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HG-Unified-Hyänen gewinnen Präventionspreis

Inklusion: Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha zeichnet das Handballprojekt für Menschen mit und ohne Handicap aus.

Die HG-Unified-Hyänen sind mit dem Präventionspreis der Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Die inklusive Handballmannschaft der HG Oftersheim/Schwetzingen gehört damit zu zwölf Preisträgern, die der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha dieser Tage in Stuttgart ehrte.

Gesundheitsminister Manne Lucha (links) überreicht den Präventionspreis der Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg an Michael Zipf und Franz Rauchholz.

Die unabhängige Jury überzeugte insbesondere das „außergewöhnlich hohe ehrenamtliche Engagement“, mit dem es der HG gelungen sei, für eine benachteiligte Gruppe „ein langfristig tragfähiges Angebot zu schaffen, das fest in die Vereinsstruktur eingebettet ist“.

In der Laudatio hieß es weiter: „Inklusion wird hier nicht nur im Training, sondern weit darüber hinaus gelebt. Beeindruckend ist, dass die Verstetigung dieses wirkungsvollen Ansatzes mit nur geringen Mitteln erreicht wurde – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was Engagement, Zusammenarbeit und Herzblut bewirken können.“

In Stuttgart nahmen HG-Vorstandsmitglied Michael Zipf und Franz Rauchholz, einer der derzeit zehn Coaches, den mit 5.000 Euro dotierten Preis entgegen. „Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung. Sie ist eine großartige Bestätigung für unser Projekt und unser ehrenamtliches Engagement zugunsten einer oft vernachlässigten Zielgruppe“, so der HG-Vorstand.

Projektleiterin Petra Frank, die in Stuttgart nicht dabei sein konnte, freut sich ebenfalls sehr über diese „verdiente Auszeichnung“. Sie sorge für deutlich mehr Sichtbarkeit des Projekts auch über die Grenzen des Rhein-Neckar-Raums hinaus. Frank: „Die HG-Unified-Hyänen vereinen Prävention und Inklusion – zwei wichtige Säulen unseres gesellschaftlichen Lebens. Gesundheitsförderung und Teilhabe in Sport und Gesellschaft sind wichtige Aspekte unserer über dreijährigen Arbeit. Auf diese positive Entwicklung sind wir stolz und laden deshalb auch weiterhin Interessenten ein, ob mit oder ohne Handicap oder sportlicher Vorerfahrung, Teil unserer Mannschaft zu werden.” 

Das Schwerpunktthema der diesjährigen Ausschreibung lautete „Aktiv sein für mehr Wohlbefinden – Bewusstsein schaffen für ein gesundes und bewegtes Leben“. Ziel ist es, die Gesundheitskompetenz der Menschen durch Bewegungsförderung zu steigern und greifbarer zu machen. Dass dies bei den HG-Unified-Hyänen gelingt, zeigt das vierzehntägige Training: Die Athleten, die seit mehr als drei Jahren dabei sind, sind nicht nur fitter und beweglicher geworden. Sie wissen auch um die Bedeutung regelmäßiger Bewegung und lassen deshalb möglichst kein Training mit ihrer Mannschaft ausfallen. „Dass der Spaß dabei nicht zu kurz kommt, versteht sich von selbst“, sagt Coach Franz Rauchholz.

Michael Zipf bedankt sich für die Auszeichnung.

Der Gesundheitsminister lobte die Preisträger in seinem Schlusswort als „Blaupause für gelingende Demokratie“. Diese sei „brutal unter Druck“, weil „Demokratie- und Vielfaltsfeinde“ gerade versuchten, ein neues Narrativ zu setzen: Dass die Gemeinschaft aus Bürgergesellschaft, Vereinen, Staat und vielen anderen Akteuren das Zusammenleben nicht mehr „hinbekomme“. Die ausgezeichneten Projekte jedoch seien „der tägliche Gegenbeweis für das Gelingen einer vielfältigen, selbst organisierten, selbst gesteuerten und selbst durchgeführten Form des Zusammenlebens“. Wer für die Gemeinschaft aktiv ist, „der bereitet die lebenswerte Grundlage für uns alle“, so Lucha. „Wir alle gestalten, wie wir zusammenleben.“

24.03.2026, Stuttgart: Preisverleihung des Präventionspreises der Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg.

Das nächste Training der HG-Unified-Hyänen findet am Samstag, 18. April, 10 Uhr in der Kreissporthalle in Schwetzingen statt. Die Coaches freuen sich immer über neue Athleten ab 15 Jahren, die einfach mal ins Training reinschnuppern wollen.

Fotos: „Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg“

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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