliche frühere HG-II-Spieler tummeln sich mittlerweile in zwei Vereinen auf der anderen Rheinseite. Und mit der Eröffnungsbegegnung der RPS-Oberliga zwischen der HSG Friesenheim/Hochdorf III und der HSG Worms standen sie sich gleich gegenüber. Das Heimteam in Ludwigshafen mit Moritz Schulz (sieben Tore) als treffsicherstem Schützen (Luca Metz war noch nicht spielberechtigt) siegte vermeintlich und deutlich 25:17 (11:10). Doch mittlerweile wurde die Begegnung bei 0:0 Toren für den Gast aus der rheinhessischen Domstadt mit Felix Kruse, Frederick Redmann und Raul Seidenfuß (nicht aufgestellt), den drei Frats-Becher-Erfindern, gewertet. Friesenheim/Hochdorf hatte einen festgespielten Drittliga-Akteur unerlaubterweise eingesetzt.

Bild: Lutz Rüffer

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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