Erst Glückwünsche – dann eingeschenkt

Verbandsliga: HG-Perspektivteam muss in Wiesloch Rückstand hinterherrennen und verliert.
Beim Verbandsliga-Tabellenführer TSG Wiesloch gelang es den Handballern der HG Oftersheim/Schwetzingen II nicht ganz, ihr Bravourstück der Vorwoche zu wiederholen. Letztlich unterlagen sie mit 29:33 (13:19), wofür sich der Gastgeber aber gewaltig strecken musste, um seine Aussichten auf den Staffelsieg zu wahren.
Im Vergleich zum letzten Match, musste der Drittliga-Unterbau auch auf einige seiner Leistungsträger verzichten, die mit der „Ersten“ in Bittenfeld im Einsatz waren oder anderweitig fehlten. Letztlich nahm es sein Trainer Justin Hahne relativ gelassen: „Wir machen ein starkes Spiel, aber da merkt man, dass Wiesloch ehemalige Drittligaspieler in seinen Reihen hat und wir mit fünf A-Jugendlichen angetreten sind, wovon drei dem jungen Jahrgang entstammen.“
Zunächst gab es aber noch Glückwünsche zur geleisteten Schützenhilfe gegen TSG-Konkurrent TSV Rot/Malsch. Dann wurde eingeschenkt. Relativ gnadenlos zog der Aufstiegsanwärter über 4:1 auf 10:5 davon (14.). Hahne rief seine Leute zur Kurzbesprechung. „Hier und generell in der ersten Halbzeit fehlte uns einfach die richtige Trefferquote.“ Dann hatte sich sein Team zusammengerissen und -gefunden, verkürzte etwas, nur um sich gleich wieder distanzieren zu lassen (10:7, 12:9, 16:9).
Auch nach dem Seitenwechsel hatte sich der Gast noch nicht aufgegeben. Als HG-Torwart Nils Bräunling quer durch die Halle zum 23:21 (42.) traf, drohte gar das Match zu kippen. Jetzt war Wieslochs Coach Michael Peitz an der Reihe, seine Leute zur Auszeit zu rufen. Sie erhöhten erneut (27:22/45.) und verwalteten ihren Vorsprung diesmal bis zum Schluss. Ein Trio aus ehemaligen HGlern, die Sauer-Brüder Alexander und Lukas sowie Paul Stier, war dabei für 20 Treffer und somit fast ein Drittel aller TSG-Tore verantwortlich
HG: Bräunling (1), Rabe; Aeckerle (7/6), Hepp (4), Kuhlee (1), Vierling (1), Micke (3), Derr (2), Ihrig (4), Zimprich (5), R. Wolf.


