Unter denkbar schlechten Voraussetzungen fuhr die weibliche D-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen zum Auswärtsspiel nach Heddesheim, verletzte sich doch im Abschlusstraining die bisher mit Abstand treffsicherste Spielerin Vanessa Fleischmann an der Wurfhand. Außerdem konnte nicht auf die E-Jugend-Aushilfen zurück gegriffen werden, da gleichzeitig der Aufbaurundenspieltag in der Karl-Frei-Halle stattfand. Trotzdem stand am Ende ein 17:11 (8:6)-Sieg zu Buche.

In der Kabinenbesprechung war klar, dass heute jeder mehr Einsatz zeigen musste als noch vor einer Woche, um den Ausfall zu kompensieren. Das Trainerteam hatte aber doch eine gewisse Befürchtung, dass das Fehlen Fleischmanns vor allem im Angriff die Truppe verunsichern würde. Deshalb musste in der Abwehr der Grundstein zu einem möglichen Erfolg gelegt werden. Und so stellten die Trainer von Beginn an auf komplett offene Manndeckung um.

Der Spielbeginn war holprig, im Angriff bewahrheitete sich die Befürchtung der fehlenden Durchschlagskraft. In der Abwehr dauerte es einige Minuten, bis die Sicherheit im Eins-gegen-Eins zurück war. Als Mitte der ersten Spielhälfte erstmalig der Ausgleich (3:3) erzielt wurde, keimte plötzlich Hoffnung auf. Alle erhöhten den Einsatz, Bälle wurden rausgefangen. Auch das Konterspiel lief, wie es sich die Trainer wünschen – schnelle Bälle nach vorne auf die pfeilschnelle Alina Hilbert. Die obligatorische Auszeit 30 Sekunden vor der Pause (6:7) wurde genutzt, um den schon oft erfolgreich durchgeführten Überraschungsmoment der siebten Feldspielerin zu besprechen. So erzielte Torfrau Maria Seitz das wichtige 6:8.

In der Halbzeit musste nicht viel besprochen werden, da die Körpersprache der Mädels eindeutig war – den Sieg holen wir. Weiterhin in der offenen Manndeckung wurden viele Bälle rausgefangen und viele technische Fehler provoziert, im Angriff wurden die im Training unter der Woche besonders bearbeiteten Eins-gegen-Eins-Situationen technisch einwandfrei umgesetzt und erfolgreich abgeschlossen. Das Spiel über den Kreis klappte wie in noch keiner Partie zuvor – alleine dadurch wurden der HG acht Siebenmeter zugesprochen (allerdings drei verworfen), woran zu erkennen kann, wie wichtig das Spiel über den Kreis ist. Daran gilt es weiterzuarbeiten, um für die nächsten Begegnungen gut aufgestellt zu sein.

Zurück zum Spiel: Tor um Tor wurde der Vorsprung ausgebaut und mit dem Schlusspfiff erzielte Annamaria Walz mit einem beherzten Sonntagswurf aus dem Rückraum den Endstand.

Dieser Sieg war wichtig – das Team durfte endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern und erkennen, dass ordentliche Trainingsarbeit zu persönlichen und gemeinsamen Erfolgen führt.

HG: Alina Klement (4), Alina Hilbert (5), Maria Seitz (1), Jessica Johann (5), Sisile Föhner, Leonie Laser (1), Stavroula Tseliou, Annamaria Walz (1), May Christmann.