Erst am Dienstag tritt die HG Oftersheim/Schwetzingen bei der TGS Pforzheim an (19 Uhr), während die meisten anderen Handball-Partien des zehnten Spieltages in der 3. Liga zwischen Freitag und Sonntag über die Bühne gehen. Dabei empfängt der aktuelle Dritte den auf 8 platzierten Gast in seiner strahlenden Bertha-Benz-Halle in der Pforzheimer Innenstadt.

Allerdings trennt die Kontrahenten trotz der räumlichen Entfernung im Tabellenbild nur ein Minuszähler. So gesehen sollte Spannung vorprogrammiert sein. Beide Teams haben sich bislang trotz ihrer Personalprobleme gut im Mittelfeld etabliert. Während sich die HG so durchbeißt, mal auf den einen oder anderen Akteur kürzer oder länger verzichten muss, wählte die TGS ob ihrer Rückraum-Misere einen anderen Weg. Mit Evgeni Prasolov, Filip Prsa und Markus Bujotzek fehlen am Zusammenfluss von Nagold und Enz drei wichtige Spieler für längere Zeit.

Kurzfristig wurde ein 1,86 Meter großer Mittemann verpflichtet. Eduard Klyuyko(25) stammt aus der Ukraine, trug schon deren Nationaltrikot, wuchs aber in Deutschland auf und hat nicht nur mit Krasnodar, Volendam und Saarlouis etliche renommierte Stationen hinter sich. Beim Sieg in Haßloch setzte er allerdings noch keine Akzente, war ja auch erst kurzfristig ins Training eingestiegen, hatte verletzungsbedingt eine lange Pause hinter sich.

HG-Coach Holger Löhr bleibt sich weiterhin treu, wartet einfach bestens vorbereitet ab, was sich vor Ort für seine Leute und ihn ergeben kann. „Doch es ist ein schwerer, ein extremer Schlag, dass neben Adrian Fritsch nun auch Simon Förch bis zur Rückrunde ausfällt.“ Förch hat sich plangemäß diese Woche einer Knieoperation unterzogen. Die Begegnungen zuvor brachte er noch ohne Schmerzen während der Spielzeit über die Bühne, aber die Nächte danach waren dieser Hinsicht nicht immer so lustig. „Es war eine alte Verletzung aus der letzten Saison, die es nun zu korrigieren galt“, sah Löhr die Notwendigkeit des Eingriffs ein. Er bedauert aber auch: „Es wird schwer, sein Fehlen zu kompensieren. Wer soll ihn ersetzen?“ Aber vielleicht drängt sich der eine oder andere HG-Sportler, der bislang nicht so im Rampenlicht stand, in dieser Hinsicht auf, füllt die vakanten Stellen, die der blonde Schlacks in Angriff und Abwehr hinterlässt, zumindest teilweise aus.

Förch jedenfalls meinte: „Die OP ist planmäßig verlaufen. Jetzt werde ich natürlich schnellstmöglich mit der Reha beginnen, um dann im Optimalfall zur Rückrunde wieder einsatzbereit zu sein. Bis dahin werde ich von der Tribüne aus mitfiebern. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch ohne mich noch einige Punkte in der Hinrunde holen werden. Jetzt müssen eben andere mehr Verantwortung übernehmen.“  mj