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Laden... HG Oftersheim/Schwetzingen

HG verpasst beim Favoriten den Kippmoment

Nichts war es damit, dem großen Favoriten Rhein-Neckar-Löwen in der Jugend-Bundesliga Handball ein Schnippchen zu schlagen. Mit 28:33 (12:16) verlor die HG Oftersheim/Schwetzingen in Kronau, nach dem Geschmack von Trainer Christoph Lahme vielleicht am Ende ein bisschen zu hoch.

Aber der Hausherr hatte vom Start weg klar gemacht, wer das Sagen haben soll, legte ein 6:0 vor. Sein Gast wirkte hingegen verunsichert, fehl auf dem Spielfeld, strahlte Nervosität aus, die auch auf der Tribüne zu spüren war. Erst nachdem ein Drittel der Spielzeit abgelaufen war, fand das HG-Team zu seinem Rhythmus. „Wir starteten 4:13“, war Lahme bedient. „Keiner auf der Bank oder im Feld zeigte einen Impuls. Es gab keine Tiefe im Angriffsverhalten, keinerlei Abwehrbewegung. Wir machten alle die Fehler, die wir vermeiden wollten.“ 

Doch allmählich wachten seine Jungs auf. „Mit zwei, drei Umstellungen haben wir die Kurve bekommen.“ Zur Pause waren auf Oftersheim/Schwetzinger Seite auf einmal grinsende, absolut motivierte Gesichter zu sehen, die zur Besprechung in den Kabinen verschwanden. „Die hatten jetzt richtig Bock“, freute sich der Chefcoach.

Und genauso motiviert kehrten sie auf die Spielfläche zurück. Besonders Sinan Antritter und Leonhard Zaum sorgten mit ihren Treffern für die Möglichkeit zum Anschluss, den Thorben Zimprich vollzog (34.). Es folgte für Lahme die spielentscheidende Szene. „Wir hatten in Windeseile auf 17:16 gestellt. Der gewünschte Kippmoment war da, wir wollten mental eine Stufe höher als der Gegner sein.“ 

Doch versagten dann wieder die Nerven, war es einfach Pech oder ein zu starker Keeper im RNL-Kasten? Jedenfalls wurden freie Bälle ohne gegnerischen Kontakt vom Kreis verworfen. Ruck zuck war der Gast wieder mit vier Toren im Hintertreffen. „Daran haben wir uns den Rest der Zeit aufgerieben“, war die Partie für Lahme dann zum abhaken, auch wenn seine Männer sich noch einmal aufbäumten, auf zwei Treffer Abstand herankamen, letztlich aber klarer abgehängt wurden. mj

HG: Back, Rabe, Botterer; Metz (1), Antritter (4), Schulz (2), Zaum (4), Rothardt (6), Fischer (3), Kirchner, Merkel (4/3), Kern (3), Zimprich (1).

Bild: Thorsten Metz

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Nur bei der TG Pforzheim war der Spielausgang mit 28:30 etwas knapper. Weniger komfortabel ist die Situation bei Oftersheim/Schwetzingen, wo Trainer Carsten Sender anfangs noch auf die Rückkehr zuvor ausgefallener Spielerinnen hoffte, ohne groß daran zu glauben. „Leider hat sich die Personalsituation eher noch verschlechtert, da die angeschlagenen eingesetzten Spielerinnen nun wahrscheinlich nicht mehr einsetzbar sind und der Krankheitszustand noch mehr Wirkung zeigt. Es gibt keine Genesung. Wir werden leidensfähig sein müssen Eine wirkliche Spielvorbereitung war daher nicht möglich“, wurde er bestätigt.

Dazu wurden bereits drei Spielerinnen aus dem Verbandsliga-Team eingesetzt, die jetzt jedoch der zweiten Mannschaft am Sonntag zur Verfügung stehen sollten. Für den HG-Coach ist klar: „Daher wird es gegen das Topteam der Liga um Jugendnationalspielerin Romy Reichle bestimmt kein vergnügungssteuerpflichtiges Ereignis. Kim Espinosa im Rückraum und Gina Wöhrl als Linkshänderin sind ebefalls Ausnahmeerscheinungen in der Liga.“ Trotzdem hofft er auf einen gewissen Zuspruch: „Dennoch lohnt sich der Besuch in der Halle, da einige der Talente aus dem Steisslinger Team bestimmt mal in den vermeintlichen Profiligen ankommen werden.“ mj

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Doch dieses Schwergewicht, der Drittliga-Absteiger, dürfte aktuell weiterhin für zu leicht befunden werden. Denn Rückkehrer von der Ausfallliste sind für HG-Trainer Christoph Lahme kaum in  Sicht: „Das wird wieder sehr schwierig für uns.“ Doch völlig entmutigt will er mit seinem Team nicht an den Stuttgarter Flughafen fahren. Schließlich hat er es jedes Mal geschafft, sein dezimiertes Kernteam zahlenmäßig gut zu ergänzen. In Waiblingen reichte es zum Turnaround und einem Sieg. Dieser blieb trotz guter Leistungen im Defensivbereich, aber nur phasenweise im Abschluss (Stichwort Wurfquote) zuhause gegen Neuenbürg dann im Endspurt verwehrt. Mit mehr Konzentration und Konsequenz soll jetzt wieder für strahlende Kurpfälzer Gesichter gesorgt werden. mj

Bild: Siegfried Brombach

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