TV Bruck – HG Oftersheim/Schwetzingen

Mit der Partie beim TV Bruck betreten die Handball der HG Oftersheim/Schwetzingen in der Oststaffel der 3. Liga so richtig Neuland. Denn die „Brucker“ (nicht zu verwechseln mit den „Bruckern“ vom TuS Fürstenfeldbruck) von der gleichnamigen Gemarkung aus Erlangens Süden sind als Meister der Bayernliga erstmals in die Drittklassigkeit vorgestoßen.

Eigentlich hätten die Franken dieses Ziel eventuell schon eine Saison früher erreichen können, aber sie hatten (auch hier eine kleine Parallele zu Fürstenfeldbruck) in der Saison 2016/17 mehrfach einen Spieler eingesetzt ohne die dafür notwendige gültige Spielerlaubnis. Folge waren massive  Punktabzüge und am Ende reichte es nur zum viertletzten Rang. Aufsteiger war indes in dieser Bayernliga-Runde (entspricht andernorts der Oberliga) der lokale Stadtrivale HC Erlangen II. Somit ist die Mannschaft, die weitgehend unverändert im Vergleich zum Vorjahr an den Start geht, für HG-Coach Holger Löhr und sein Team ein weitgehend unbeschriebenes Blatt.

Schaut man sich die Internetauftritte des TVB an, könnte der Eindruck entstehen, dass diese Truppe, die sich selbst manchmal als „Brooklyn United“ bezeichnet, Handball als nicht ganz bierernste Feierabendbeschäftigung betreibe. Doch weitgefehlt.  Die beiden Trainer Ben Ljevar und Roland Nixdorf versuchten ihre Truppe – mit kleinen Hindernissen – intensiv auf die neue Herausforderung vorzubereiten. Ihre Bemühungen waren teilweise von Erfolg gekrönt. Im Auftaktspiel gegen die neuformierte SG Leipzig II (Meister der Mitteldeutschen Oberliga als LVB Leipzig) einen 25:21-Erfolg zu feiern. In Hanau kamen die Franken dann zwar mit 22:27 ein wenig unter die Räder, zeigten ab trotz frühem und hohem Rückstand, dass sie bereit sind bis zum Ende zu fighten. Beim 16:14 stand die Partie noch auf der Kippe. Die Mannen um Kapitän Simon Förch dürften also gewarnt sein und sich entsprechend per Videostudium auf alle Eventualitäten vorbereiten.

Nicht neu dürfte für manchen der Spielort des TV Bruck sein. Die Karl-Heinz-Hiersemann-Halle, die auch vom HCE (und seinen Vorgängerformationen) bespielt wird, hatte schon öfter HG-Mannschaften zu Gast. So feierte dort vor fast zehn Jahren ein damals junger Moritz Schleyer einen gelungenen zehnminütigen Zweitliga-Auftritt. Der Torwart hielt seinen Kasten absolut sauber, allerdings war die Partie schon lange zuvor zu Gunsten des Hausherren entschieden gewesen. Es war die erste Partie der HG unter Trainer Eyub Erden als Nachfolger von Michael Franz.

Doch zurück ins Jahr 2018. Oftersheim/Schwetzingen fährt unter ganz anderen Voraussetzungen an die Regnitz. Ähnlich wie letzte Woche bleibt derzeit die Personalsituation noch offen. Und die Entscheidung über einen Einsatz Daniel Hidegs wird zwischen den beteiligten Trainer Löhr und Benjamin Maschke von Friesenheim – wie auch in Zukunft – kurzfristig in enger Absprache gefällt. mj