Klar taktisch überlegen

JBLH-B: HG mit deutlichem Sieg in Taufkirchen
Den Auftakt der Pokalrunde der Jugend-Bundesliga Handball (JBLH) bestritt die B1 der HG Oftersheim/Schwetzingen mit einem 44:37 (24:16) bei HT München. Und dieses Ergebnis schmeichelt dem Gastgeber noch ein wenig. Aber alles andere wäre auch eine große Enttäuschung gewesen.
Zu eindeutig hinkten die Vorleistungen der Jungs aus Taufkirchen und Unterhaching jenen der Kurpfälzer hinterher. Nicht nur ihre Darbietungen in der Vorrunde waren überschaubar. HG-Ex-Trainer Lucas Schmitt, jetzt für die DJK Rimpar tätig, berichtete aus eigener Erfahrung, dass die HT-Mannschaft (war für die JBLH direkt gesetzt) im Prinzip fast in dieser Zusammensetzung auch die Qualifikation als zweite Mannschaft für die Regionalliga Bayern gespielt hätte und diese als letzter Nachrücker gerade so erreicht hatte.
Die aktuellen Coaches Jonah Fassunge und Florian Schwarz wollten ihre Schützlinge für die Partie in Taufkirchens Realschulhalle aber nicht zu sehr und vorschnell in Sicherheit wiegen. So ging ihr Team hoch konzentriert und aufmerksam in die Begegnung und Fassunge konstatierte nach wenigen Minuten: „Wir waren technisch wie taktisch klar überlegen. Unser Angriff lief gut, die Deckung und Torhüter standen stabil. Wir hatten einen sehr guten Start ins Spiel.“ 7:1 führten seine Jungs nach knapp sechs Minuten. Jegliche Spannung, die Luft war aus diesem Match schon fast raus, jegliche Unsicherheit über den eigentlich eher unbekannten Gegner völlig verflogen. HT hingegen bemühte sich via Auszeit eine gewisse verbesserte Gegenwehr zu etablieren.
Dies gelang unter dankenswerter Mithilfe der Gäste in eng gesteckten Grenzen. Diese wechselten locker durch, spielten befreit auf und nahmen die Geschichte von nun ab vielleicht ein wenig zu sehr auf die leichte Schulter, wodurch sich auch die eine oder andere Nachlässigkeit einschlich. Bis zur Pause wuchs der Vorsprung deshalb nicht mehr nennenswert an, erreichte mit zwölf Toren Differenz beim 25:37 seine größte Ausdehnung (47.). „In der Schlussphase wurde es zu wild und wir haben ein höheres Ergebnis verschenkt. Es hätte noch dominanter sein können“, bedauerte der HG-Übungsleiter, räumte aber auch ein, dass die ständige Rotation in der jeweiilgen Aufstellung etwas mit dazu beigetragen haben könnte. Aber auch die Rückzugsbewegungen hätten in seinen Augen konsequenter durchgeführt werden müssen. Schließlich wird es mit kommenden Gegnern nicht mehr so einfach sein.
HG: Phillip, Schwab; Mehlis (2), Baldauf (1), Auth (5), Jäger (3), Brombach (5/1), Dudziak (8), de Marco (5/2), Hoberg (4), Potoski (4), Komarek (3), Schmitt, Wagner (4). /mj


