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A-Jugend gewinnt West Junior Cup

Am vergangenen Wochenende war das A-Jugendbundesligateam zum international besetzten West Junior Cup in Crissier, Schweiz geladen.

Das Team um die Coaches Justin Hahne und Björn Erny, begleitet von Torwarttrainer Chris Wolf, freuten sich auf den Trip in die Nähe von Lausanne und den Genfer See. Athletiktrainerin Denise Grashoff ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, mitzureisen und die Jungs zu unterstützen.

Nach entspannter Anreise wurde die Delegation der HG schon erwartet und es galt die Unterkunft für die nächsten zwei Nächte zu beziehen. Das Bettenlager in einer Bunkeranlage war durchaus ungewöhnlich, aber weniger unangenehm, als man denken könnte.

Samstags ging es dann früh los. Ein kurzes Frühstück und schon startete die Vorbereitung auf das erste Spiel: Spazieren, Umziehen, Aktivieren, Besprechung, Warm-Up.

Sportlich waren die Gruppenspiele eine Berg und Talfahrt. Gegen Valence Drôme (F) gab es ein typisches Auftaktspiel: Die Konzentration ließ zu wünschen übrig, Intensität und Konsequenz fehlten. Das Unentschieden am Ende spiegelte das Spiel wider, richtig zufrieden waren die Coaches Hahne und Erny aber noch nicht, war ein Sieg bei entsprechender Leistung möglich gewesen.
Im zweiten Spiel ging es leider Richtung Tal. Das Team aus St. Gallen (CH) war in allen Belangen besser und siegte am Ende verdient mit +6 Toren.
Das hieß, wollte man dennoch ins Halbfinale einziehen, musste ein Sieg zum Tagesabschluss her. Der Gegner aus Zürich (CH) war aber nicht minder motiviert. Gut eingestellt, spielten die HG-Jungs aber ihr bis dahin bestes Spiel und sicherten sich am Ende einen ungefährdeten Sieg.
Da im letzten Spiel dieser Gruppe Valence Drôme nur knapp gewinnen konnte, war das Halbfinale durch das bessere Torverhältnis für unsere U19 erreicht.

Der Spielplan gab es her, dass es für unsere Jungs erst später wieder ernst wurde und so wurde die Nachtruhe und auch der Wecker für den Sonntag morgen etwas nach hinten korrigiert.

Im Halbfinale wartete mit der HSG Nordwest (CH) das bis dahin stärkste Team des Turniers. Aber die HG-Jungs waren von Anfang an wach, konzentriert und motiviert, zu zeigen, wie der Tag für sie weitergehen sollte. Den wirklich starken (und später sogar zum besten Spieler des Turniers ausgezeichneten) Rückraum Linken, hatte die HG-Abwehrreihe annähernd ausgeschaltet. Unbedingter Teamgeist in der Defensivarbeit zeigte beim Gegner Wirkung und so entwickelte sich ein Krimi um den Einzug ins Finale.
Es blieb spannend bis zum Schluss und als mit Abpfiff der Siegtreffer gelang, war natürlich die Freude groß!

Im Finale wartete dann mit Besançon (F) eine ausgeglichene Mannschaft. Hier zeigte die Truppe der HG dann nochmal, welches Potenzial in ihr steckt. Die Abwehr beweglich, im Angriff überlegt und konsequent, Einsatz bis zum Schluss. Die Belohnung war dann ein knapper, aber am Ende sicherer Sieg, der mit dem Pokal und viel Applaus der mitgereisten Familien belohnt wurde.

Im Fazit war das Trainerteam zufrieden mit der Steigerung und Entwicklung vieler Spieler über die beiden Tage. Jetzt gilt es in der verbleibenden Zeit bis zum Saisonstart, weiter hart zu arbeiten, denn schon am kommenden Sonntag steht ein Trainingslager mit Testspiel auf dem Programm.

Zu erwähnen bleibt die tolle und reibungslose Organisation des Turniers! Das Team hat sich sehr wohl gefühlt! Der bereitgestellte Livestream ließ viele Daheimgebliebenen mitfiebern!

Ein herzliches Dankeschön an Familie Ihrig und Diringer & Scheidel, die für die Fahrt nach Crissier die beiden Kleinbusse zur Verfügung gestellt haben!

Genauso lobend zu erwähnen sind natürlich die mit- und nachgereisten Fans und Familien, die wie immer von der Tribüne eine super Unterstützung waren!

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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