In Kornwestheim und gegen den TSB Horkheim hatte Oftersheim/Schwetzingen bewiesen, gut mit den Drittliga-Spitzenteams mithalten zu können, auch wenn es nur zu der mager erscheinenden Ausbeute von einem Zähler reichte. Da sollte er für die Handballer der HG doch im Tanz mit dem ehemaligen Schlusslicht TV Hochdorf mehr rausspringen. Doch die Pfälzer sind nun aktuell nicht mehr Letzter, weil ihnen eben das Kunststück gelang, beim Spitzenreiter SVK beide Zähler zu entführen. Kornwestheim wahrte zwar seinen Führungsanspruch auch weil die direkten Verfolger, die zweiten Mannschaften von Balingen-Weilstetten und den Rhein-Neckar-Löwen, sich mit einem Unentschieden trennten.


So dürfte jedem im HG-Lager klar und bewusst sein, dass auch diese Aufgabe nur zu bewältigen ist, wenn sie mit hundertprozentiger Konzentration angegangen wird und mit gleichhoher Konsequenz zu Ende gebracht wird. „Vielleicht war der kleine Dämpfer, den wir letzte Woche erhielten, ganz gut“, meinte auch Co-Trainer Matthias Polifka zur Ausgangslage, fordert aber auch: „Das wäre nun umso mehr ein Grund, auch Hochdorf in seiner Euphorie einen Dämpfer zu verpassen.“ Dabei setzt er auf die Einheit des HG-Kollektivs und den Rückhalt des treuen Oftersheim/Schwetzinger Publikums. Dass Polifka selbst früher mal für Hochdorf am Ball war, ist in seinen Augen absolut kein Grund, an nachbarschaftliche Hilfe im Abstiegskampf zu denken. Zumal auch die HG noch in diesen Sog geraten könnte. Zumindest rechnerisch, denn der aktuelle Vorsprung der Hausherren auf seinen kommenden Gast beträgt elf Punkte bei noch neun auszutragenden Partien bis Rundenende. Und da warten noch einige Brocken auf die Kurpfälzer.
Eine erneut besondere Begegnung mit seiner Vergangenheit dürfte es für Tom Jansen werden. Der Haßlocher stand zu Saisonbeginn ja bekanntlich in den Diensten des TVH, bevor er Ende Oktober zur Truppe um Chef-Coach Holger Löhr stieß. Jetzt ist der Halbrechte aus dem Team nicht mehr wegzudenken. Und er freue sich auf das Duell – schließlich lief es schon im Hinspiel für ihn recht gut. Beim damaligen 25:18-Auswärtserfolg „habe ich fünfmal getroffen“, weiß er auf Anfrage sofort, ohne überlegen zu müssen.  mj


HG Oftersheim/Schwetzingen – TV Hochdorf (Freitag, 20.145 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen)