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Augenmerk auf die Abwehr legen

Verbandsliga Männer: HG-Perspektivteam will am Sonntag neue Heimserie aufbauen.

Wie sieht es bei der HG Oftersheim/Schwetzingen II und in der Handball-Verbandsliga überhaupt aus? Für eine abschließende Saisonbetrachtung ist es noch zu früh, schließlich ist noch knapp ein Drittel der Spiele zu absolvieren. Achtmal dürfen die Jungs der „Ib“ noch ran und haben damit die Chance, sich noch besser zu positionieren. Den Auftakt macht am Sonntag die Begegnung mit der SU Neckarsulm – deutschlandweit besser bekannt für ihren Frauen-Handball.

SUN rangiert mit vier Punkten Abstand knapp vor der Abstiegszone, die die letzten drei Positionen umfasst. Den Unterländern dürfte also darangelegen sein, diesen Zustand zu halten, möglichst zu verbessern. Dass sie mit der HG mithalten können, zeigten sie beim 33:23-Heimerfolg der Hinrunde deutlich auf. Umgekehrt sind natürlicherweise auf der unterlegenen Seite noch einige Ressentiments, leichte Rachegelüste verblieben. Hier gilt es wohl noch ein paar offene Rechnungen zu begleichen. Und nach dem Ausrutscher – so es denn einer war – gegen Birkenau nach langer Zeit der Unbesiegbarkeit in eigener Halle, käme es allen sicherlich sehr gelegen, nun eine neue Serie an Heimsiegen zu starten.

Der fixe Aufstiegsplatz, der Sieg in Baden-Württembergs Verbandsliga-Staffel 1, scheint aktuell an die TSG Wiesloch zu gehen. Die TSV Rot/Malsch (29:7 Punkte) hat derzeit die Relegation der landesweit vier Zweitplatzierten gebucht. Beide Mannschaften haben aber so viel Vorsprung, dass es für die dahinter liegenden Teams, Wieblingen (25:11), O/S (22:14) und Walzbachtal sowie Birkenau (je 20:16) wohl nur noch um den freien dritten (aber wertlosen) Platz auf dem Stockerl gehen kann.

HG-Trainer Justin Hahne sieht das Ganze noch nur auf die jeweils kommende Begegnung bezogen:  „Wir werden weiterhin verstärkt ein Augenmerk auf die Abwehr legen, weil mit regelmäßig mehr als 30 Gegentoren pro Spiel wird es in dieser Liga schwer, in den vorderen Regionen zu landen. Auch wenn dies sich eher schwer gestaltet, weil unsere beiden einzigen gelernten „Mittelblockspieler“ noch A-Jugendliche sind.“

Am Rande: Heimspiel in der Ferne

Zeitgleich mit den Männern II trägt die C2 der HG auch gegen Neckarsulm ein verlegtes Oberliga-Heimspiel ihrer Altersklasse aus. Allerdings nicht vor Ort, sondern in der Sulmhalle in Neckarsulm. Spielkoordinator Nils Trautner erklärt: „Die Oftersheimer Karl-Frei-Halle ist für uns wegen der Wahl gesperrt und die Schwetzinger Nordstadthalle ist über beide Tage komplett ausgebucht.“

HG Oftersheim/Schwetzingen II – SU Neckarsulm (Sonntag, 17 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

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Steißlingen könnte in der aktuellen Verfassung beider Teams für die HG schwer zu schlucken sein. Drei Spiele hat das Team vom Hegau absolviert und liegt schon – natürlich verlustpunktfrei – 29 Tore im Plus.

Nur bei der TG Pforzheim war der Spielausgang mit 28:30 etwas knapper. Weniger komfortabel ist die Situation bei Oftersheim/Schwetzingen, wo Trainer Carsten Sender anfangs noch auf die Rückkehr zuvor ausgefallener Spielerinnen hoffte, ohne groß daran zu glauben. „Leider hat sich die Personalsituation eher noch verschlechtert, da die angeschlagenen eingesetzten Spielerinnen nun wahrscheinlich nicht mehr einsetzbar sind und der Krankheitszustand noch mehr Wirkung zeigt. Es gibt keine Genesung. Wir werden leidensfähig sein müssen Eine wirkliche Spielvorbereitung war daher nicht möglich“, wurde er bestätigt.

Dazu wurden bereits drei Spielerinnen aus dem Verbandsliga-Team eingesetzt, die jetzt jedoch der zweiten Mannschaft am Sonntag zur Verfügung stehen sollten. Für den HG-Coach ist klar: „Daher wird es gegen das Topteam der Liga um Jugendnationalspielerin Romy Reichle bestimmt kein vergnügungssteuerpflichtiges Ereignis. Kim Espinosa im Rückraum und Gina Wöhrl als Linkshänderin sind ebefalls Ausnahmeerscheinungen in der Liga.“ Trotzdem hofft er auf einen gewissen Zuspruch: „Dennoch lohnt sich der Besuch in der Halle, da einige der Talente aus dem Steisslinger Team bestimmt mal in den vermeintlichen Profiligen ankommen werden.“ mj

HG Oftersheim/Schwetzingen – TuS Steißlingen (Samstag, 19.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)

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Bei der HSG Ostfildern (Sonntag, 17 Uhr, Körschtalhalle Scharnhausen), dem Shootingstar der letzten Jahre, der sich jetzt in der Handball-Regionalliga festgebissen hat, würde die HG Oftersheim/Schwetzingen ihr Punktekonto gerne wieder auf ein positives Saldo anheben. Dieses Bestreben dürfte aber auch bei den Schwaben vorherrschen, deren Bilanz ebenfalls 4:4 Zähler ausweist. Zwei Heimsiegen (gegen Weinstadt und Unterensingen) stehen ebenso zwei Auswärtsniederlagen (in Sandweier und in Willstätt) gegenüber. Auf der Filderebene wird von den Hausherren ein „schwerer Brocken“ erwartet.

Doch dieses Schwergewicht, der Drittliga-Absteiger, dürfte aktuell weiterhin für zu leicht befunden werden. Denn Rückkehrer von der Ausfallliste sind für HG-Trainer Christoph Lahme kaum in  Sicht: „Das wird wieder sehr schwierig für uns.“ Doch völlig entmutigt will er mit seinem Team nicht an den Stuttgarter Flughafen fahren. Schließlich hat er es jedes Mal geschafft, sein dezimiertes Kernteam zahlenmäßig gut zu ergänzen. In Waiblingen reichte es zum Turnaround und einem Sieg. Dieser blieb trotz guter Leistungen im Defensivbereich, aber nur phasenweise im Abschluss (Stichwort Wurfquote) zuhause gegen Neuenbürg dann im Endspurt verwehrt. Mit mehr Konzentration und Konsequenz soll jetzt wieder für strahlende Kurpfälzer Gesichter gesorgt werden. mj

Bild: Siegfried Brombach

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