SGN mit erstem Punktverlust

Kaum erklärt man eine Mannschaft als relativ konstant herausragend aus dem Starterfeld der Südstaffel der 3. Liga, folgte in Nußloch die nächste Überraschung auf dem Fuß.

SG Nußloch – HC Oppenweiler/Backnang 30:30 (17:16)

Die SGN – zuvor mit zwei recht klaren Siegen gestartet – gab gegen den bis dato punktlosen HC O/B einen Zähler ab. Und der wäre auch noch futsch gewesen, wenn nicht Keeper Marco Bitz in der Endphase nach dem 27:27 sowohl einen Konter wie auch zwei Strafwürfe – einen nach Schlusspfiff – abwehrte. Der letzte Transfer der Nußlocher, der lettische Nationalspieler Raimonds Trifanovs, war bereits spielberechtigt und saß auf der Bank, wurde aber noch nicht eingesetzt.

SG Kronau/Östringen II – SV Kornwestheim 31:30 (17:15)

22:15 führte der Gastgeber (40.), alles schien seinen Gang zu nehmen, doch gegen Ende wurde es noch einmal eng, auch weil RNL-Trainer Michel Abt wegen seiner Proteste eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam. Der Sieg war für Abt ein weiterer Schritt im Lernprozess seines Teams. Beim Aufsteiger SVK, dem bisherigen Überraschungsteam, wurde die kämpferische Einstellung von dessen Übungsleiter Alexander Schurr gelobt, nachdem sich seine Jungs zuvor viel mit eigenen Fehlern herumgeplagt hatten.

TV Neuhausen – HBW Balingen-Weilstetten II 29:23 (15:13)

Der TVN startete schwach (1:6/7.), dann fegte quasi ein 10:4-Sturmlauf auf 11:10 die HBW-Akteure förmlich hinweg. Nach leichtem Stottern im Angriff wurde nach dem 17:16 mit 23:18 die Vorentscheidung erzwungen. HBW-Trainer André Doster fand trotzdem, dass sich sein Team gut verkauft hätte, zu hoch verloren hätte.

TGS Pforzheim – VfL Pfullingen  27:26 (14:15)

Ein hartes Stück Arbeit hatte die TGS zu verrichten, bis der denkbar knappe Sieg unter Dach unter Fach war. Die Pforzheimer lagen im dem offenen Schlagabtausch von Durchgang 2 bei Abpfiff dann auch Dank der letzten beiden Treffer von Florian Taafel zum 26:25 und 27:25 vorne. Den Auftakt zum Match hatten sie mit 2:7 und 5:10 ziemlich verpennt. Der VfL haderte indes mit mangelnder Konsequenz – besonders im Abschluss, sah seine gute Leistung nicht belohnt.

SG Köndringen/Teningen – TSG Haßloch  23:28 (13:14)

Die südbadische SG geht erstmals diese Saison nicht als Sieger vom Platz. Gegen die im Schnitt fünf Jahre älteren Haßlocher hätte sie eigentlich nie ins Spiel gefunden. Deren größere körperliche Präsenz kam aber erst einige Zeit nach dem Seitenwechsel zum tragen (17:17). Besonders die tief stehende 6:0-Deckung der TSG in Koproduktion mit Torhüter Daniel Schlingmann führte diese Entscheidung herbei.

TuS Dansenberg – TuS Fürstenfeldbruck 33:30 (13:20)

Die Bayern waren kurz davor den heimsiegverwöhnten Pfälzern erstmalig seit April 2016 eine Niederlage vor eigenem Publikum beizubringen (10:18, 19:23), scheiterten aber im Endspurt. Der heimische TuS präsentierte sich nach der Pause mit einer enormen Leistungssteigerung, versprühte mehr Aggressivität. Beim Gäste-TuS verstand Trainer Martin Wild die Welt nicht mehr. Nach „bestem Auswärts-Handball“ erlebte er beinahe hilflos den drastischen Niedergang von der Auslinie mit. Sowohl er wie Dansenbergs Coach Sliwa sahen sich bei knappen Entscheidungen vom Schiedsrichtergespann benachteiligt.

HG Oftersheim/Schwetzingen – TSV Neuhausen auf den Fildern 25:30 (14:16)

Mit einer torlosen Phase zwischen dem 14:15 (29.) und dem 14:23 mehr als 16 Minuten später servierte der Hausherr seinen Gästen die Punkte auf dem Silbertablett. Waren es für HG-Coach Holger Löhr Defizite im Angriffsverhalten, lobte TSV-Trainer Ralf Bader das „Prunkstück“ seines Teams, die Abwehr.

TSB Horkheim – TV Hochdorf 27:21 (13:11)

Auch die zweite Mannschaft, die mehr oder weniger unerwartet neben dem HC O/B zum Auftakt doppelt punktlos geblieben war, der TSB Horkheim, hat nun ihr erstes Erfolgserlebnis zu verzeichnen. Beim TVH steht weiterhin die Null im Haben. Die Erleichterung beim Gastgeber, der in der Schlussviertelstunde nur noch wenig zuließ, war deutlich spürbar. Dafür verbleibt Ernüchterung bei den Pfälzern, die sich dennoch eine gute Einstellung attestierten. mj