Wechsel an Tabellenspitze und deren Ende

Die Südstaffel der 3. Handball-Liga hat einen neuen Tabellenführer. Nach mehrwöchigem Gleichschritt leistete sich Kronau/Östringen II einen Ausrutscher in Fürstenfeldbruck und somit verbleibt Kornwestheim, welches den amtierenden Meister Nußloch klar abfertigte, alleine an der Spitze. Einen Wechsel gab es auch wieder am Tabellenende. Neuer Träger der Roten Laterne ist der TV Hochdorf, allerdings bei einem ausgetragenen Spiel weniger.

SV Kornwestheim – SG Nußloch                  37:30 (17:15)

Der SVK sonnt sich nun im Licht der Tabellenspitze, geht seinen Weg weiter. Auch der amtierende Meister war spätestens in Halbzeit 2 kein allzu großes Hindernis mehr. Bei 19:18 und 26:23 war es noch mal eng, sonst war Kornwestheim am Drücker (25:19, 31:23). Auf der SGN-Homepage wurde noch Schiedsrichterschelte verteilt, Trainer Christian Job sah die Probleme aber im Auftritt seiner Leute, haderte mit deren Deckungsverhalten. Sorgen bereitet ihm auch der Ausfall von Kreisläufer Philipp Müller (Knie), sein Kollege David Ganshorn dürfte mit seinem Bandscheibenvorfall ohnehin noch eine Weile fehlen

TuS Fürstenfeldbruck – Rhein-Neckar-Löwen II    26:23 (14:12)

„Spaß“ vor diesem „großartigen Publikum“ (SG-Coach André Bechtold) habe es auch seinen Löwen gemacht, die Brucker „Panther“ kassierten aber die gesamte Beute. Die war beim 21:21 (52.) noch nicht verteilt gewesen. Dann hatte TuS-Torsteher Michael Luderschmidt großen Anteil daran, den Heimsieg perfekt zu machen. Für Bechtold und sein Ausbildungsteam war dies aber kein „Beinbruch“, für TuS-Trainer Martin Wild „ein gelungener Handballabend von hoher Intensität in einer engen, ausgeglichenen Liga“.

TSG Haßloch – TGS Pforzheim   23:29 (11:13)

Wieder kein Heimsieg für die TSG, was den Verlust des dritten Platzes mit sich einher brachte. Die Haßlocher rieben sich auch oft an den Schiedsrichtern auf oder  haderten mit ihrer eigenen Leistung. Von  TGS-Seite wurde die kämpferische Darbietung und das disziplinierte Abwehrverhalten gelobt.

HBW Balingen-Weilstetten II – SG Köndringen/Teningen                  37:32 (21:16)

Trotz etlicher Ausfälle holte sich HBW die nächsten beiden Zähler. Dabei war die SG recht optimistisch angereist, hatte aber um den Seitenwechsel herum den Gegner aus den Augen verloren (27:20). Die Quittung ist nun der vorletzte Rang im Tableau.

TSV Neuhausen/Filder – TSB Horkheim   33:30 (15:11)

Letztlich mit einer starken Abwehrleistung fügte der Hausherr dem Vizemeister die fünfte Niederlage bei, hatte seine beste Phase nach der Pause (20:12) und überstand auch einen anschließende Schwächeperiode (26:22). TSB-Trainer Jochen Zürn akzeptierte den Sieg des TSV als verdient, auch weil seinem Team die Leidenschaft gefehlt hätte, die Neuhausen an den Tag gelegt hatte. Ärgerlich: Spielmacher Florian Möck schied mit Sprunggelenksverletzung aus.

HC Oppenweiler/Backnang – HG Oftersheim/Schwetzingen              34:34 (15:17)

HCOB-Trainer Matthias Heineke freute sich, keine erneute Heimniederlage kommentieren zu müssen. Aber darum war er nur hauchdünn herumgekommen. Dem Gast – wieder mit Torjäger und Mitspielgestalter Daniel Hideg – gingen nach mehrmaligen klaren Führungen im Endspurt die Körner aus. Er gab einen 28:23-Vorsprung aus der Hand, musste sogar um den einen Zähler bangen

VfL Pfullingen – TuS Dansenberg               41:33 (16:16)

Durchatmen beim VfL – und mit welcher Intensität, das war ein richtiger Orkan, der den TuS in den letzten beiden Spieldritteln fast von der Platte wehte. Auch Dansenberg wollte seine Serie von drei Pleiten in Folge beenden, und startete dementsprechend furios (2:7). Dann hatten die Pfullinger ihre Verunsicherung wohl abgelegt (11:11) und bogen – gestützt auf Keeper Magnus Becker – die Partie krass um.

TV Neuhausen/Erms – TV Hochdorf          24:21 (8:8)

Große Erleichterung auch beim Nachbarn TVN nach zuletzt vier Niederlagen in Folge, als jetzt die Durststrecke gegen ein ausgedünntes Hochdorfer Team beendet wurde. Es gab aber auch leichte Kritik, ob des wenig glanzvollen Auftrittes ohne Schönheitspreis. Es sei eine dürftige Leistung gewesen, titelte der Reutlinger Generalanzeiger. Für Trainer Anel Mahmutefendic egal, der Sieg war für ihn eminent wichtig gewesen. TVH-Coach Stefan Bullacher ließ mitteilen, er sei mit der Leistung seines Teams zufrieden.  mj