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Aus in der Schlusssekunde

Verbandsliga Herren: HG II unterliegt Neuling Team Neckar.

Die HG Oftersheim/Schwetzingen II hat in der Handball-Verbandsliga (abgesehen vom Auftaktspiel bei Weschnitztal) so ihre Probleme in der Fremde. Beim Team Neckar unterlag das badische Team jetzt 36:37 (18:19) nach äußerst wechselhaftem und durchaus torreichem Spielverlauf. Denn Nico Fischer ließ sein Newcomer-Team mit einem finalen Treffer jubeln

Der Start in die Begegnung war durchaus stark (5:9/13.), doch dieser Höhenflug war bald vorüber (10:11/20.). In der Folge wurde immer wieder vorgelegt, die Einheimischen in der Mundelsheimer Neckarschleife zogen allerdings nach oder glichen aus, übernahmen kurz vor Seitenwechsel die Vorteile von der HG, ohne dauerhaft Kontrolle auszuüben. Doch ab Mitte des zweiten Durchgangs schien sich Fortuna (26:23 bis 31:28/52.) mehr dem Schlusslicht gnädig zu erweisen. Kreisläufer Valentin Huljak, Rückraummann Malte Aeckerle und Linksaußen Philipp Walter (Bild oben), zehnfacher Torschütze, per Siebenmeter sowie die Defensivabteilung wollten dies so nicht hinnehmen – 31:31 (52.). Der Spannungsbogen kulminierte (32:33, 36:35) und brach für die Kurpfälzer mit der Schlusssekunde in die falsche Richtung, aus mehreren Gründen. Nicht einmal ein Auswärtspunkt war ihnen dann mehr vergönnt.

Trainer Justin Hahne bemängelte nicht nur ein Defizit im Bereich seiner Torhüter. „Diese Niederlage war auch der fehlenden jugendlichen Erfahrung geschuldet.“ Sechs „Männer“ seines Teams waren nämlich mit ihm vom nahen Bittenfeld und der dortigen (ebenfalls verlorenen) Jugend-Bundesliga-Partie herbeigeeilt. Zudem fehlte das halblinke Rückraumass Thorsten Micke mit Wirbelproblemen im Halsbereich. Nicht nur sein eigenes Team erhielt etwas Schelte. Auch das Schiedsrichtergespann war in seinen Augen über 55 Minuten nicht ganz auf der Höhe des Geschehens – beidseitig. „Aber in der Restzeit war es total gegen uns.“ mj

HG: Meyer, Bräunling; Getrost (3), Aeckerle (6), Hepp (1), V. Huljak (5), Fichtner, Vierling,  Walter (10), Hell (2), Ihrig, Zimprich (8), Himmelmann (1), R. Wolf.

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Steißlingen könnte in der aktuellen Verfassung beider Teams für die HG schwer zu schlucken sein. Drei Spiele hat das Team vom Hegau absolviert und liegt schon – natürlich verlustpunktfrei – 29 Tore im Plus.

Nur bei der TG Pforzheim war der Spielausgang mit 28:30 etwas knapper. Weniger komfortabel ist die Situation bei Oftersheim/Schwetzingen, wo Trainer Carsten Sender anfangs noch auf die Rückkehr zuvor ausgefallener Spielerinnen hoffte, ohne groß daran zu glauben. „Leider hat sich die Personalsituation eher noch verschlechtert, da die angeschlagenen eingesetzten Spielerinnen nun wahrscheinlich nicht mehr einsetzbar sind und der Krankheitszustand noch mehr Wirkung zeigt. Es gibt keine Genesung. Wir werden leidensfähig sein müssen Eine wirkliche Spielvorbereitung war daher nicht möglich“, wurde er bestätigt.

Dazu wurden bereits drei Spielerinnen aus dem Verbandsliga-Team eingesetzt, die jetzt jedoch der zweiten Mannschaft am Sonntag zur Verfügung stehen sollten. Für den HG-Coach ist klar: „Daher wird es gegen das Topteam der Liga um Jugendnationalspielerin Romy Reichle bestimmt kein vergnügungssteuerpflichtiges Ereignis. Kim Espinosa im Rückraum und Gina Wöhrl als Linkshänderin sind ebefalls Ausnahmeerscheinungen in der Liga.“ Trotzdem hofft er auf einen gewissen Zuspruch: „Dennoch lohnt sich der Besuch in der Halle, da einige der Talente aus dem Steisslinger Team bestimmt mal in den vermeintlichen Profiligen ankommen werden.“ mj

HG Oftersheim/Schwetzingen – TuS Steißlingen (Samstag, 19.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

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Handball-Regionalliga: HG bei aufstrebender HSG Ostfildern zu Gast

Bei der HSG Ostfildern (Sonntag, 17 Uhr, Körschtalhalle Scharnhausen), dem Shootingstar der letzten Jahre, der sich jetzt in der Handball-Regionalliga festgebissen hat, würde die HG Oftersheim/Schwetzingen ihr Punktekonto gerne wieder auf ein positives Saldo anheben. Dieses Bestreben dürfte aber auch bei den Schwaben vorherrschen, deren Bilanz ebenfalls 4:4 Zähler ausweist. Zwei Heimsiegen (gegen Weinstadt und Unterensingen) stehen ebenso zwei Auswärtsniederlagen (in Sandweier und in Willstätt) gegenüber. Auf der Filderebene wird von den Hausherren ein „schwerer Brocken“ erwartet.

Doch dieses Schwergewicht, der Drittliga-Absteiger, dürfte aktuell weiterhin für zu leicht befunden werden. Denn Rückkehrer von der Ausfallliste sind für HG-Trainer Christoph Lahme kaum in  Sicht: „Das wird wieder sehr schwierig für uns.“ Doch völlig entmutigt will er mit seinem Team nicht an den Stuttgarter Flughafen fahren. Schließlich hat er es jedes Mal geschafft, sein dezimiertes Kernteam zahlenmäßig gut zu ergänzen. In Waiblingen reichte es zum Turnaround und einem Sieg. Dieser blieb trotz guter Leistungen im Defensivbereich, aber nur phasenweise im Abschluss (Stichwort Wurfquote) zuhause gegen Neuenbürg dann im Endspurt verwehrt. Mit mehr Konzentration und Konsequenz soll jetzt wieder für strahlende Kurpfälzer Gesichter gesorgt werden. mj

Bild: Siegfried Brombach

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