Veränderungen an der Spitze / TVN nur mit Kurzzeit-Trainer für vier Wochen
 
Die Rhein-Neckar-Löwen schießen ihren Lokalrivalen Nußloch an die Spitze der Südstaffel der 3. Liga und hieven sich selbst auf Platz 2. Am hinteren Ende der Tabelle hingegen gab es keine Veränderungen, da die fünftletztplatzierten Teams allesamt ihre Partien – teils – kurz vor Abpfiff noch in Führung oder gleichauf liegend – verloren. Im Mittelfeld gab es wieder die üblichen, teils fahrstuhlartigen Auf-und-Ab-Bewegungen. Diesmal hat es Pforzheim „schlimmer“ erwischt, rutschte von 4 auf 9.


HC Oppenweiler/Backnang – SG Nußloch                23:25 (9:13)
Beinahe, aber eben nur beinahe, hätte es ein punktgleiches Trio an der Spitze gegeben. Erst in den letzten Angriffen, den finalen 80 Sekunden gab sich der HC geschlagen. Zwei schnelle Gegentore und Nußloch war Tabellenführer. Dabei gestand der Gastgeber ein, mit dem Auslassen von Möglichkeiten, so ein Strafwurf zum Schluss, selbst Schuld an der Niederlage zu sein. Die Unruhen um die Abgänge von SGN-Sponsor Jochen Rieber und zuletzt Geschäftsführer Holger Schwab waren bei solch einem Erfolg schnell ausgeblendet.

SV Kornwestheim – Rhein-Neckar-Löwen                24:29 (10:12)
Alexander Schurr, Trainer des SVK, hatte es wohl schon im Vorfeld geahnt. Er verglich sein Team mit den Hoffenheimer Fußballern in deren Aufstiegsjahr, die als Herbstmeister damals auch Probleme bekamen. Keine Probleme indes hatten die Junglöwen, personelle Defizite wegzustecken, zur Pause Fahrt aufzunehmen, während Kornwestheim zunehmend hektischer agierte.


TV Hochdorf – TSB Horkheim    23:25 (13:13)
TSB-Übungsleiter Jochen Zürn hatte einen „heißen Tanz“ prognostiziert – und wie so oft – mal wieder Recht behalten. Der TVH – mit dem neuen Mann Thomas Bolling (TV Groß-Umstadt) zwischen den Pfosten – kämpfte anerkannt gut, aber mehr als der Anschlusstreffer zum 23:24 (nach 17:22) war nicht drin.


TuS Fürstenfeld – TuS Dansenberg             26:20 (13:12)
Mehr Mühe als das Ergebnis aussagt, hatte der bayrische TuS mit seinem Pfälzer Namensvetter. Doch aus einem 16:19 wurde binnen zehn Minuten ein 25:19. Von Brucker und Dansenberger Seite gab es teils harsche Kritik an den Schiedsrichtern sowie von der Heimfraktion an den „Bad Boys“ aus Kaiserslautern (Letzter in der Fairness-Wertung), aber auch die heimische Bank kassierte eine Zweiminutenstrafe. Bei Dansenberg wurde MV Alexander Schmitt gar der Bank mit doppelter Zeitstrafe verwiesen. Dieser – auch Teammanger – polterte gegenüber der Rheinpfalz: „Wir wurden verschaukelt“, und prüft die Möglichkeiten eines Einspruchs.


HBW Balingen-Weilstetten II – TV Neuhausen/ Erms          29:22 (14:11)
HBW bleibt sich treu und behält seine Punkte weiterhin komplett in eigener Halle, drückte seine fast permanente Überlegenheit nicht ganz in der Tordifferenz aus. Das dritte Spiel des neuen TVN-Trainers Sinisa Mitranic war auch gleichzeitig sein letztes. Er legte sein Amt nach nur vier Wochen schon wieder nieder. Neuhausen blieb der Sturz auf einen Abstiegsplatz erspart, weil die Konkurrenz außenherum ebenfalls keinerlei Punkte sammelte. Ein Mentalcoach soll die TVN-Akteure wieder aufrichten, während die Spieler Ferdinand Michalik sowie Daniel Reusch als sein „Co“ in Zukunft den Übungsbetrieb leiten sollen.


TSG Haßloch – SG Köndringen/Teningen                35:28 (17:13)
Mit variablem Spiel wollte der Gast sich einen Auswärtssieg besorgen, doch mit dem wohl besten Auftritt dieser Saison behielten die Pfälzer ihre Punkte bei sich. Entscheidend sei eine Deckungs-Umstellung von 6:0 auf 3:2:1 gewesen.


VfL Pfullingen – TGS Pforzheim                                32:31 (15:12)
Der VfrL feierte den siebten Heimsieg in Folge, profitierte von einem starken Start (11:6), geriet dann aber ins Taumeln (23:23), auch weil die TGS nach anfänglichem Wild-West-Geballere nun konzentrierter agierte. Die Schlussphase (29:29, 31:29 in VfL-Unterzahl, 31:30 etc.) war nichts für schwachen, das Ende dafür umso etwas für das heimische Publikum. HUT AB: Nach einer vermeintlichen Attacke gegen Pforzheims Torjäger Florian Taafel, sollte Robin Keupp vom Platz fliegen. Taafel sorgte dafür, dass die Schiedsrichter ihre Entscheidung revidierten.


TSV Neuhausen/Filder – HG Oftersheim/Schwetzingen       23:18 (13:9)
Für TSV-Coach Ralf Bader war es die hundsmiserable Wurfausbeute bei anerkannt starker Leistung von HG-Keeper Daniel Unser, die den Unterschied ausmachte, für den diensthabenden HG-Trainer Mathias Polifka war es eine Umstellung nach dem „katastrophalen Auftakt“ seines Teams im Offensivbereich (sieben Angriffe, sechs technische Fehler).  mj