Meister gekürt – „Vize“ noch gesucht 

Nach Ablauf des vorletzten Spieltages steht nun auch in der Südstaffel der 3. Liga mit dem SV Kornwestheim der Meister fest. Ebenso ist klar, dass nur noch Neuhausen/Erms und Hochdorf – trotz ihrer deutlichen Erfolge – für den Relegationsplatz infrage kommen. Dansenberg hat sich souverän gerettet. Um das Freilos in der ersten Runde der Vorqualifikation zum DHB-Pokal (Platz 7) herrscht allerdings noch enges Gerangel zwischen Haßloch, Nußloch und Oftersheim/Schwetzingen.

SV Kornwestheim – VfL Pfullingen            32:27 (17:11)

Der Meister ist gekürt und gab sich fast durchgehend meisterlich auf der Platte. Aber statt überschäumendem Jubel, herrschte nach Abpfiff angespannte Ruhe in der Osthalle. Der Liveticker aus Horkheims Stauwehrhalle wurde verfolgt und das Endergebnis abgewartet, bis es dann kein Halten mehr gab. „OOPS! WE DID IT AGAIN! Meister 2017 BWOL, Meister 2018 3. Liga Süd“ war dann auf den frisch ausgepackten T-Shirts zu lesen.

TSB Horkheim – Rhein-Neckar-Löwen II 32:27 (19:19)

Im direkten Duell um Platz 2 behielt der TSB mit „einem geilen Auftritt“ (Heilbronner Stimme) die Oberhand und beendete damit die RNL-Siegesserie von sieben Partien. Doch die Entscheidung fiel wie so oft erst am Schluss nach dem 23:23. RNL-Coach Mischell Abt kassierte dabei das volle Programm bis hin zur Roten Karte auf der Bank. Die Viezmeisterschaft ist aber noch nicht entschieden. Punktgleich geht für den TSB nach Teningen, in Östringen wird die HG O/S erwartet.

HBW Balingen-Weilstetten II – TSV Neuhausen/Filder       22:25 (10:10)

Keine Chance mehr auf diesen zweiten Rang hat nun mehr HBW, bleibt aber trotz der Niederlage Spitze in der Heimwertung. Balingen-Weilstetten leistete eine kurze Auszeit und kam aus dem Tief eines 14:18 nicht mehr heraus.

TuS Fürstenfeldbruck – TSG Haßloch                       32:23 (15:12)

Deutlich demonstrierten die Bayern ihren Willen, nicht in die Saisonverlängerung gehen zu wollen, sogar Platz 4 (punktgleich mit dem HBW, der dann in Haßloch spielt) ist noch drin, aber erst muss der TuS in Neuhausen auf den Fildern bestehen. Ein mit Rot geahndetes Foul von TSG-Keeper Daniel Schlingmann brachte sein Team nach der Pause aus dem Tritt. Die einen nannten es „Schubser“ nach Gesichtstreffer, die anderen „rüdes Foul“.

TuS Dansenberg – SG Nußloch                     24:20 (11:7)

Aufsteiger Dansenberg durfte den Klassenerhalt aus eigener Kraft feiern. Die dezimierte SGN scheint indes aus dem Tritt, dennoch fand ihr Coach Christian Job: „Positiv war, dass wir uns nach dem 2:10 nicht aufgegeben haben.“

HG Oftersheim/Schwetzingen – SG Köndringen/Teningen                 30:25 (15:14)

Endlich gelang der HG in diesem Muster ohne Wert der seit Wochen ersehnte Heimsieg. Der Absteiger wehrte sich aber lange und intensiv, bevor er die spielerische Qualität des Hausherren anerkannte. Dabei hatte SG-Trainer Ole Andersen lange Zeit mit Feldspieler Axel Simak im Tor agiert.

TV Neuhausen/Erms – TGS Pforzheim     39:24 (22:10)

5:2 stand es zunächst für Pforzheim, 12:6 war dann der Hausherr vorne, wollte seine minimale Chance auf den direkten Nichtabstieg bewahren. Jetzt heißt es maximal Relegation. Da darf aber in Nußloch kein Ausrutscher geschehen.

TV Hochdorf – HC Oppenweiler/Backnang             33:23 (15:11)

Den will sich auch der TVH zum Abschluss in Pfullingen nicht leisten und zeigte dem HC O/B, wie er sich das vorstellte. Bei den Schwaben war die Luft draußen.  mj