Auf Simon Förch lastet schon seit Jahren ein Großteil der Verantwortung bei den Handballspielen der HG Oftersheim/Schwetzingen. Das ist nicht erst nun in der 3. Liga der Fall, sondern war auch schon so zu Oberligazeiten – vorne im Angriff wie hinten in der Deckung. Dabei ist der Rückraum-Athlet (195 Zentimeter groß) gerade erst 24 Jahre alt. Nach nun knapp einem Viertel der Saison 2017/18 befragten wir ihn im Vorfeld und Nachgang der aktuellen Begegnung gegen den VfL Pfullingen zu seinen bisherigen Eindrücken.

Wie beurteilen Sie die derzeitige Situation, den bisherigen Verlauf?

Simon Förch: Der bisherige Saisonstart war durchwachsen. Schwachen Leistungen in Fürstenfeldbruck und gegen Neuhausen folgten kämpferisch starke Auftritte in Haßloch und Horkheim. Mit 6:6 Punkten stehen wir ordentlich da, wir wollen aber mehr. Vor allem die Vorgaben und Spielideen unserer Trainer müssen wir noch besser umsetzen, um so mehr Konstanz in unser Spiel zu kriegen.

Hat die HG eine Krise im Angriff – zumal aktuell ohne Daniel Hideg?

Förch: Dass wir Daniel nicht eins-zu-eins ersetzen können, war uns allen klar. Deswegen müssen wir alle noch Zehn Prozent mehr Gas geben auf der Platte. Von Krise würde ich aber nicht reden. Wir müssen einfach noch konzentrierter und vor allem effektiver beim Abschluss sein. Die Chancen sind ausreichend vorhanden. Auch am Entscheidungsverhalten müssen wir noch arbeiten, umso den vielleicht ein Stück besser postierten Mann zu finden.

Wie zufrieden sind Sie bisher mit sich selbst?

Förch: Ich versuche wie schon die letzten Jahre, als Leader auf dem Spielfeld voranzugehen und die jungen Spieler zu führen. Leider ist es oftmals noch viel zu ruhig. Sowohl auf dem Feld als auch auf der Bank. Ich versuche natürlich auch handballerisch mit meiner Leistung zum Sieg beizutragen. Wie mir das gelingt, sollen aber andere beurteilen.

Was sind Ihre zukünftigen handballerischen Vorstellungen, Pläne, Wünsche?

Förch: Mein Ziel ist es, uns in den nächsten Jahren in der 3. Liga zu etablieren und das Niveau innerhalb der Mannschaft stetig zu steigern. Dabei sollen immer wieder eigene Jugendspieler an die Mannschaft herangeführt und integriert werden. Mit Holger Löhr, Matthias Polifka und dem weiteren Trainerteam haben wir hierfür die optimalen Leute an der Seite. Ich selbst möchte natürlich auch weiter reifen und noch besser, besonders im athletischen Bereich, werden.

Ihr persönlicher Ausblick auf Pfullingen. Brachte dessen erster Sieg Vor- oder Nachteile für die HG?

Förch: Das absolute Verlangen, endlich den ersten Sieg zu holen ist beim VfL jetzt natürlich erstmal weg. Dadurch hat Pfullingen ein bisschen Druck rausnehmen können. Einfacher wird es dadurch aber auf keinen Fall. Wir sollten uns nicht von der Tabelle blenden lassen. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass wir immer unsere Probleme mit den handballerisch sehr gut ausgebildeten Schwaben hatten. Aber wir wollen wieder zu unserer alten Heimstärke finden und zu Hause die nächsten beiden Punkte einfahren. Das sind wir unserem tollen Publikum nach den beiden letzten schwachen Spielen auch einfach schuldig. mj