Hohe Heimklatsche für Ex-Spitzenreiter 

An diesem, dem 19. Spieltag, gingen sich die Top-Drei der Südstaffel der 3. Liga aus dem Weg und es gab dennoch erneut Veränderungen, weil nur Kornwestheim gewann. Auch die fünf Kellerkinder sahen sich keiner direkten Konfrontation ausgesetzt und siegten bis auf Köndringen/Teningen, das wieder in die Abstiegszone rutschte, in ihren Partien. Dies hilft somit nur den beiden besser, vor den Abstiegsrängen platzierten Neuhausen/Erms und Oppenweiler/Backnang ein wenig weiter. Sie krabbeln näher an Pfullingen heran. Die beiden Mittelfeldduelle endeten zumindest mit einer faustdicken Überraschung wie auch der Auftritt von Balingen-Weilstetten II in Nußloch. Aber wie hatte André Doster, Trainer von HBW, schon im Vorfeld orakelt:  „Ein tückischer Spieltag.“

 

SG Nußloch – HBW Balingen-Weilstetten II            25:37 (15:20)

Aber er sollte keiner für sein Team werden. Nußloch wurde überrascht, kassierte die wohl höchste Heimniederlage seit Jahrzehnten und musste die Tabellenspitze wieder zurückgeben. 

SG Köndringen/Teningen – SV Kornwestheim        27:29 (16:12)

Die abstiegsbedrohte SG mühte sich nach Kräften und der SVK musste sich nach der Pause sehr strecken. Aber nach Abpfiff und Bekanntwerden der anderen Ergebnisse durfte die erneute Tabellenführung gefeiert werden. K/T-Trainer Ole Andersen sah nur ein paar Probleme im Angriff und die größere Erfahrung des Gegners, die den Unterschied ausgemacht hätten. Das Publikum honorierte den couragierten Auftritt mit Applaus.

Rhein-Neckar-Löwen II – TV Hochdorf                    24:26 (12:15)

In der Presse wurde schon mit der Tabellenspitze für die RNL geliebäugelt, schließlich kam ja „nur“ das Schlusslicht. Als die Partie zum Selbstläufer zu werden schien (11:6), sich womöglich Selbstgefälligkeit breitmachte, schlug der Außenseiter zurück. Besonders auffällig und wichtig dabei Thomas Bolling in seinem ersten Auftritt im TVH-Kasten. Ein Hoffnungsschimmer für Hochdorf, doch aus dem Schneider sind die Pfälzer noch lange nicht.

TSB Horkheim – VfL Pfullingen                                 30:28 (15:15)

Dies gilt auch für den VfL, für den es nach hinter wieder etwas enger wird, wie auch Trainer Till Fernow feststellen musste. Pfullingen hatte sich zwar als krasser Außenseiter angekündigt, machte sich nach dem Horkheimer Arbeitssieg doch eine gewisse Enttäuschung breit. Schließlich hatte der Gast 20:17 geführt. Erleichterung herrschte indes bei den Hausherren vor.

HG Oftersheim/Schwetzingen –TSG Haßloch         26:20 (14:10)

Von ein paar Wacklern abgesehen, hatte der Gastgeber die Partie weitgehend von Beginn an im Griff (7:2). TSG-Coach Tobis Job sah die Niederlage deshalb auch als „absolut verdient“ an.

TV Neuhausen/Erms – TuS Fürstenfeldbruck         33:24 (17:11)

Die „Brucker Panther“ wollten sich bein angeknockten TVN den achten Erfolg in Serie krallen. Sollte die „Spielerselbstverwaltung“ mit zwei Spielertrainern das neue Erfolgsmodell der Metzinger darstellen? Die Zukunft wird es zeigen, das Team hatte sich jedenfalls anders als zuvor präsentiert, muss aber noch weiter liefern. TuS-Trainer Martin Wild haderte indes mit seinen, Jungs, die sich gegen Ende zu sehr in die Niederlage ergeben hätten.

TGS Pforzheim – HC Oppenweiler/Backnang        24:28 (13:14)

Weiterhin personell geschwächt, musste die kämpferisch auftretende TGS dem HC den Vortritt lassen, der den Takt in der zweiten Halbzeit meist mit Tempo diktierte.

TuS Dansenberg – TSV Neuhausen/Filder                29:21 (14:5)

Der TuS hat erneut im Transfergeschäft nachgelegt und präsentierte vor der Partie den 25-jährigen Franzosen Laurent Loic. Dann fehlte aber wohl die notwendige Spielgenehmigung. Es reichte auch ohne ihn zu einem fulminanten Auftritt nach dem 3:4, wie der Pausenstand oder ein 20:8 unterstreichen. Der Rest war Ausrollen, Feiern und Hoffen auf Fortsetzungen.  mj