„Wir hatten eine schlechte Phase“
Handball-Verbandsliga: Drei verworfene Siebenmeter als Knackpunkt
Nach der glorreichen Heimvorstellung gegen die Handballer der SG Heidelberg/Leimen in der Vorwoche musste Verbandsligist HG Oftersheim/Schwetzingen II in Jöhlingen bei der HSG Walzbachtal nun wieder kleinere Brötchen backen und einen 28:30 (14:16)-Misserfolg hinnehmen.
Wie so oft unterliegt anschließende die Analyse der Sichtweise des jeweiligen Betrachters, doch erneut lautete die überwiegende Meinung im Gästelager: „Das war unnötig. Diese Niederlage hätten wir vermeiden können.“
Und zumindest nach dem Verlauf der ersten beiden Spieldrittel hätte wohl auch jeder ein Unentschieden akzeptieren können oder müssen. Trotz Auszeit der Walzbachtaler erzielte Kreisläufer Gabriel Weidner das 12:14 für den Gast, den ersten Zwischenstand mit mehr als einem Treffer Differenz. Doch dann stellen seine Mitstreiter für die restlichen sechs Minuten bis zur Pause die Torproduktion vollständig ein. Aber auch der Hausherr durfte nur ein Polster von zwei plus für sich mit in die Kabine nehmen.
Kurz hatte dieser leichte Vorteile nach Wiederbeginn, während die HG-Jungs sich noch mit ihren Abschlussqualitäten beschäftigten (21:19), aber schnell waren sie wieder mit dabei (22:21/42.). „Leider hatten wir dann eine Phase mit besonders schlechten Schiedsrichterentscheidungen und daraus resultieren technischen Fehlern unsererseits“, haderte HG-Trainer Justin Hahne in seinem kurzen Rückblick. Denn erneut sprang für seine Jungs für mehrere Zeigerumdrehungen nichts Zählbares heraus. Währenddessen war der Gastgeber wie es schien vorzeitig und vorentscheidend auf 29:21 (51.) enteilt.
Aber in der Crunchtime mobilisierte das junge HG-Ensemble (Jahrgänge 2006 bis 2009) noch einmal alle Kräfte, besonders im Deckungsbereich und fand auch im Angriff gute Lösungen, die zu Toren (29:26/56.) oder Strafwürfen führten. Udn das war dann der endgültige Knackpunkt. Drei vergebene Siebenmeter nachdem zuvor fünf in Folge verwandelt worden waren, rächten sich in dieser nervenaufreibenden Schlussphase. Und somit wurde jedwede Hoffnung auf einen Punktgewinn zu einer sich in Luft auflösenden Illusion.
HG: J. Wolf, Meyer; D. Huljak (7/5), Aeckerle, Auth, Weidner (3), Schmitt (5), Gärtner (2), Walter (2), Ihrig (1), Himmelmann, Angel (8), R. Wolf. mj


