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Krimi in Kornwestheim geht gut aus

Jugend-Bundesliga Handball: HG-B1 siegt knapp gegen die Salamander

Nachdem bereits das Hinspiel zuhause mit zwei Toren gewonnen wurde, siegte die B-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen beim SVS Kornwestheim in einem Handballkrimi mit 29:27 (16:17) und sicherte sich so verdient die nächsten zwei Punkte in der hart umkämpften Jugend-Bundesliga.

Zu Beginn taten sich die HGler vor allem in der Abwehr schwer, immer wieder kamen die Gastgeber mit Eins-gegen-Eins-Aktionen zu Durchbrüchen durch die Kurpfälzer Defensive. In der zehnten Minute lag die HG mit drei Toren im Rückstand (4:7); mit dem erstarkenden Offensivverhalten schmolz dieser Rückstand bis zu 17. Minute zum 10:10. Der Trainer der Kornwestheimer versuchte, mit einer Auszeit sein Team wieder auf die Erfolgsstraße zu bringen. Doch es blieb ein enges Rennen, auch wenn die Hausherren immer wieder vorlegten, folgte der Ausgleich auf dem Fuße. Mit einem Tor Differenz ging es in die Pause.

Sekunden nach dem Wiederanpfiff entschärfte der eingewechselte Niklas Philipp im Tor den nächsten Siebenmeter der Kornwestheimer; bis zum Ende des Spiels waren es deren neun. Die Partie nahm an Fahrt auf; die Jungs der HG zeigten eine deutliche Steigerung in der Abwehr; zusammen mit dem starken Josh Wolf im Tor machten sie den Angreifern das Leben schwer. Sehenswert auch seine langen Pässe auf den schnellen Jan-Mathis Derr, der neben eben solchen vier Kontertore noch vier weitere Treffer aus dem gebundenen Spiel beisteuerte.

In der 38. Minute bejubelten die zahlreichen HG-Fans endlich den ersten Zwei-Tore-Vorsprung. Doch der war schnell verspielt, ließen die Gäste doch vorne etliche hochkarätige Chancen liegen. Ab der 50. Minute (23:23) vermochten es die HGler dann, dass Pendel endgültig in ihre Richtung ausschlagen zu lassen. Auch die Manndeckung von Raphael Schmitt und Valentin Kuhlee noch das erneute Unterzahlspiel ließen die Jungs von ihrem Weg abbringen. Fünf Sekunden vor Abpfiff markierte Valentin Kuhlee bei angezeigtem Zeitspiel mit seinem siebten Tor den Endstand zum 29:27-Sieg seines Teams, das den Erfolg ausgelassen bejubelte.

Trainer Florian Schwarz freut sich mit seinen Jungs über den verdienten Sieg. Gefallen hat ihm die Abwehrsteigerung in der zweiten Hälfte und das ordentliche Tempospiel. Auch wenn man mit weniger Fehlwürfen aus klaren Chancen das Spiel hätte früher für sich entscheiden können, gibt es vom Coach „ein großes Lob an die Jungs. Wir freuen uns und schauen auf die nächsten Aufgaben“. Es stehen nun drei Heimspiele auf dem Programm, bei denen die beiden verletzten Rückraumspieler Jakub Dudziak und Adrian Summ wieder ins Geschehen eingreifen könnten.

Bereits am Samstag kommt die JSG Balingen/Weilstetten zum Duell nach Oftersheim. Das Team freut sich über lautstarke Unterstützung von den Rängen.

HG: J. Wolf, Philipp; Aeckerle (2), Auth, Jäger (1), Rohr (4), Kuhlee (7), D. Summ, Schmitt (4/1), Derr (8), Hoberg, Himmelmann (2), Wolf (1)./nan; Bild: Christian Wolf

Nächstes Spiel: HG – JSG Balingen/Weilstetten (Samstag, 17:30 Uhr, Karl-Frei-Sporthalle. Oftersheim)

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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