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Zu viele Chancen ausgelassen

Handball-Landesliga Frauen: HG II verliert gegen engsten Verfolger.

Landesliga-Spitzenreiter HG Oftersheim/Schwetzingen II musste vor heimischer Kulisse seine zweite Saisonniederlage hinnehmen. Die Kurpfälzer Handballerinnen unterlagen der SGH Waldbrunn/Eberbach 25:27 (9:14).

Besonders im ersten Durchgang zeigten sich die Gastgeberinnen nicht von ihrer besten Seite. Der Ball flog überall hin, nur nicht in die gewünschte Richtung, also zum Passempfänger oder ins gegnerische Tor (6:9, 8:14). „Wir verballern unendlich viel“, bedauerte auch Coach Moritz Dornseiff. „Vielleicht haben wir uns dadurch auch verunsichern lassen und fällten ein paar Entscheidungen, die unglücklich waren“, lautete sein Ansatz einer Erklärung für die massenhaft aufgetretenen technischen Fehler.

Die Aufholjagd  begann nach der Pause. Doch immer dann, wenn der Anschlusstreffer erreicht war, wurde der eigentlich fällig Gleichstand verweigert. Das hätte das Momentum kippen können, die Gäste wurden wieder aufgebaut, fühlten sich ermutigt, weiter zu kämpfen. Bei 14:15, 20:21 und 24:25 waren etliche Gelegenheiten gegeben, aber dazwischen wurde das Heimteam immer wieder mit drei Toren Rückstand konfrontiert. Letztmalig endete die Hatz nach wenigstens einem Unentschieden in der letzten Minute mit einem Tor Rückstand und einem HG-Pfostenknaller. Im Gegenzug setzte die SGH bei offener Deckung Oftersheim/Schwetzingens ihren Siegtreffer.

Allerdings – bei nun gleicher Minuspunktzahl der beiden Topmannschaften – kann die HG für den Fall der Fälle den direkten Vergleich für sich in Anspruch nehmen – mit einem Tor Vorsprung, aber das sollte dann den Ausschlag geben.

HG: Lichtner, Rademacher; Hartmann (4), Rühl (1), Siegel (4), von Beeren (1), Dörfer, Stegmüller (1), Mayer, Jeckel (2), Schmitt (1), Zimmermann (3), Kößler (8/3).

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Steißlingen könnte in der aktuellen Verfassung beider Teams für die HG schwer zu schlucken sein. Drei Spiele hat das Team vom Hegau absolviert und liegt schon – natürlich verlustpunktfrei – 29 Tore im Plus.

Nur bei der TG Pforzheim war der Spielausgang mit 28:30 etwas knapper. Weniger komfortabel ist die Situation bei Oftersheim/Schwetzingen, wo Trainer Carsten Sender anfangs noch auf die Rückkehr zuvor ausgefallener Spielerinnen hoffte, ohne groß daran zu glauben. „Leider hat sich die Personalsituation eher noch verschlechtert, da die angeschlagenen eingesetzten Spielerinnen nun wahrscheinlich nicht mehr einsetzbar sind und der Krankheitszustand noch mehr Wirkung zeigt. Es gibt keine Genesung. Wir werden leidensfähig sein müssen Eine wirkliche Spielvorbereitung war daher nicht möglich“, wurde er bestätigt.

Dazu wurden bereits drei Spielerinnen aus dem Verbandsliga-Team eingesetzt, die jetzt jedoch der zweiten Mannschaft am Sonntag zur Verfügung stehen sollten. Für den HG-Coach ist klar: „Daher wird es gegen das Topteam der Liga um Jugendnationalspielerin Romy Reichle bestimmt kein vergnügungssteuerpflichtiges Ereignis. Kim Espinosa im Rückraum und Gina Wöhrl als Linkshänderin sind ebefalls Ausnahmeerscheinungen in der Liga.“ Trotzdem hofft er auf einen gewissen Zuspruch: „Dennoch lohnt sich der Besuch in der Halle, da einige der Talente aus dem Steisslinger Team bestimmt mal in den vermeintlichen Profiligen ankommen werden.“ mj

HG Oftersheim/Schwetzingen – TuS Steißlingen (Samstag, 19.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

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Handball-Regionalliga: HG bei aufstrebender HSG Ostfildern zu Gast

Bei der HSG Ostfildern (Sonntag, 17 Uhr, Körschtalhalle Scharnhausen), dem Shootingstar der letzten Jahre, der sich jetzt in der Handball-Regionalliga festgebissen hat, würde die HG Oftersheim/Schwetzingen ihr Punktekonto gerne wieder auf ein positives Saldo anheben. Dieses Bestreben dürfte aber auch bei den Schwaben vorherrschen, deren Bilanz ebenfalls 4:4 Zähler ausweist. Zwei Heimsiegen (gegen Weinstadt und Unterensingen) stehen ebenso zwei Auswärtsniederlagen (in Sandweier und in Willstätt) gegenüber. Auf der Filderebene wird von den Hausherren ein „schwerer Brocken“ erwartet.

Doch dieses Schwergewicht, der Drittliga-Absteiger, dürfte aktuell weiterhin für zu leicht befunden werden. Denn Rückkehrer von der Ausfallliste sind für HG-Trainer Christoph Lahme kaum in  Sicht: „Das wird wieder sehr schwierig für uns.“ Doch völlig entmutigt will er mit seinem Team nicht an den Stuttgarter Flughafen fahren. Schließlich hat er es jedes Mal geschafft, sein dezimiertes Kernteam zahlenmäßig gut zu ergänzen. In Waiblingen reichte es zum Turnaround und einem Sieg. Dieser blieb trotz guter Leistungen im Defensivbereich, aber nur phasenweise im Abschluss (Stichwort Wurfquote) zuhause gegen Neuenbürg dann im Endspurt verwehrt. Mit mehr Konzentration und Konsequenz soll jetzt wieder für strahlende Kurpfälzer Gesichter gesorgt werden. mj

Bild: Siegfried Brombach

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