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Hauptsache gewonnen

Verbandsliga Männer: HG II in Friedrichsfeld erfolgreich in harzfreier Atmosphäre.

Jerémie Meyer hält den entscheidenden Siebenmeter.

Die Jungs der HG Oftersheim/Schwetzingen II waren sich durch die Bank weg einig: „Wir haben gewonnen, wir haben die zwei Punkte. Alles andere interessiert niemanden mehr.“ Sie haben in harzfreier Atmosphäre beim TV Friedrichsfeld überlebt. Und für Handballer ist dieser künstliche Klebstoff oft wichtiger als Sauerstoff. Da war es den 28:27 (15:13)-Siegern auch völlig egal, dass diese Verbandsliga-Partie nicht unbedingt zu den spielerischen Glanzpunkten ihrer Karriere zählen wird.

Linus Schmid ist nach langer Verletzungspause wieder fit und erzielte vier Treffer.

Erwähnt werden muss aber unbedingt, dass Torwart Jerémie Meyer mit den Weg zu diesem Erfolg ebnete, als er 20 Sekunden vor Ultimo einen Strafwurf von Friedrichsfelds Alexander Schreiber parierte, der dritte an diesem Tag. Nicht verschwiegen werden sollte auch, dass seine Vorderleute sogar vier Würfe vom Strich versemmelt hatten. Dass das Match gegen das Schlusslicht für sie alles andere als reibungslos über die Bühne ging, machte HG-Rückraummann Linus Schmid in seinem ersten größeren Auftritt nach Verletzungspause auch an einer simplen Tatsache fest: „Ich war mit 20 Jahren unser ältester eingesetzter Spieler.“

Manuel Ihrig erzielt hier einen seiner vier Treffer.

Bemerkenswert auch die Disziplin auf Gästeseite, die ohne Hinausstellung davonkam. Einzig Torwart Nils Bräunling sah eine Gelbe Karte, weil er verspätet bei einem Siebenmeter wechseln wollte. Der TVF sammelte indes zehn „normale“ Strafminuten. Zusätzlich musste Wilhelm Pflaumbaum mit direktem Rot auf die Tribüne (22.), bei der HG folgte ihm etwas später David Huljak (36.), beide wegen einer Hand in einem gegnerischen Gesicht. „Aber das war nicht so schlimm“, meinte der ältere Huljak-Bruder, an diesem Tag allein auswärts unterwegs, der jüngere wurde im Drittliga-Team benötigt. „Und bei mir war es dann wohl eine Konzessionsentscheidung.“

David Huljak traf viermal, ehe er mit roter Karte vom Feld musste.

Trainer Justin Hahne lobte: “Wichtig war, dass wir gut gegen ein körperliche starke Mannschaft in die Stoßbewegung gekommen sind und deshalb die Außen gut in Szene setzen konnten, die es mit einer halbwegs guten Quote zurückzahlten und über die Hälfte der Tore erzielten. Außerdem hat Nils Bräunling heute im Kasten sehr gut gehalten.”

HG: Bräunling, Meyer, Rabe; D. Huljak (4), Aeckerle, Hepp (7), Schmid (4), Vierling, Weidner, Walter (8/5), Hell (1), Ihrig (4), Himmelmann, R. Wolf.

mj/Fotos: Frank Weingärtner

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Nur bei der TG Pforzheim war der Spielausgang mit 28:30 etwas knapper. Weniger komfortabel ist die Situation bei Oftersheim/Schwetzingen, wo Trainer Carsten Sender anfangs noch auf die Rückkehr zuvor ausgefallener Spielerinnen hoffte, ohne groß daran zu glauben. „Leider hat sich die Personalsituation eher noch verschlechtert, da die angeschlagenen eingesetzten Spielerinnen nun wahrscheinlich nicht mehr einsetzbar sind und der Krankheitszustand noch mehr Wirkung zeigt. Es gibt keine Genesung. Wir werden leidensfähig sein müssen Eine wirkliche Spielvorbereitung war daher nicht möglich“, wurde er bestätigt.

Dazu wurden bereits drei Spielerinnen aus dem Verbandsliga-Team eingesetzt, die jetzt jedoch der zweiten Mannschaft am Sonntag zur Verfügung stehen sollten. Für den HG-Coach ist klar: „Daher wird es gegen das Topteam der Liga um Jugendnationalspielerin Romy Reichle bestimmt kein vergnügungssteuerpflichtiges Ereignis. Kim Espinosa im Rückraum und Gina Wöhrl als Linkshänderin sind ebefalls Ausnahmeerscheinungen in der Liga.“ Trotzdem hofft er auf einen gewissen Zuspruch: „Dennoch lohnt sich der Besuch in der Halle, da einige der Talente aus dem Steisslinger Team bestimmt mal in den vermeintlichen Profiligen ankommen werden.“ mj

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Bild: Siegfried Brombach

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