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HG-Hyäne „Wutschi“

Wutschi will´s wissenDie HG-Hyäne hat jetzt einen prominenten Namen

2022 wurden die HGler gefragt, welchen Namen unser Maskottchen, die HG-Hyäne, in Zukunft tragen soll. Viele haben mitgemacht und kreative Vorschläge eingereicht. Ausgewählt hat die HG-Führung letztlich den Namen „Wutschi“, den Jugendspieler Lars Kruse eingebracht hatte.

Die erfahrenen Handballer in Oftersheim und Schwetzingen wissen natürlich, wer hinter „Wutschi“ steckt: Karlheinz Urschel.

Riesig war die Trauer, als die HG am 2. April 2025 von Karlheinz´ Tod erfuhr. Karlheinz war der Initiator unserer Handball-Gemeinschaft, mit seinen Ideen und mit seiner Überzeugungskraft hat er die HG 1997 auf den Weg gebracht. Zuvor hat er den Handball in Oftersheim und Schwetzingen wie kein anderer geprägt: als erfolgreicher Feld- und Hallenhandballer, der für Deutschland spielte und unzählige Meisterschaften errang; als Trainer, der seine Mannschaften in Oftersheim und in Schwetzingen, seine Schulmannschaften am Hebel-Gymnasium zu deutschen, süddeutschen und badischen Titeln führte.

Später brachte er sich im Verband als Lehrwart und Schiedsrichter ein. Die HG gestaltete er an vorderster Front als Sportlicher Leiter und im Vorstand des TV mit. Viele Jahre organisierte er den HG-Spielbetrieb, entwickelte die Spielpläne für alle Teams. Bis zuletzt war er Mitgesellschafter der Spielbetriebs-GmbH und immer, wenn er sich fit genug fühlte, besuchte er die Heimspiele in der Karl-Frei- und in der Nordstadthalle.

Wir haben mit Karlheinz unseren Spiritus Rector, unseren Ideengeber, Mentor und Strategen verloren. Und unsere Integrationsfigur und einen guten Freund. Aber „Wutschi“ wird bei der HG weiterleben – wir werden ihn nie vergessen.

Nicht nur mit der Hyäne “Wutschi” werden wir an Karlheinz erinnern. Die HG ehrt ihn seit 2025 auch mit attraktiven Jugendturnieren. Im Sommer 2025 spielten D-, C-, und B-Jugendteams erstmals um den Karlheinz-Urschel-Cup.

„Karlheinz lag die Jugend immer sehr am Herzen, er hat sie auf vielfältige Weise gefördert, er hat als Trainer und Mentor unzählige junge Menschen zum Handballsport hin- und viele von ihnen zu großen Erfolgen geführt. Sein Name wird so untrennbar mit der HG und dem Jugendhandball verbunden sein“, so der HG-Vorstand.

Karlheinz, der auch Biologe war und Generationen von Schülerinnen und Schülern durchs Schwetzinger Hebelgymnasium begleitete, wusste, dass die Hyäne ihr schlechtes Image völlig zu Unrecht hat und es Zeit wird, diese Tierart zu rehabilitieren. Denn Hyänen sind bedroht und brauchen unseren Schutz. Die bekannteste Art, die Tüpfelhyäne, ist in vielen Teilen Afrikas bereits ausgestorben. Hyänen haben in der Natur eine wichtige Aufgabe. Sie sind Allesfresser und dienen gemeinsam mit Geiern als Gesundheitspolizei: Weil sie Kadaver beseitigen, helfen sie, die Ausbreitung von Seuchen und Krankheiten einzudämmen. „Die erfolgreichsten Jäger Afrikas“ können bei der Jagd Geschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometern pro Stunde erreichen. Hyänen „sind intelligent, liebevoll und formen komplexe soziale Bindungen, die denen von Primaten in nichts nachstehen“, heißt es in der Zeitschrift National Geographic.

Die Hyäne hat als „Maskottchen“ vor einiger Zeit erstmals bei den Jungs des HG-Drittliga-Teams das Licht der Handballwelt erblickt – und zwar als ironische Reaktion auf Tiermaskottchen, von denen es schon zahlreiche Versionen gibt. Die Hyäne war deren Antwort auf den Mainstream, denn die HG ist einzigartig und anders als andere Vereine. Schnell fasste die Hyäne auch bei den HG-Jugendteams Fuß. 2022 war es an der Zeit, die Hyäne ins Rampenlicht zu ziehen. Dabei räumen wir mit Vorurteilen auf. Denn die Hyäne ist in Wahrheit (im Gegensatz zur Darstellung im „König der Löwen“)

  • intelligent und trickreich
  • fürsorglich und sozial
  • kampflustig 
  • und sie hat ein großes Herz

Wer würde bezweifeln, dass diese Attribute auch für die HG-Akteure, jung und alt, zutreffen? Deshalb passt die Hyäne zu unserem Sport und sie passt zur HG. Schließlich ist die Hyäne, schließlich ist Wutschi „nix für Heulsusen“.

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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