Rang fünf zurückerobert

JBLH-A: Coburg bleibt für HG nach 26:23-Auswärtserfolg ein gutes Pflaster.
Es bleibt dabei: Der HSC Coburg ist für die A-Jugend-Bundesliga-Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen ein gutes Pflaster, egal ob in heimischen Hallen oder auswärts. In diesem Falle siegten die Kurpfälzer in Franken mit 26:23 (10:10).
Aber es war ein hartes Stück Arbeit, schwer in der Deckung umkämpft wie die geringe Torausbeute besonders des ersten Durchgangs erahnen lässt. Dabei zeigte sich wieder ein absolut enger Verlauf, dem HG-Linkshänder Jona Himmelmann erst in den letzten vierzig Sekunden mit einem Doppelschlag ein Ende setzte. Damit liegt die HG nun auf Rang fünf, überholte nicht nur seinen Gastgeber Coburg, sondern auch die HSG Rodgau Nieder-Roden, die vom TV Bittenfeld bezwungen wurde, der dafür Oftersheim/Schwetzingen weiter im Nacken sitzt.
HG-Coach Justin Hahne hatte im Vorfeld orakelt, wer denn beim Gegner wegen Verletzungsproblemen auflaufen werde. Aber auch er war, um seine eigenen Reihen zu füllen, ein wenig zum Improvisieren gezwungen. So kam der B-Jugendliche Raphael Mehlis als einziger gelernter Linksaußen zu seinem A-Debüt. Er zahlte diese Aufstellung mit zwei Treffern zurück. Überhaupt war es ein recht disziplinierter Auftritt der Oftersheim/Schwetzinger Jungs mit nur einer Zeitstrafe. Aber auch Coburg erhielt nur zwei, die letzte dabei zum Abpfiff der Begegnung.
Wie geschrieben, war es knapp und hoch spannend. Nur einmal schien sich die HG absetzen zu wollen. Himmelmann und Lenny Lehn hatten auf 18:21 (49.) gestellt. Aber so richtig zu lösen vermochte der Gast sich nicht, obwohl er seine Gelegenheiten dazu hatte. Die Führung gab es jedoch nicht mehr ab. Es kam zu einem typischen Crunch-Time-Finale (21:22/56.). Aber in dieser Hinsicht sind die Kurpfälzer Nerven inzwischen gestählt. Mehlis und Himmelmann legten vor (21:24), der HSC konterte doppelt (23:24). Hahne hielt eine abschließende Besprechung ab (59:12), dann war wieder und wie erwähnt Rechtsaußen Himmelmann am Zuge.
Starke Torhüterleistungen
Der HG-Trainer bekräftigte später die Einschätzung einer Defensiv-Dominanz: „Das Erste-Halbzeit-Ergebnis steht eigentlich für zwei auffällige Abwehrreihen. Allerdings war es auf unserer Seite eine sehr starke Leistung von Torhüter Josh Wolf. Im Angriff hat uns dafür etwas die Durchschlagskraft gefehlt.“ Diese mangelnde Offensiv-Power sollte sich dann legen, jedoch auf Kosten eines aufkommenden Defizits. „Nach der Pause waren wir besser im Angriff, aber unsere Abwehr wurde etwas schwächer, weil sich nun auch Coburg im Abschluss gesteigert hatte.“
Da war es an Keeper Gawen Weingärtner, „der einige wichtige Bälle weggenommen hatte“, lobte sein Coach, „nachdem Josh dann etwas das Glück fehlte. Was für mich wichtig war, war dass jeder Torgefahr ausstrahlte und wir gegen viele verschiedene HSC-Deckungsvarianten extrem abgezockt spielten. Außerdem kam jeder Spieler zum Einsatz, wenn auch mit unterschiedlicher Länge. Im Endeffekt war das aber der Schlüssel zum Erfolg, weil jeder verschnaufen konnte“. Er hatte weniger Zeit zum Luftholen, eilte mit Kreisläufer Valentin Huljak zum Männerspiel nach Horkheim, wo er als Co-Trainer eingeteilt war.
Apropos Verschnaufen: Die Partie in der BGS-Halle des Coburger Sportzentrums Nord wurde übrigens öfter unterbrochen, weil sich mehrfach ungenügend befestigte Werbebanner nicht wie vorbestimmt an der Wand hielten und in Teilen im Spielfeld lagen.
HG: J. Wolf, Weingärtner; Mehlis (2), Aeckerle (4), Kuhlee (2/1), Weidner, Huljak (4), Jäger (2), Lehn (1), Dudziak, Ihrig (4/1), Himmelmann (7), R. Wolf.


