Sportpsychologin referiert bei den HG-Handballern / Kooperation mit Uni Heidelberg

Seit einiger Zeit legen die Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen beim Training nicht nur Wert auf Athletik und handballerische Fertigkeiten. Auch die kognitiven Fähigkeiten der Spielerinnen und Spieler sollen verbessert und ihre mentale Stärke bestmöglich entwickelt werden. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Institut für Sport- und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg läuft derzeit bei der HG eine siebenteilige Vortragsreihe „Sportpsychologie“ für jugendliche und aktive Handballer sowie für die Trainerinnen und Trainer.

Aufgrund der Corona-Krise finden die Vorträge derzeit virtuell als Videokonferenz statt.

Referentin Lisa-Marie Schütz, die derzeit am Sportinstitut promoviert, befindet sich in Ausbildung zur angewandten Sportpsychologin mit dem Ziel der Trainer- und Athletenbetreuung. Sie startete die Vortragsreihe, die sie auch stets mit interaktiven Übungen ergänzt, mit einem Vortrag zum Thema Ziele. Sie stellte vor, wie man sich als Sportler realistische Ziele setzt und wie es gelingen kann, diese auch zu erreichen. Gemeinsam mit den Spielern der männlichen A-Jugend erarbeitete sie Methoden zur Zielsetzung, machte aber auch klar: „Ein Ziel erreicht man selten auf direktem Weg. Ihr müsst auch mit Hindernissen und Rückschlägen umgehen können.“ Sie gab hierzu Tipps und versteigerte anschließend in einer Übung verschiedene Ziele, um herauszufinden, welche Priorität diese Ziele – etwa verletzungsfrei zu bleiben oder jede Torchance zu nutzen – bei den einzelnen Spielern haben.

Im zweiten Vortrag ging es um mentales Training. Schütz erläuterte, dass der Einfluss der Psyche steigt, je mehr die Sportler unter Druck stehen. Sie stellte psychologische Methoden vor, die dabei helfen, Leistung auch unter Druck abzurufen, zum Beispiel zum Ende eines Spiels oder wenn es um Auf- und Abstieg geht. Sie zeigte den jungen Handballern eindrucksvoll, dass mentales Training auch zum Einsatz kommen sollte, um Bewegungen um- oder neuzulernen oder um die Trainingseffektivität zu steigern. „Studien zeigen, dass sich der größte Leistungszuwachs durch die Kombination aus mentalem und praktischem Training ergibt“, so Schütz.

In den kommenden Wochen beschäftigen sich die Sportler und Trainer der HG gemeinsam mit der Sportpsychologin mit Themen wie Achtsamkeits- und Entspannungstechniken, Selbstwirksamkeit, Motivation und Wettkampfvorbereitung.