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HG holt die Vize-Meisterschaft

Baden-Pokal – Final Four 2025: Oftersheim/Schwetzingens D1 nur von den Rhein-Neckar-Löwen geschlagen

In Pforzheim  beendete die D1 der HG Oftersheim/Schwetzingen mit zwei schweren Spielen ihre etwas verlängerte Handball-Saison. Beim Baden-Pokal, dem Final Four der vier besten Mannschaften ihrer Altersklasse mussten sich die Jung-Hyänen nur einmal, den Rhein-Neckar-Löwen, geschlagen geben und wurden badischer Vizemeister

Ein letztes Mal trat die männliche D-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen in dieser Saison in gewohnter Konstellation an. Als Landesligameister des Bezirks Rhein-Neckar-Tauber mit einer makellosen Bilanz von 36:0 Punkten fuhrt das Team, angeführt von Trainer Timm Janko und seinen Assistenten Noel Konrad und Manuel Rehberger, in voller Stärke zum Baden-Pokal nach Pforzheim.

Im Halbfinale trafen die Jung-Hyänen auf die SG Pforzheim/Eutingen, den Zweitplatzierten der Landesliga Alb-Enz-Saal. Die Nervosität war den Gästen zu Beginn deutlich anzumerken. Trotz einer frühen Führung ging es mit einem knappen Rückstand von 13:14 in die Pause. Doch die zweite Hälfte lief wie gewohnt stark: Die HG fand zu ihrem Spiel zurück, zeigte beeindruckenden Kampfgeist und starkes Teamwork. Bereits vier Minuten nach Wiederanpfiff übernahm die HG erneut die Führung und gab sie bis zum Schluss nicht mehr her. Die hohe Torfrequenz – kaum zwei Minuten ohne Treffer – sorgte für ein spannendes und mitreißendes Spiel. Mit einem verdienten 27:23-Sieg zogen die Jungs ins Finale ein.

Im Endspiel wartete niemand Geringeres als der Titelverteidiger: die Rhein-Neckar-Löwen. Bereits in den ersten zehn Minuten zeigten die Löwen ihre Klasse und zogen mit einem 9:3 davon. Zur Halbzeit lag die HG mit 8:17 deutlich zurück. Auch wenn sich die HG-Jungs nie aufgaben und bis zum Schluss kämpften, war gegen die körperlich überlegenen und spielstarken Gegner an diesem Tag nichts auszurichten. Mit 35:21 sicherten sich die Rhein-Neckar-Löwen zum dritten Mal in Folge diesen Titel.

Trotz der Finalniederlage überwog am Ende der Stolz: Die Jungs der HG krönten eine perfekte Saison mit der Vizemeisterschaft beim Badenpokal und dürfen auf 19 Siege in Folge und eine überragende Entwicklung zurückblicken. Jeder Spieler, der während der Saison Teil der Landesligamannschaft war, bekam in Pforzheim nochmals die Gelegenheit, sich zu zeigen.

Bei der abschließenden Siegerehrung durch Dr. Martin Hofmann, den stellvertretenden Jugendvorsitzenden des Badischen Handballverbandes, erhielten die Spieler eine Urkunde und einen Ball. Auch wenn die Enttäuschung über das verlorene Finale sichtbar war, war die Anerkennung groß – spätestens bei der Ehrung am Abend im Rahmen des Drittligaspiels in der heimischen Nordstadthalle wurde klar: Diese Mannschaft hat Außergewöhnliches geleistet.

HG: Enrik Rehberger (1), Bastian Schmitt (11), Fabian Schauer (5), Moritz Bogenstahl (3), Noah Höpfner (4), Kian Wittmann (7), Oskar Wild-Rivas, Liam Rothbart (3), Nevio De Marco (9), Florian Schatz (4), Oscar Geiss, Mika Braun (1), Hamzeh Alkayas, Till Klebeck, Eliah Rauscher.

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21. Mai 2026

Heißes Pflaster Coburg?

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Heißes Pflaster Coburg?

JBLH-A: HG kämpft am Wochenende mit vier Gegnern um drei Plätze. Coach Justin Hahne im Interview.

Die wochen-, ja sogar monatelange Vorbereitungszeit auf das finale und für die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen einzige Qualifikationsturnier zur 2. Bundesliga ihrer Altersklasse (JBLH) steht nun unmittelbar bevor. Am Wochenende geht es ins nördliche Frankenland. Dort richtet in Coburg der ansässige HSC den zweitägigen Wettkampf für den Südbereich aus.

Die Kurpfälzer treffen dabei auf die ebenfalls runderneuerten Mannschaften ihrer Staffel der letzten Saison, die hinter ihr lagen: die SG BBM Bietigheim, eben der HSC Coburg und die HSG Hanau. Alle waren für diese Ausscheidung gesetzt, mussten nicht an landesverbandsinternen Vorausscheidungen teilnehmen. Aus einem dieser Regionalbereiche hat sich der TV Großwallstadt noch durchgesetzt. Die Unterfranken werden am Samstag dann der Auftaktgegner von Oftersheim/Schwetzingen sein. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden über zweimal 20 Minuten bei je zwei Partien pro Tag.

Im Nordduell (in Minden) sind Düsseldorf/Ratingen, Ausrichter GW Dankersen und MTV Lübeck als letztjährige Zweitligisten am Start (während Hamburg-Nord verzichtet). Von der Landesebene haben JSG Köln, JSG LiT (Nettelstedt) und Owschlag/Kropp/Tetenhusen den Sprung ins Turnier geschafft. In der nördlichen Sechser-Gruppe werden vier Plätze ausgespielt, den fünf Mannschaften im Süden stehen indes drei zur Verfügung.

