Mit 30:25 (15:14) bezwang die HG Oftersheim/Schwetzingen Drittliga-Absteiger SG Köndringen/Teningen bei ihrem letzten Heimspiel der bald ablaufenden Handball-Saison. Spätestens als Torwart Daniel Unser einen (seinen zweiten) Siebenmeter nicht nur abwehrte, sondern sogar fing (21:20/43.), wurden die Zeichen ganz klar auf Sieg gesetzt.

„Al“ Unser, der langjährige Kapitän, stand dann auch bei der reichlich emotionalen Verabschiedung der abgehenden Spieler im Mittelpunkt (wie auch zuvor im Feld) und hatte sich dann auch etwas Feuchtigkeit aus dem Gesicht zu entfernen. Seine Vorderleute in Person von Daniel Hideg (gewann die Zuschauerwahl zum Spieler des Jahres vor Unser und Lukas Sauer) und Niklas Krämer legten in Unterzahl auf 23:20 vor und ließen sich auch in der Folge weder von weiteren Zeitstrafen, einigen Frustfouls der Gegner, die ihrer zwölften Niederlage in Folge entgegenblickten, und taktischen Varianten von SG-Coach Ole Andersen nicht beirren.

Der Hausherr hatte dem Gast gleich zu Beginn mit 6:1 ein dickes Brett mitgegeben, dass dieser allerdings recht schnell wieder durchbohrte. Somit kam es zu der von HG-Trainer Holger Löhr erwarteten „Begegnung auf Augenhöhe“. Doch trotz erfolgreicher Aufholphase wirke Andersen alles andere als zufrieden. Nach gut 20 Minuten beorderte er mit Axel Simak einen Feldspieler ins Tor. „Er hat schon die ganze Woche im Training dort ausgeholfen, war unser bester Keeper“, stellte er seinen Stammleuten Vincent Lutz und Tomas Suba aus mehreren Gründen kein gutes Zeugnis aus. Auch seine Angreifer gerieten ab und zu in seine Visierlinie. „Was ist das für ein Scheiß, den ihr da vorne macht?“, schallte es ihnen hinterher.

Aber auch Löhr war ständig am Coachen und Nachjustieren. Mal war es eine Fehlstellung in der Deckung, mal ein nicht ganz gelungener Angriffszug, der ihn zwang in der einen oder anderen Art und Weise einzugreifen. Letztlich war er aber recht zufrieden, dass der angestrebte Heimsieg seinen Männern nicht entglitten war.

Bei der Verabschiedung verkündete sportlicher Leiter Martin Schmitt auch Näheres über die Zukunft von Hideg. Er wird zukünftig (mit) für die TSG Friesenheim auflaufen. Allerdings „sei noch nicht alles in trockenen Tüchern“. Da hänge noch einiges an der „Eulen“-Spielklassenzugehörigkeit ab, und weitere letzte Details müssten geklärt werden. Das klingt danach, dass Hideg vielleicht mit einem Zweitspielrecht ausgestattet werden könnte.

HG: Unser, Gabel; Barthelmeß (2), Messerschmidt (3), Jansen (5), Rudolf (2), Förch (2), Zipf, L. Sauer, Krämer (2), Suschlik (1), A. Sauer, Körner, Hideg (13/6).

Zum letzten Rundenspiel fährt die „Erste“ nun nach Östringen zu den Rhein-Neckar-Löwen II (Samstag, 19 Uhr). Nach einer Woche Pause geht es dann mit der Vorausscheidung zum DHB-Pokal weiter, wahrscheinlich mit einem Heimspiel. Aber je nach Spielausgängen insgesamt in der Liga, liegen die direkte Qualifikation (Platz 6) oder ein Freilos (Platz 7) im Bereich der Möglichen. mj