TSG Eintracht setzt sich im Derby mit einem Zwischenspurt Mitte der zweiten Halbzeit durch / Überragender Julian Maier mit zehn Einwürfen.

Im schnellen und hochintensiven Derby der Handball-Badenliga zwischen der TSG Eintracht Plankstadt und der HG Oftersheim/Schwetzingen II, das seinem Namen aller Ehre machte, setzte sich der Hausherr knapp mit 35:33 (13:16) durch. Bis dahin war allerdings ein hartes Stück handballerischer Arbeit vor allerdings nur mäßig besetzter Kulisse zu verrichten.

Ein intensiver Schlagabtausch fand trotzdem statt, der wechselseitig die Kontrahenten im Vorteil sah – bis zur Mitte des zweiten Durchgangs. Dann wurde die Sache kurzzeitig etwas einseitig. Während Plankstadt wohl die zweite Luft verspürte, war jene bei den Gästen etwas abgelassen worden, zu sehr, um dann am Ende den Spieß noch einmal zu wenden.

Anfänglich war die Bank der HG Oftersheim-Schwetzingen nur minimal bestückt, was dem Spielverlauf zunächst kaum anzumerken war. Allmählich füllten sich dann die Reihen, als die A-Jugendlichen von ihrer Bundesliga-Partie in Schwetzingen in der Halle eintrudelten und teilweise sofort ins kalte Wasser geworfen wurden, obwohl sie schon nervenaufreibende und schnell absolvierte 60 Minuten in Armen und Beinen hatten.

Steven Beck und Julian Hörner wirbelten unbeschwert weiter und in Co-Produktion Thorsten Micke, der von Plankstadts Deckung fast nie in den Griff zu bekommen war, hatte der Hausherr in Unterzahl den ersten größeren Rückstand zu verzeichnen. Dieses Defizit war dann zu Beginn von Durchgang zwei allerdings recht schnell beseitigt. Timo Munz traf zum umjubelten Ausgleich (37.), dann nutzte Plankstadt eine Überzahlsituation zur Führung durch den überragenden Julian Maier. Mit einem verwandelten Strafwurf von Maximilian Denne setzte sich Plankstadt sogar auf zwei Treffer Differenz ab. Aber auch dieser Vorsprung hatte nicht lange Bestand. Wenig später leistete sich der ansonsten treffsichere Denne seinen einzigen Fehlwurf vom Strich, dann kassierte Kapitän Axel Schöffel eine Zeitstrafe. Diesen Umstand nutzten die Gäste, indem Hörner das 24:24 markierte, was den letzten Gleichstand dieser Partie bedeutete.

 

Die Außenspieler verwandeln

Doch irgendwie leistete sich die HG einen kleinen Durchhänger, die TSG Eintracht generierte Ballgewinne und die Außenspieler Timo Munz und Maier verwandelten die Chancen. Ergebnis war ein 7:2-Lauf, der die Vorentscheidung hätte sein können. Doch nach dieser Phase unterliefen Plankstadt auch einige technische Fehler und der Gast kam wieder etwas auf – zum Teil gestützt auf eine offene Deckung. Aber da auch freie Bälle vergeben wurden und Trainer Niels Eichhorn seine Männer per Auszeit zur Ruhe mahnte, wurde diese auch bewahrt. nt/mj

 

 TSG E: Bodenseh, A. Treiber; Maier (10), Tokur (3), Koffeman, Munz (4), Großhans (3), Schöffel (3), Verclas (1), Stadler (3), Denne (8/6), Kemptner.

HG: J. Beck, Steinbach; Meyer (2), Micke (11), Brand, S. Beck (1), Fink (3), Hafer, Lemke (2), J. Hörner (5/4), Gartner (4), Wiegand (1), Lahme (4), Hahne.

Schiedsrichter: Pickarts/Wolf (Ilvesheim/Ladenburg).

Siebenmeter: 7/6:6/4.

Zeitstrafen: 10:14 Minuten.

Spielfolge: 2:0, 3:5, 8:11, 9:13, 14:16 (HZ), 18:20, 22:20, 24:24, 29:25, 34:31, 35:33.

Zuschauer: 250.