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Pflichtsieg eingetütet

Verbandsliga Männer: HG II kommt gegen Team Neckar über Emotionen zum Sieg.

“Volle Kapelle” hatte Trainer Justin Hahne vom Handball-Verbandsligisten HG Oftersheim/Schwetzingen II für diese Partie versprochen, in der ein Sieg gegen das Team Neckar Pflicht sein sollte. Doch sein Orchester harmonierte anfänglich noch nicht so recht. Gegner-Coach Patrice Payer hatte im Vorfeld gemahnt: „Wenn man in Oftersheim nicht gut reinstartet und sich Fehler erlaubt, kommt man unter die Räder.“ Seine Vorhersage sollte sich bewahrheiten. Sein Team war relativ gut gestartet (2:0, 6:9, 12:15), kam letztlich nicht unter die Räder. Doch den 31:28 (16:18)-Sieg beanspruchte das Heimteam für sich. Die Gäste sicherten sich dafür die meisten Strafminuten vor der Crunchtime.

Die HG operierte wahlweise mit David Huljak und Henri Hell auf der spielgestaltenden Position. Zwei Nachwuchsmänner, die sich optimal ergänzen. Doch zunächst kam nicht zu viel dabei rum. Auch die Deckung ließ trotz des von der Konkurrenz gefürchteten Huljak-Innenblocks etwas zu wünschen übrig.

Dann brachten sich die Gäste selbst um eine bessere Ausgangslage und um jegliche Sympathien in der Halle. Erst wurde Linksaußen Sascha Vierling im Gesicht getroffen (Zwei-Minuten-Strafe), keine zehn Sekunden später rüde aus der Luft gepflückt (direkte Disqualifikation). Und rund eine Minute noch einmal darauf wurde seinem zeitweiligen Stellvertreter Lars Fichtner beim Konter in den Arm gegriffen (Zeitstrafe). Die Gäste waren kurz nur noch zu dritt auf dem Feld, die HG glich aus, vermochte das Momentum jedoch noch nicht zu halten.

„Ich hab’s euch doch gesagt“, adressierte Hahne in der Kabine nach dem Spiel an seine Jungs. „Wir haben vermehrt die Abschlüsse über Außen zugelassen, wo unsere Torhüter dann da waren.“ Besonders Jerémie Meyer avancierte mit seinen zehn Paraden mit zum Matchwinner. Aber auch der eingewechselte Tim Rabe brillierte, stach zwei Siebenmeter, hielt auch die Nachwürfe aus kürzester Distanz. „In der Abwehr sind wir aggressiver geworden, auch aufgrund der gestiegenen Emotionalität in dieser Begegnung. Dies war eigentlich unsere Marschroute von Anfang an. Sie wurde aber erst in der zweiten Halbzeit umgesetzt.“

Dann aber recht erfolgreich. Mit einem Hammer waagrecht in der Luft liegend pfefferte Kreisläufer Valentin Huljak die Harzkugel zum umjubelten Ausgleich in die Maschen (21:21/44.). Seine Kollegen bauten dann langsam eine kleine Führung auf, die nicht mehr abgegeben wurde. Übel dann noch ein komplett überflüssiges Foul der Marke Frust wieder auf Linksaußen im Schnellangriff gegen David Huljak beim Schlusspfiff, welches ebenfalls mit Rot geahndet wurde.

HG: Bräunling, Rabe, Meyer; D. Huljak (9/7), Aeckerle, Hepp, V. Huljak (4), Schmid (5), Fichtner, Vierling (2), Micke (2), Hell (4), Ihrig, Zimprich (3), Himmelmann (2), R. Wolf.

Fotos: Siegfried Brombach

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Steißlingen könnte in der aktuellen Verfassung beider Teams für die HG schwer zu schlucken sein. Drei Spiele hat das Team vom Hegau absolviert und liegt schon – natürlich verlustpunktfrei – 29 Tore im Plus.

Nur bei der TG Pforzheim war der Spielausgang mit 28:30 etwas knapper. Weniger komfortabel ist die Situation bei Oftersheim/Schwetzingen, wo Trainer Carsten Sender anfangs noch auf die Rückkehr zuvor ausgefallener Spielerinnen hoffte, ohne groß daran zu glauben. „Leider hat sich die Personalsituation eher noch verschlechtert, da die angeschlagenen eingesetzten Spielerinnen nun wahrscheinlich nicht mehr einsetzbar sind und der Krankheitszustand noch mehr Wirkung zeigt. Es gibt keine Genesung. Wir werden leidensfähig sein müssen Eine wirkliche Spielvorbereitung war daher nicht möglich“, wurde er bestätigt.

Dazu wurden bereits drei Spielerinnen aus dem Verbandsliga-Team eingesetzt, die jetzt jedoch der zweiten Mannschaft am Sonntag zur Verfügung stehen sollten. Für den HG-Coach ist klar: „Daher wird es gegen das Topteam der Liga um Jugendnationalspielerin Romy Reichle bestimmt kein vergnügungssteuerpflichtiges Ereignis. Kim Espinosa im Rückraum und Gina Wöhrl als Linkshänderin sind ebefalls Ausnahmeerscheinungen in der Liga.“ Trotzdem hofft er auf einen gewissen Zuspruch: „Dennoch lohnt sich der Besuch in der Halle, da einige der Talente aus dem Steisslinger Team bestimmt mal in den vermeintlichen Profiligen ankommen werden.“ mj

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Bei der HSG Ostfildern (Sonntag, 17 Uhr, Körschtalhalle Scharnhausen), dem Shootingstar der letzten Jahre, der sich jetzt in der Handball-Regionalliga festgebissen hat, würde die HG Oftersheim/Schwetzingen ihr Punktekonto gerne wieder auf ein positives Saldo anheben. Dieses Bestreben dürfte aber auch bei den Schwaben vorherrschen, deren Bilanz ebenfalls 4:4 Zähler ausweist. Zwei Heimsiegen (gegen Weinstadt und Unterensingen) stehen ebenso zwei Auswärtsniederlagen (in Sandweier und in Willstätt) gegenüber. Auf der Filderebene wird von den Hausherren ein „schwerer Brocken“ erwartet.

Doch dieses Schwergewicht, der Drittliga-Absteiger, dürfte aktuell weiterhin für zu leicht befunden werden. Denn Rückkehrer von der Ausfallliste sind für HG-Trainer Christoph Lahme kaum in  Sicht: „Das wird wieder sehr schwierig für uns.“ Doch völlig entmutigt will er mit seinem Team nicht an den Stuttgarter Flughafen fahren. Schließlich hat er es jedes Mal geschafft, sein dezimiertes Kernteam zahlenmäßig gut zu ergänzen. In Waiblingen reichte es zum Turnaround und einem Sieg. Dieser blieb trotz guter Leistungen im Defensivbereich, aber nur phasenweise im Abschluss (Stichwort Wurfquote) zuhause gegen Neuenbürg dann im Endspurt verwehrt. Mit mehr Konzentration und Konsequenz soll jetzt wieder für strahlende Kurpfälzer Gesichter gesorgt werden. mj

Bild: Siegfried Brombach

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