In der Südstaffel geht es tierisch ab

Das verlängerte Wochenende brachte nun gleich neun Spiele mit sich, zog sich vom Freitag bis zum frühen Mittwochabend, nur der Montag war ohne Drittliga-Begegnungen in der Südstaffel. Allerdings waren es nur sieben des zehnten Spieltages (Kornwestheim – Balingen-Weilstetten II findet am 1. Dezember statt), drei Teams durften doppelt ran, Horkheim – Fürstenfeldbruck ist eine Nachholpartie und HBW – Hochdorf eine vorgezogene Begegnung. Und nur ein Tag, der Donnerstag, ist in der Südstaffel nun frei, dann geht es mit Rhein-Neckar-Löwen II – Dansenberg weiter, bevor der Rest des elften Spieltages am Samstag mit mannigfaltigen Höhepunkten durchgezogen wird.
Das Tabellenbild bleibt somit weiterhin ein wenig verzerrt, hat aber bereits eine klarere Struktur, die aber nicht gleich auf den ersten Blick ersichtlich ist. Kornwestheim thront einsam vorne und hinten klafft eine kleine Lücke zu dem Quartett der letzten Vier. Ansonsten ging es in dieser Woche teilweise mal wieder tierisch ab.


VfL Pfullingen – TSV Neuhausen/Filder   31:24 (13:13)
Denn: Noch vor kurzem zierte der VfL das Tabellenende, während sich Aufsteiger TSV in einem kleinen Höhenflug sonnte. Doch nun kommen sich beide wieder näher und es wird getitelt: „Echazkrokodile vermöbeln Mad Dogs.“ Dabei wollten die verrückten Hunde nach ihrer Ankündigung doch die Echsen beißen. 1100 Zuschauer – Drittliga-Rekord in Pfullingen – verfolgten jedenfalls eine rasante zweite Hälfte.


TV Neuhausen/Erms – Rhein-Neckar-Löwen II      30:29 (14:15)
Quasi im Umkehrschluss kam hier der Gast von der ehemaligen Tabellenführung und kassierte – allerdings denkbar knapp – seine zweite Niederlage. Der Hausherr schient dafür seine zwischenzeitliche Krise beendet zu haben. Dabei sah es im Vorfeld nicht danach aus, fehlten doch sechs Leute im Kader des Zweitliga-Absteigers, doch es gelang die Löwen zu bändigen, wie es als Auftrag angekündigt worden war.


TV Hochdorf – TuS Fürstenfeldbruck       18:20 (8:11)
Im Kellerduell fuhren die Löwen-Verwandten, die Brucker Panther, gegen Ende ihre Krallen aus und zogen den Pfalzbibern das Fell noch ab. Besonders kräftig langte dabei TuS-Keeper Michael Luderschmid zu, der maßgeblich daran beteiligt war, aus einem 15:12 noch das 18:20 zu machen. Dabei hatten sich die Pfälzer so darauf gefreut, nach drei Auswärtsspielen endlich wieder im heimischen Bau zu sein.


HC Oppenweiler/Backnang – TSG Haßloch            21:28 (11:10)
Eigentlich heißt es ja, mit gewonnenen Heimspielen legt man die Basis zum Erreichen seiner Ziele. Das krasse Gegenbeispiel sind die Haßlocher Bären, die zurzeit wohl ihre Höhle gerne gegen auswärtige Gefilde eintauschen. Doch noch schwächer präsentierten sich bislang der HC und die Pfälzer Nachbarschaft daheim. Die TSG indes rangiert im Spitzenquartett auf Platz 3.


TGS Pforzheim – HG Oftersheim/Schwetzingen 21:22 (13:10)
Auf die HG hätte nach einer Viertelstunde wohl kaum noch einer sein Geld verwettet (trotz 6:4-Führung). Ihr Torjäger Daniel Hideg – letztes vermeintlich verbliebenes Rückraumass – musste mit Rot vom Platz. Das 11:6 der TGS sprach ebenfalls eindeutig dafür. Dann sprangen andere HG-Spieler in die vakanten Breschen, wuchsen über sich hinaus und drehten noch die Partie. Dabei war die Herausnahme des souveränen Torhüters Marius Gabel im Angriff ein wichtiges Mittel zum Sieg.


SG Nußloch – SG Köndringen/Teningen   34:26 (17:12)
Einen klaren Favoritensieg landete die SGN gegen hoffnungslos unterlegene Südbadener. Das Mittel des siebten Feldspielers, von Köndringen/Teningens Trainer Ole Andersen als letzte Maßnahme angedacht, ging nach hinten los. Nußloch präsentierte sich besser als zuletzt, aber eben auch gegen einen wohl schwächeren Gegner.


TuS Dansenberg – TSB Horkheim              21:36 (10:16)
Nach einigen Rückschlägen im bisherigen Saisonverlauf drehte Vizemeister Horkheim jetzt richtig auf und landete den bislang höchsten Rundenerfolg aller Teams. Der Pfälzer Aufsteiger ist nun wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet, obwohl mit dem Kroaten Goran Gorenac (29 Jahre/2,10 Meter/vormals SG Pforzheim/Eutingen) ein Neuzugang sein Debüt gab.


HBW Balingen-Weilstetten II – TV Hochdorf         29:20 (14:11)
Die Schwaben brauchten bis kurz vor der Pause (11:11), bis sie ihre Gäste so richtig abzuhängen vermochten. Mit 19:12 (40.) war aber im Prinzip die Vorentscheidung schon gefallen. Die Rote Laterne bleibt damit den Pfälzern erhalten.


TSB Horkheim – TuS Fürstenfeldbruck    26:25 (11:9)
Es war ein knappes und spannendes Ding, welches die Horkheimer Hunter noch so über die Bühne brachten und den Panthern beide Zähler abknöpften. Mitte der zweiten Halbzeit sah es eigentlich schon ganz gut aus (18:14 bis 26:23), dann kamen die Bayern fast noch auf, aber eben nur fast. Ihr letzter Angriffsversuch scheiterte.  mj