Nußloch strauchelt erneut und übergibt Staffelstab an Neuhausen/Erms

Der amtierende Meister strauchelte erneut – und diesmal richtig. Nach dem Remis daheim gegen Oppenweiler/Backnang gab es jetzt bei Balingen/Weilstetten II eine Niederlage. Damit bleibt Neuhausen/Erms als einziges verlustpunktfreies Team – bei einem Spiel weniger – alleine an der Spitze der 3. Liga Süd.

TuS Fürstenfeldbruck – TV Neuhausen/Erms 23:26 (13:12)

Der TVN unterstrich seine Ambitionen, wieder in die 2. Bundesliga zurückkehren zu wollen. Dabei sah der gastgebende Trainer Martin Wild sein Team spielerisch zumindest zeitweise als überlegen an, nur das Keeper-Übergewicht wähnte er beim Franzosen Adrian Birkenheuer im TVN-Kasten. Drei vergebene Siebenmeter sprechen deutlich dafür. Nach mehrmaligem Aufholen in Durchgang 2 ließen dann am Ende die Kräfte nach. TVN-Coach Anel Mahmutefendic lobte sein Team aufgrund der an den Tag gelegten Cleverness. Auch in kniffligen Situationen seien seine Jungs ruhig geblieben.

HBW Balingen-Weilstetten II – SG Nußloch 37:33 (16:17)

Tabellenführer gestürzt, Meister in die Schranken gewiesen, Sensationssieg – am Fuße der Zollernalb überschlugen sich die Schlagzeilen der Medien. Und mit der Torausbeute lagen beide Seiten erheblich über dem üblichen Schnitt, boten ein Spektakel, allerdings nicht zur Zufriedenheit  von SGN-Coach Tobias Job, dem 33 Auswärtstreffer zwar genügten, den Auftritt seiner Defensive aber kritisierte. Nach dem 33:33 gelang den Gästen faktisch rein gar nichts mehr.

TV Hochdorf – Rhein-Neckar-Löwen II 30:30 (15:17)

Ungeschlagen sind auch noch die RNL II, landeten nun ihr zweites Unentschieden, das dem Gastgeber seinen ersten Saisonzähler einbrachte. Dabei schien der TVH schon früh auf verlorenem Posten (10:15), kam aber wieder in die Gänge. Möglicherweise brachte eine Zeitstrafe kurz vor Ende wegen Wechselfehlers von Roy James die Pfälzer um die volle Punktausbeute. Für Trainer Stefan Bullacher war die Partie jedenfalls ein Schritt in die richtige Richtung. RNL-Coach Michel Abt ärgert sich indes über nicht genutzte einfache Chancen, ist aber mit der bisherigen Ausbeute an Zählern zufrieden.

HC Oppenweiler/Backnang – TGS Pforzheim 28:29 (11:16)

Trotz seiner Personalnot gelang dem HC von 11:16 auf 21:21 (48.) eine grandiose Aufholjagd, belohnte sich aber am Ende nicht. Im folgenden Showdown behielt Pforzheim nur hauchdünn die Oberhand. TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel hatte zudem noch einige Schiedsrichterkritik parat, die er Pforzheimer Zeitung in den Block diktierte (https://www.pz-news.de/sport_artikel,-TGS-Pforzheim-gewinnt-Krimi-bei-der-HC-OppenweilerBacknang-mit-2928-_dossier,-TGS-Pforzheim-_arid,1186813_dossierid,53.html).

SV Kornwestheim – SG Köndringen/Teningen 33:23 (18:10)

Der Aufstieger ließ praktisch nichts anbrennen, hatte „Liga-Dino“ SG K/T vom Beginn an unter Kontrolle. Die Südbadener verzweifelten an der SVK-Deckung und deren Keeper dahinter, hatten einen gebrauchten Tag.

TSV Neuhausen/Filder – TuS Dansenberg 30:25 (11:16)

Auch der pfälzische Aufsteiger Dansenberg hatte seinen Gegner unter Kontrolle, aber nur über zwei Drittel der Spielzeit. Er führte 15:7 (23.) und 20:15 (39.) und stellte dann den Wurfbetrieb für runde zehn Minuten ein. Auf TSV-Seite wird dies als Beleg der eigenen Abwehrstärke angesehen. Ein 9:0-Lauf unterstrich, dass auch die Offensive funktionierte.

VfL Pfullingen – TSB Horkheim 25:28 (16:13)

Pfullingen bleibt nach seinem harten Auftaktprogramm punktlos, hatte dabei sogar 6:2, 11:4 geführt. Doch als der EX-VfL-Akteur Florian Möck gemeinsam mit dem früheren Nußlocher Pierre Freudl die Initiative ergriff, schmolz der TSB-Rückstand, wandelte sich in eine 22:20-Führung um. Beim ohnehin schon ausfallgeplagten Pfullingen blieben vermehrt Kräfte angeschlagen auf der Bank oder mussten wie Kreisläufer Nico Hiller mit Rot auf die Tribüne. Dennoch gelang das 24:23, aber nach dem 25:25 schlug das Schicksal in Form der Horkheimer zu.

TSG Haßloch – HG Oftersheim/Schwetzingen 25:26 (12:14)

Dem Gastgeber wurde in der Analyse der Mittelhardter Rundschau eine schwache Offensivleistung bestätigt. TSG-Trainer sah jedenfalls nach gutem Auftakt (7:3) für seine Begriffe in der Folgezeit zu viele Fehler. „Wir haben das Spiel nach einer Viertelstunde zu schnell aus der Hand gegeben, bekamen die Konter der HG.“ Sein Gegenüber Holger Löhr lobte die kämpferische Einstellung seiner Truppe, die sich bis zum 24:24 eines Erfolges noch nicht sicher sein durfte. mj