Durch die streng räumlich vorgenommene Zuordnung auf die beiden Austragungsorte – wobei die spielleitende Stelle von einer „Auslosung“ schrieb, die diese Gruppeneinteilung ergeben hätte – hat sich ein gewisses Ungleichgewicht eingestellt. Somit steht fest, dass es im Norden in jedem Fall mindestens einen neuen Zweitligisten geben wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass im Süden ein vormaliger Bundesligist rausfliegen wird. Eine weitere Chance wird es dieses Jahr für keinen mehr geben.

Trainer Justin Hahne beantwortete vor der Abfahrt nach Coburg noch ein paar Fragen.

Lief die Vorbereitung zufriedenstellend ab?

Justin Hahne: Im Großteil bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach fehlen uns die Spiele auf Wettbewerbsniveau, aber die Trainingseinheiten waren soweit gut, ich bin mit den Trainingsspielen zufrieden und wir freuen uns, dass es jetzt endlich los geht. Als Mannschaft haben wir uns sehr gut gefunden und die Chemie passt. Leider können wir die letzte Woche nicht richtig nutzen, da einige Spieler auf Klassenfahrt sind.

Ist die Kaderzusammenstellung optimal oder gibt es Lücken/Schwachstellen?

Hahne: Die Kaderzusammenstellung finde ich hervorragend. Seitdem ich als Cheftrainer in der A-Jugend bin, hatte ich keinen Kader, welcher diese Tiefe hatte. Optimal gibt es im Jugendbereich wahrscheinlich nie. Wir haben auf einigen Positionen viel Qualität und gleichzeitig Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen. Klar gibt es Bereiche, in denen uns vielleicht noch Erfahrung fehlt. Aber die Mannschaft bringt Tempo, Einsatz und Charakter mit. Das kann auf so einem Turnier extrem wichtig werden.

Sind Ausfälle zu beklagen?

Hahne: Es gibt einige angeschlagene Spieler. Hier wird sich erst vor Abfahrt zeigen, ob sie rechtzeitig fit werden.

Habt ihr euch speziell auf die Gegner und deren Spielweise eingestellt? Oder soll der „eigene Stiefel“ abgespult werden?

Hahne: Ich habe mir natürlich einige Informationen zusammengesucht, aber diese nicht an die Mannschaft getragen. Die sind eher für mich in den Auszeiten wichtig oder wenn es Spitz auf Knopf geht. Wir sollten unsere Leistung auf den Platz bringen und die Gegner sollen sich auf uns einstellen.

Gibt es Kritik am Modus?

Hahne: Es gibt hier einige Kuriositäten. Eine Mannschaft (Anmerkung: Köln) spielte die Vorquali im Süden, ist jetzt aber dem Norden zugeordnet. Und die Vergabe der Wild-Cards finde ich sehr fragwürdig. Ich dachte immer, dass wir uns im Sport sportlich qualifizieren sollten und die Plätze nicht verschenkt werden. Der DHB versucht, die Hürde für die kleinen Vereine, die wirkliche Jugendarbeit betreiben, immer höher zu setzen. Umso stolzer bin ich aber, wenn wir es erneut schaffen sollten.

Ist abzuschätzen, welche Gruppe stärker besetzt zu sein scheint?

Hahne: Von außen wirkt der Süden schon sehr stark besetzt. Viele Mannschaften kennen sich, viele Spiele waren vergangene Saison eng. Aber am Ende musst du auf diesem Niveau sowieso jedes Spiel voll da sein. Geschenkt bekommst du nichts.

Was ist sonst noch zu beachten?

Hahne: Es gibt viele Leute in unserem Kreis, die uns Trainer wahnsinnig unterstützen. Ohne diese Menschen wäre der volle Fokus für uns nicht möglich. Die Jungs wissen das extrem zu schätzen und ich hoffe, dass wir sie mit einer erfolgreichen Qualifikation belohnen können.

Spielplan

Samstag: 12 Uhr. Coburg – Hanau; 13.20 Uhr: Großwallstadt – Oftersheim/Schwetzingen; 14.40 Uhr: Bietigheim – Coburg; 16 Uhr: Hanau – Großwallstadt; 17.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Bietigheim.

Sonntag: 10 Uhr: Großwallstadt – Coburg; 11.20 Uhr: Oftersheim/Schwetzingen – Hanau; 12.40 Uhr: Bietigheim – Großwallstadt; 14 Uhr: Coburg – Oftersheim/Schwetzingen; 15.20 Uhr: Hanau – Bietigheim.

Spielort: Arena Coburg

Livestream sollte es geben, müsste über handball.net auffindbar sein. Dort werden diese Spiele bislang aber nicht aufgeführt.

Bild oben: Mindestens so erfolgreich wie in Biberach wollen sie sein, die Jungs von der A1 der HG (von links): Björn Erny (CT), Tom Baldauf (RR), Gabriel Weidner (K), Malte Aeckerle (RL), Dante Wagner (R), Joshua Wolf (T), Jan-Mathis Derr (LA), Raphael Mehlis (LA), Jona Himmelmann (RA), Jakub Dudziak (RL), Finn Hoberg (K), Robin Wolf (K), Fabio Jäger (RA), Jasper Rohr (R), Lennart Auth (LA), Raphael Schmitt (R), Niklas Philipp (T), Justin Hahne (TR), Christian Wolf (TT). Es fehlt Valentin Kuhlee (R).

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