Klare Spielausgänge

Gab es letzte Woche – mit Ausnahme der Nußlocher Partie – nur enge Ergebnisse, fielen die Begegnungen der Südstaffel an diesem Drittliga-Spieltag doch überwiegend deutlich aus. Und sind manche Spielausgänge schon wieder als Überraschungen zu werten oder sind es sich andeutende Anzeichen einer sich ändernden Hierarchie?

VfL Pfullingen – SG Nußloch 24:32 (10:15)

Gegen den amtierenden Meister legte der VfL gut los (6:2), dann ließ der Favorit seine Muskeln spielen, setze seine ganze Routine ein, um der Partie den erwarteten Verlauf zu geben (13:22). Am Ende verlor Pfullingen nicht nur seinen Saisonauftakt, sondern muss auch um Kapitän Micha Thiemann bangen, der mit einer Knieverletzung vom  Feld humpelte.

SV Kornwestheim – TSB Horkheim  32:26 (11:17)

Nach Pforzheim brachte Aufsteiger SVK auch dem nächsten vermeintlichen Favoriten eine Niederlage bei. Sein glänzender Start (13:6) war letztlich eine zu große Hypothek für den Gast. Dessen Trainer Jochen Zürn meinte: „So spielt kein potentieller Absteiger.“ Horkheim steht weiterhin mit leeren Händen da und trifft nun auf das ebenfalls punktlose Hochdorf.

TV Hochdorf – TGS Pforzheim 26:34 (16:20)

Desolates Abwehrverhalten wurde dem TVH aus den eigenen Reihen attestiert. Trainer Stefan Bullacher hatte zusätzlich aber auch noch 30 missglückte Angriffsversuche gezählt. Diesen Heimauftritt hatte keiner so erwartet. TGS-Coach Andrej Klimovetz lobte indes die starke Deckung seines Teams, für Pforzheims Kapitän Florian Taafel eine geschlossene Mannschaftsleistung.

TSG Haßloch – Rhein-Neckar-Löwen II 30:36 (12:17)

Eine ähnliche Hypothek schaffte der TVH zu egalisieren (19:19), doch die Wende gelang nicht, auch weil die Chancenverwertung – trotz der erzielten 30 Treffer – phasenweise sehr zu wünschen übrig ließ. Dies war auch SG-Torwart Lucas Bauer mit geschuldet.

HC Oppenweiler/Backnang – TV Neuhausen/Erms 22:28 (12:11)

Schon zu diesem frühen Saisonzeitpunkt quälen den HC personelle Engpässe. Diese wurden von Gastgeberseite als ursächlich dafür angesehen, dass – gepaart mit vier Lattentreffern – Neuhausen nach Minute 40 (15:15) auf 24:17 davonzog. „Wir haben unsere taktische Überlegenheit ausgenutzt“, meinte TVN-Coach Anel Mahmutefendic. „Es wäre sicher besser gewesen, wenn der ein oder andere Spieler nach einigen Fehlern auch mal eine Pause hätte bekommen können“, beklagte Matthias Heineke, Trainer der Hausherren, die ungenügende Situation seines Teams.

HBW Balingen-Weilstetten II – TuS Dansenberg 34:21 (13:6)

Der HBW hatte seinen Gast von Beginn an im Griff (11:4) und der Aufsteiger war praktisch zur Pause schon bezwungen, bekam dann aber noch ein wenig nachgeschenkt. Aus einer starken Mannschaftsleistung ragte HBW-Keeper Jonas Baumeister heraus, der den Pfälzer Schützen häufig den Zahn zog. Einzig die Angriffsquote im ersten Durchgang war nicht ganz nach dem Geschmack von Balingen-Weilstettens Coach André Doster.

TSV Neuhausen/Filder – SG Köndringen/Teningen 28:33 (14:18)

Wurde auf Hausherrenseite eine schwache Deckungsleistung für die Niederlage verantwortlich gemacht, wurde auf SG-Seite das Gesamtpaket als Erfolgsgarant ausgemacht, Defensive, Offensive und Kondition passten zusammen. TSV-Trainer Ralf Bader gestand ein: „Wir waren immer einen Schritt zu spät und Köndringen/Teningen beging gegen unsere offensive Abwehr nur einen technischen Fehler.“

TuS Fürstenfeldbruck – HG Oftersheim/Schwetzingen  31:23 (14:10)

Zu Beginn sah es nicht nach einem Spaziergang für die Hausherren aus (4:7). Nach einer Auszeitansprache von ihrem Coach Martin Wild hatten sie die Begegnung dann aber weitgehend im Griff. Auch der Versuch von HG-Trainer Holger Löhr, in Hälfte 2 durchgehend auf den siebten Feldspieler zu setzen, stoppte die Bayern, die sich leidenschaftlich ins Zeug legten, nicht wirkungsvoll genug.