HG muss Heimniederlage wegstecken

JBLH-B: TSV-Keeper zieht Oftersheim/Schwetzingens Jungs den Zahn
Angst hatten die B-Jugendlichen der HG Oftersheim/Schwetzingen von Bundesliga-Konkurrent TSV Allach keine. Das was ihrer Spielweise über die vollen 60 Handball-Minuten anzumerken. Doch alles Engagement, alles Wirbeln brachte nichts, am Ende mussten sie eine 31:39 (13:21)-Heimniederlage gegen den Spitzenreiter der Pokalrunde wegstecken.
Diese lag ursächlich in den verschiedenen Phasen der ersten Halbzeit begründet. Abgesehen vom 1:0 wurden reihenweise beste Möglichkeiten ausgelassen. Aus dem 1:4 kämpfte sich das Team noch einmal heraus (4:4). Aber die HG-Werfer fanden in Allachs Torwart Lazar Djukanovic immer öfter ihren Meister (4:7). Eine einminütige Besprechung mit dem Trainerduo wurde mit Treffern von Finn Hoberg und Fabio Jäger zum nochmaligen Anschluss belohnt. Doch bald holten die Bayern den vorentscheidenden Vorsprung heraus (9:17), der letzlich bis zum Ende als Hypothek mit sich geschleppt wurde.
Eine echte Annäherung fand nicht mehr statt, teilweise wuchs das Defizit gar auf elf Tore Rückstand an (19:30). Nur das unermüdliche Anrennen des gegnerischen Kastens sorgte für eine rein statistisch gesehen ausgeglichene zweite Spielhälfte. Coach Jonah Fassunge machte dann auch später die zeitweilig äußerst ungenügende Wurfquote für das Scheitern verantwortlich. „Wir haben bereits zur Halbzeit mehr als zehn Fehlwürfe und verlieren das Torwartduell am Ende deutlich. Zudem machen haben individuell in der Abwehr zu viele Ausrutscher.“
Einige Spieler gerieten beim Trainergespann auch kurzfristig in Miskredit, weil sie übertragene Aufgaben nicht zu 100 Prozent, besonders im Rückzugs- oder Positionsverhalten, nicht erfüllten. Letztlich fand aber die kämpferische Einstellung, die bis zum Abpfiff an den Tag gelegt wurde, seine positive Zustimmung. In dieser Hinsicht mochte er seinen Jungs keinen Vorwurf machen.
Die Niederlage wurde unumwunden eingestanden: „Glückwunsch an Allach, es war heute die bessere Mannschaft“, ist Fassunge ehrlich. „Trotzdem bin ich nicht komplett unzufrieden. Bis auf den Abschluss machen wir im Angriff ein gutes Spiel und hatten meistens einen guten Ballfluss. Zudem haben wir uns wie immer nicht aufgegeben und zeigen eine bessere zweite Halbzeit, können aber leider keinen Druck mehr auf Allach aussüben, indem wir vielleicht auf drei bis vier Tore rankommen. Dafür hat Allach zu konstant gespielt.“
HG: Ulianenko, Schwab; Mehlis, Baldauf (4), Auth (1), Jäger (2), Brombach (1), Dudziak (7/5), de Marco (5/2), Hoberg (2), Potoski (1), Komarek, Schmitt (3), Wagner (5). /mj
Bilder: Siegfried Brombach


