Trainer Löhr will dennoch nachlegen

Für die Handball-Gemeinschaft stellt sich in der 3. Liga nun eine Situation fast so wie in der Vorwoche. Der kommende Gegner HC Oppenweiler/Backnang hat erst jetzt seinen ersten Sieg eingefahren, ist nun hungrig auf Nachschlag, den Oftersheim/Schwetzingen aber seinem Gast VfL Pfullingen verwehrt hatte.

Doch es gibt kleine Unterschiede. Definitiv ohne Adrian Fritsch findet die anstehende Partie beim HC O/B statt (Samstag, 20 Uhr) und nicht vor heimischer Kulisse. Und nach der letzten Begegnung waren auch noch weitere Akteure wie Kevin Körner, Julian Zipf sowie Lukas und Alexander Sauer angeschlagen. Trainer Holger Löhr hatte es da schon angekündigt: „Wir werden abwarten und schauen müssen, wie wir auflaufen werden.“ Viel Entlastung von unten, aus der „Ib“ oder gar der Jugend steht nicht zu erwarten. Diese spielen mit ihren eigenen personellen Problemen fast zeitgleich oder kurz danach – von der Doppelbelastung ganz abgesehen.

Mindestens ein Jahr Zwangspause

Fritsch nahm das „Urteil“ nach eingehenden Untersuchungen – zumindest nach außen hin – recht gelassen auf. Wie befürchtet war das Kreuzband durch. „Das muss ich als Sportler akzeptieren.“ Dabei war die Partie gegen den VfL nach seiner letzten Verletzung an gleicher Körperstelle erst sein vierter Auftritt. Er war gerade dabei, sich wieder in die Abläufe einzufinden. Das ist nun für lange Zeit vorbei. „Diesmal wird die Rückkehr länger dauern, mindestens ein Jahr“, teilte er mit. Wann und wo er die Operation ausführen lassen wird, steht noch nicht fest.

Da mit Fritsch nun ein weiterer Rückraumspieler fehlt, andere angeschlagen sind, sucht Löhr taktische Alternativen. Denn: „Wir wollen versuchen, nun in Oppenweiler nachzulegen, auch wenn das nicht einfach wird.“ Er erwarte ein extrem kampfbetontes, lautes Spiel in der dort meist gutgefüllten Gemeindehalle. Andere Spieler mit sonst vielleicht weniger Spielanteilen dürften sich nun zeigen und weiterentwickeln.

Aber auch die Murrtäler waren bislang nicht von Ausfällen verschont geblieben, hatten sich deshalb auch schon einen weiteren Neuzugang gegönnt. David Szilagyi (20) kam aus Ungarn, um den Rückraum zu verstärken. Doch der Ertrag blieb – wie eingangs erwähnt, bislang dürftig. Umso größer sei jetzt der Ansporn, hieß es schon aus Teningen gleich nach dem dortigen Erfolg, nun in den Heimspielen eben gegen die HG und darauf gegen die TSG Haßloch weiter Boden gutmachen zu wollen.    mj