HG II ringt HSG St. Leon/Reilingen 27:23 (13:14) nieder

Mit einer klaren Leistungssteigerung im Deckungsbereich nach dem Seitenwechsel, sicherte sich Handball-Badenligist HG Oftersheim/Schwetzingen II im Lokalvergleich mit der HSG St. Leon/Reilingen die nächsten beiden Zähler. Mit dem 27:23 (13:14)-Erfolg hat der Hausherr punktemäßig zu seinem Gast aufgeschlossen und rangiert nun vor ihm auf Rang 8.

Doch zunächst neutralisierten sich die Konkurrenten im Aufeinandertreffen verschiedener Defensivvarianten weitgehend, so dass die erste Viertelstunde nur eine spärliche Torausbeute hergab. Das 4:5 – dem standen sieben nicht abgeschlossene Angriffe und sechs Paraden von Torhüter Michel Hoppe hinter Oftersheim/Schwetzingens 6:0-Formation gegenüber – war für HG-Coach Frederik Fehrenbach zu wenig. Er brachte nach Timeout den siebten Feldspieler, um die 3:2:1-Abwehr St. Leon/Reilingens stärker zu beschäftigen. Doch nach anfängerhaften technischen Fehlern hatte die HSG die Vorteile zumindest kurz auf ihrer Seite. Die Partie nahm dafür aber wenigstens so langsam Fahrt auf und der Gastgeber hatte sich auch bald wieder gefangen.

Und nach der Pause bekam die heimische Deckung so richtig Oberwasser und holte sich die Führung zurück. Der HSG muss allerdings zugestanden werden, dass sie allein schon rein zahlenmäßig im Hintertreffen war, da sie nur neun Feldspieler aufzubieten hatte. Oftersheim/Schwetzingen indes war voll besetzt, auch weil mit Julian Hörner ein weiterer Jugendlicher sein „Männer-Debüt“ beging. Da passte es für den Gast dann wenig ins Konzept, dass zunächst Janosch Menger vom Platz flog. Er hatte Valentin Demel von hinten am Arm gezogen sah dies naturgemäß aber etwas anders: „Ich habe den Ball gehalten und der HG-Spieler auch. Er hat nur noch mehr gezogen. Am Ende hatte ich den Ball in der Hand.“

Fast zehn Minuten später folgte ihm auch Marek Budjos auf die Tribüne, der Jonas Krepper zu ungestüm von den Beinen geholt hatte. Möglicherweise war dies eine etwas harte, aber vertretbare Entscheidung. Aus dem HSG-Fanblock gab jedenfalls keinerlei Verständnis dafür. Moderater gab sich da Coach Christopher Körner nach dem Spiel, der ein gewisses Einsehen hinsichtlich dieser Schiedssprüche hatte. Aber aus diesen Gründen und auch weil sich Hoppe hinter seiner Deckung weiter steigerte, wurden bis zur 53. Minute dem Gast von der Pause an nur vier Treffer zugestanden – und die fielen erstaunlicherweise komplett bei HG-Überzahlzeiten. Mit dem 24:18 und somit elf Toren seit der Halbzeit war die Vorentscheidung klar gefallen.

Stimmen

Frederik Fehrenbach, Trainer HG O/S: Die erste Halbzeit haben wir wieder mal komplett verpennt. Wir ließen uns von der Schläfrigkeit der HSG anstecken. Aber nach der Pause lief es um einiges besser, als sich die Abwehr stabilisiert hatte. Wir sind richtig rausgetreten, halfen einander jederzeit aus und zeigten ein gutes Blockspiel in Zusammenarbeit mit Keeper Hoppe.

Christopher Körner, Coach HSG: Nach unseren Ausfällen und dann noch den zwei Roten Karten gingen uns die Alternativen und Kräfte aus. Die HG hat dann auch gut gedeckt, stand sehr kompakt in ihrer 6:0-Formation. Und gegen den guten Torhüter haben wir zu schnell und zu unüberlegt abgeschlossen. Der Sieg ging auf Grund der zweiten Hälfte verdient an die HG.

Stenogramm

HG: Hoppe, Steinbach; Hörner, Gartner (1), Krepper (4), Hirsch, Fink, Lemke (3), Meyer (1), Demel (4), Wiegand (4/3), Hakic (2), Lahme (7), Hahne (1).

HSG: Gabrys, Jacobs; Bujdos (1), Rausch (3), Hühn (6), Schmitt (1), Fehringer, Bahr (1), Decker (5/1), Menger (2), Kleinlagel (4).

Siebenmeter: 3/3: 1/1.

Zeitstrafen: 4:4 Minuten.

Disqualifikationen: Menger (37.), Budjos (45.), beide wegen groben Fouls.

Spielfolge: 1:0, 4:3, 4:8, 7:8, 12:12, 13:14 (HZ), 16:14, 18:15, 24:18, 27:21, 27:23.