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Da passt einfach ganz viel – A2 siegt auswärts in Hambrücken/Weiher

Der klare Sieg (36:30) der männlichen A2 der HG Oftersheim/Schwetzingen in der Badenliga gegen die SG Hambrücken/Weiher beschert der HG mit 7:5 Punkten zum Beginn der Herbstferien in Baden-Württemberg den derzeit dritten Tabellenplatz (Halbzeitstand 14:12).

Auch wenn längst nicht alle Mannschaften ihre Hinrunde abgeschlossen haben, bis Weihnachten ist ja auch noch ein bisschen Zeit, und das Team von Carsten Menz und Alexander Bender daher schon am nächsten Spieltag überholt werden könnte, ist dies doch ein beachtlicher Erfolg. „Man sieht, dass die Mannschaft Schritt für Schritt voran kommt und immer mehr zusammenwächst“ so Trainer Carsten Menz nach dem Abpfiff eines Spiels, in dem wieder einmal die Torhüter ein guter Rückhalt waren und sich alle Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Das ist besonders erfreulich, da Hannes Betz nach längerer Krankheit wieder mit von der Partie und Silas Quindt als einziger B-Jugendspieler im Rückraum für den verletzten Cameron Villa Apps nachgerückt war.

Angesagt war auch diesmal wieder, von Anfang an nicht unnötig in Rückstand zu geraten und aufs Tempo zu drücken, da die Gastgeber die komplette Runde mit einem kleinen Kader und nur einem Auswechselspieler spielten. Respekt! Die HG startete gut und ging nach fünf Minuten mit 4:1 in Führung, hätte hier aber bereits mit deutlich mehr Treffern vorne liegen können. Es wurden allein in der ersten Halbzeit gut zehn bis fünfzehn Torchancen leichtfertig vergeben. Was dazu führte, dass die Heimmannschaft bis zur 27. Minute immer wieder ausglich. Erst danach setzten sich die Jungs aus Oftersheim und Schwetzingen ein wenig ab und gingen mit zwei Toren Führung (14:12) in die Kabine. 

Nach der Pause gab es einen Zwischensprint bis zum Zehn-Tore-Vorsprung zum 27:17 (43.), was vor allem der guten Deckungsarbeit im Mittelblock zu verdanken war. Dann jedoch schwächelten die Gäste etwas im Angriff und verhalfen so dem Gegner aus der Nähe von Bruchsal mehrfach zu einem Vier-Tore-Lauf. Doch näher wie auf  fünf Treffer lies die HG die Heimmannschaft nicht mehr kommen. Endlich wurde das Tempo angezogen, das die SG Hambücken/Weiher bisher aus verständlichen Gründen raus genommen hatte. Allein Moritz Kiesel erzielte fast alle seiner sieben Treffer aus Tempogegenstößen und vergab dabei noch den einen oder anderen Ball. Nun denn, daran kann man arbeiten. Selbst wenn dieser Sieg also höher hätte ausfallen können und müssen, so war doch die Stimmung nach dem Spiel in der Kabine und den Trainern ausgelassen und entspannt. Zu Recht.

Das Fazit bisher könnte also lauten: Auch wenn nicht jeder Ball seinen Weg zum Kreisläufer findet, die Torhüter ab und zu am Ball dran sind und er trotzdem rein geht, die Abwehr sich mal auswackeln lässt oder vorne zu viele freie Chancen vergeben werden – bisher besticht das Team durch seine Geschlossenheit und den Willen, all das beim nächsten Versuch besser zu machen. Weiter so!

HG: Lang, Bräunling; Sander (2), Kiesel (7), Stricker (1), Oschatz (3/0), Schmid (5), Quindt (2/1), Drees (7), Betz (1), Baumgärtner (2), Plettenberg (4/2), Horvath (2). do

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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