Der in der Handball-Badenliga abstiegsbedrohte TV Hardheim feierte das Ende seiner Niederlagenserie euphorisch. Doch nur mit viel Glück hatte er die HG Oftersheim/Schwetzingen II in dieser spannungsgeladenen Partie mit 28:27 (12:14) niedergerungen. Für deren Trainer Frederik Fehrenbach eine schmerzliche Verkettung von „Pleiten, Pech und Pannen. Eine Punkteteilung wäre wohl gerecht gewesen. Uns fehlte allerdings dann das Quäntchen Glück, welches wir aber diese Saison auch schon hatten“.


Davon war zunächst nichts zu bemerken, lange Zeit gab der Gast den Ton an. Alexander Leibnitz und zweimal Florian Siegel sorgten in nicht einmal 100 Sekunden für ein 0:3. Dass Siegel dann nach einem Zusammenstoß früh (15.) mit durchgerissener Unterlippe ins Krankenhaus musste, änderte nicht viel an der HG-Überlegenheit (5:9). Etwas später sorgte ein gegnerischer Finger für ein vorzeitiges Spielende bei Robert Lux. Die Kontaktlinse war weg. „Dadurch spielten wir in Konstellationen, die so noch nie zusammen auf dem Spielfeld waren“, hielt Fehrenbach fest.
So mit der Flügelzange Lucas Gartner und Kevin Suschlik, die mit dazu beitrugen, dass die HG nach der Pause mit drei Toren Differenz führte, aber nicht mehr die vorherige Dominanz ausstrahlte. Doch dann war der TVH, der sich über den Jahreswechsel von seinem Trainer Karoly Kovacs getrennt hatte, wieder da (18:18). Angetrieben von Interims-Coach Karlheinz Pauler nutzte das Heimteam eine Strafzeit gegen den gut integrierten A-Jugendlichen David-Denny Hirsch zur Wende (22:20). Das 23:20 folgte (47.) in Gleichzahl. Aber noch war die Partie nicht zu Ende. Rouven Gerischer (ebenfalls A-Jugend) und Gartner brachten die HG wieder heran.
Zu allem Überfluss in Fehrenbachs über den Haufen geworfenen strategischen Planungen wurde Valentin Demel schon seit dem ersten Durchgang laufend von Krämpfen geplagt, biss sich aber durch. So markierte er noch den Anschlusstreffer zum 24:23 (52.) und besorgte kurz darauf den Ausgleich (25:25). Die nächsten zwei Gleichstände waren Hamza Hakic vorbehalten, der sich unter der Woche die Schulter ausgekugelt hatte und unter Schmerzen durch die Partie quälte. 90 Sekunden verblieben. Johannes Ackermann war dann für Hardheim von außen erfolgreich. Während dem letzten Gegenangriff der Kurpfälzer ein glückliches Ende – Lattenknaller von Hakic – versagt blieb. Pleiten, Pech und Pannen eben.
HG: Herb, Gärtner; Hirsch (2), Demel (7), Siegel (2), Lux (1), Leibnitz (2), Suschlik (3), Kalabic, Hakic (4), Hahne, Gerischer (1), Lücke, Gartner (5/2).  mj