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Kurze Durststrecke beendet

Verbandsliga Männer: HG II mit drittem Auswärtssieg.

Etwas versöhnlicher stimmten nach kurzer Durststrecke die Verbandsliga-Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen II ihr Umfeld mit einem 35:30 (23:15)-Sieg bei der HSG Bruchsal/Untergrombach, wobei die zweite Halbzeit schon wieder Anlass zu leichten Bedenken gab. Belohnung ist jedenfalls die Rückkehr auf Rang vier der Tabelle.

Es war fast ein Start-Ziel-Sieg, bei dem die Gäste sich früh ein kleines Polster zulegten (3:6 bis 8:11), dieses dann aber zunächst noch nicht so recht zu verteidigen wussten. Beziehungsweise, mit etwas Leichtsinnigkeit vorne, waren sie bemüht die HSG-Angreifer einzuladen, wieder heranzukommen (10:11). Oftersheim/Schwetzingens Trainer Justin Hahne legte die Grüne Karte zur Auszeit (17.), riet seinen Jungs zur Besonnenheit und wurde erhört: 11:15 und 14:23 waren die nächsten eingerammten Eckpfeiler, die eine klare Richtung vorgaben. Nach dem Seitenwechsel blieb es dann in etwa in dieser Größenordnung (23:32), was den Vorsprung anging, bevor am Ende im Gefühl des sicheren Sieges nicht mehr Vollgas gefahren wurde.

Garanten im Angriff für den Erfolg war auch ein Trio, welches sich vielleicht den Frust des Vorabends von der Seele werfen wollte. Henri Hell sowie David und Valentin Huljak waren in die Niederlage der ersten Mannschaft gegen Drittliga-Spitzenreiter SVS Kornwestheim involviert gewesen. Jetzt waren sie mit für gelungene Spielführung und 14 der 35 HG-Treffer verantwortlich.

Dieser Auswärtserfolg ist übrigens nach dem Auftaktsieg bei der HSG Walzbachtal und vor Monatsfrist bei Schlusslicht TV Friedrichsfeld erst der dritte doppelte Punktgewinn auf fremden Parkett.

HG: Bräunling, Rabe; D. Huljak (6), Aeckerle (3), Hepp (1), V. Huljak (4), Schmid (6), Nauß (4), Fichtner (1), Vierling, Weidner, Walter (2), Hell (4), Zimprich (3), Himmelmann (1).

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Steißlingen könnte in der aktuellen Verfassung beider Teams für die HG schwer zu schlucken sein. Drei Spiele hat das Team vom Hegau absolviert und liegt schon – natürlich verlustpunktfrei – 29 Tore im Plus.

Nur bei der TG Pforzheim war der Spielausgang mit 28:30 etwas knapper. Weniger komfortabel ist die Situation bei Oftersheim/Schwetzingen, wo Trainer Carsten Sender anfangs noch auf die Rückkehr zuvor ausgefallener Spielerinnen hoffte, ohne groß daran zu glauben. „Leider hat sich die Personalsituation eher noch verschlechtert, da die angeschlagenen eingesetzten Spielerinnen nun wahrscheinlich nicht mehr einsetzbar sind und der Krankheitszustand noch mehr Wirkung zeigt. Es gibt keine Genesung. Wir werden leidensfähig sein müssen Eine wirkliche Spielvorbereitung war daher nicht möglich“, wurde er bestätigt.

Dazu wurden bereits drei Spielerinnen aus dem Verbandsliga-Team eingesetzt, die jetzt jedoch der zweiten Mannschaft am Sonntag zur Verfügung stehen sollten. Für den HG-Coach ist klar: „Daher wird es gegen das Topteam der Liga um Jugendnationalspielerin Romy Reichle bestimmt kein vergnügungssteuerpflichtiges Ereignis. Kim Espinosa im Rückraum und Gina Wöhrl als Linkshänderin sind ebefalls Ausnahmeerscheinungen in der Liga.“ Trotzdem hofft er auf einen gewissen Zuspruch: „Dennoch lohnt sich der Besuch in der Halle, da einige der Talente aus dem Steisslinger Team bestimmt mal in den vermeintlichen Profiligen ankommen werden.“ mj

HG Oftersheim/Schwetzingen – TuS Steißlingen (Samstag, 19.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

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Bei der HSG Ostfildern (Sonntag, 17 Uhr, Körschtalhalle Scharnhausen), dem Shootingstar der letzten Jahre, der sich jetzt in der Handball-Regionalliga festgebissen hat, würde die HG Oftersheim/Schwetzingen ihr Punktekonto gerne wieder auf ein positives Saldo anheben. Dieses Bestreben dürfte aber auch bei den Schwaben vorherrschen, deren Bilanz ebenfalls 4:4 Zähler ausweist. Zwei Heimsiegen (gegen Weinstadt und Unterensingen) stehen ebenso zwei Auswärtsniederlagen (in Sandweier und in Willstätt) gegenüber. Auf der Filderebene wird von den Hausherren ein „schwerer Brocken“ erwartet.

Doch dieses Schwergewicht, der Drittliga-Absteiger, dürfte aktuell weiterhin für zu leicht befunden werden. Denn Rückkehrer von der Ausfallliste sind für HG-Trainer Christoph Lahme kaum in  Sicht: „Das wird wieder sehr schwierig für uns.“ Doch völlig entmutigt will er mit seinem Team nicht an den Stuttgarter Flughafen fahren. Schließlich hat er es jedes Mal geschafft, sein dezimiertes Kernteam zahlenmäßig gut zu ergänzen. In Waiblingen reichte es zum Turnaround und einem Sieg. Dieser blieb trotz guter Leistungen im Defensivbereich, aber nur phasenweise im Abschluss (Stichwort Wurfquote) zuhause gegen Neuenbürg dann im Endspurt verwehrt. Mit mehr Konzentration und Konsequenz soll jetzt wieder für strahlende Kurpfälzer Gesichter gesorgt werden. mj

Bild: Siegfried Brombach

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Die HSG hat bislang gegen Wieblingen gewonnen und bei HR Bottwar verloren. Flexibel müssen Hahne und seine Leute auch bei der Aufstellung sein, je nachdem welche Spieler er für die Regionalliga-Mannschaft abstellen muss.

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