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Wenige Ideen und wenig Mut

Verbandsliga Männer: HG-Perspektivteam kassiert in Neckarsulm 23:33-Pleite.

Mit einer 23:33 (10:16)-Niederlage im Gepäck kehrten die Verbandsliga-Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen von SU Neckarsulm zurück. Mangelnde Angriffseffizienz und Defizite im Deckungsbereich waren mit ausschlaggebend für die deutliche Niederlage.

Wenn überhaupt, lief es nur die ersten zehn Minuten auf der so genannten Augenhöhe. Danach entfernte sich der Gastgeber immer weiter von seinem herausfordernden Besucher und war zur Pause schon recht deutlich, aber nicht unbedingt uneinholbar enteilt. Dabei ging in dieser Phase das Torhüterduell zugunsten von SUN aus. Es stellte auch die stabilere Abwehr, gegen die nur wenige HG-Ideen fruchteten, mit zu wenig Mut angegriffen wurde. Kam der Gast in eine Auslösehandlung, traten die Verteidiger sofort offensiv raus, unterbrachen den Lauf und zwangen Oftersheim/Schwetzingen, aus dem Stand zu agieren.

Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit hatte sich das Kräfteverhältnis etwas eingependelt, ein 18:14 ein kleiner Zwischenschritt, aber sonst mit dem Vorbehalt, dass der Hausherr seinen Vorsprung verwaltete (23:17/45.). Doch nach einer SUN-Auszeit gab es sehr schnell noch einiges oben drauf (27:17/51.). Neckarsulm spielte in Euphorie seine Partie zu Ende. Der Rest gehört in die berühmte Kategorie Schadensbegrenzung und war auch nicht gerade überzeugend.

HG-Trainer Nils Trautner bedauerte: „Am Ende verlieren wir das Spiel, weil wir zu viele klare Torchancen liegen lassen (in Summe etwa 13 bis 15 Stück), keinen richtigen Zugriff gegen den Kreis bekommen und teilweise im Eins-gegen-Eins in der Verteidigung zu inkonsequent waren.“ Dies sollte am Sonntag (16.30 Uhr, Nordstadthalle) gegen den TSV Handschuhsheim besser laufen.

HG: Bräunling, Rabe, Meyer; D. Huljak (1), Hepp, Auth (2), Nauß, Fichtner (3), Vierling (1), Micke (6), Lux, Weidner, Walter (2/1), Hell (3), Zimprich (5).

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Steißlingen könnte in der aktuellen Verfassung beider Teams für die HG schwer zu schlucken sein. Drei Spiele hat das Team vom Hegau absolviert und liegt schon – natürlich verlustpunktfrei – 29 Tore im Plus.

Nur bei der TG Pforzheim war der Spielausgang mit 28:30 etwas knapper. Weniger komfortabel ist die Situation bei Oftersheim/Schwetzingen, wo Trainer Carsten Sender anfangs noch auf die Rückkehr zuvor ausgefallener Spielerinnen hoffte, ohne groß daran zu glauben. „Leider hat sich die Personalsituation eher noch verschlechtert, da die angeschlagenen eingesetzten Spielerinnen nun wahrscheinlich nicht mehr einsetzbar sind und der Krankheitszustand noch mehr Wirkung zeigt. Es gibt keine Genesung. Wir werden leidensfähig sein müssen Eine wirkliche Spielvorbereitung war daher nicht möglich“, wurde er bestätigt.

Dazu wurden bereits drei Spielerinnen aus dem Verbandsliga-Team eingesetzt, die jetzt jedoch der zweiten Mannschaft am Sonntag zur Verfügung stehen sollten. Für den HG-Coach ist klar: „Daher wird es gegen das Topteam der Liga um Jugendnationalspielerin Romy Reichle bestimmt kein vergnügungssteuerpflichtiges Ereignis. Kim Espinosa im Rückraum und Gina Wöhrl als Linkshänderin sind ebefalls Ausnahmeerscheinungen in der Liga.“ Trotzdem hofft er auf einen gewissen Zuspruch: „Dennoch lohnt sich der Besuch in der Halle, da einige der Talente aus dem Steisslinger Team bestimmt mal in den vermeintlichen Profiligen ankommen werden.“ mj

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Bei der HSG Ostfildern (Sonntag, 17 Uhr, Körschtalhalle Scharnhausen), dem Shootingstar der letzten Jahre, der sich jetzt in der Handball-Regionalliga festgebissen hat, würde die HG Oftersheim/Schwetzingen ihr Punktekonto gerne wieder auf ein positives Saldo anheben. Dieses Bestreben dürfte aber auch bei den Schwaben vorherrschen, deren Bilanz ebenfalls 4:4 Zähler ausweist. Zwei Heimsiegen (gegen Weinstadt und Unterensingen) stehen ebenso zwei Auswärtsniederlagen (in Sandweier und in Willstätt) gegenüber. Auf der Filderebene wird von den Hausherren ein „schwerer Brocken“ erwartet.

Doch dieses Schwergewicht, der Drittliga-Absteiger, dürfte aktuell weiterhin für zu leicht befunden werden. Denn Rückkehrer von der Ausfallliste sind für HG-Trainer Christoph Lahme kaum in  Sicht: „Das wird wieder sehr schwierig für uns.“ Doch völlig entmutigt will er mit seinem Team nicht an den Stuttgarter Flughafen fahren. Schließlich hat er es jedes Mal geschafft, sein dezimiertes Kernteam zahlenmäßig gut zu ergänzen. In Waiblingen reichte es zum Turnaround und einem Sieg. Dieser blieb trotz guter Leistungen im Defensivbereich, aber nur phasenweise im Abschluss (Stichwort Wurfquote) zuhause gegen Neuenbürg dann im Endspurt verwehrt. Mit mehr Konzentration und Konsequenz soll jetzt wieder für strahlende Kurpfälzer Gesichter gesorgt werden. mj

Bild: Siegfried Brombach

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